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Wie kann ich meine Kinder im Umgang mit den Medien stärken?

„Mama, weißt Du was toll wäre? Wenn ich einen Tablet oder einen Fernseher neben meinem Bett hätte. Dann könnte ich immer Kinderfilme gucken, wann ich will!“

Das sind die Worte eines 6-jährigen Jungen, meines Sohnes, mein Blondschopf.

Ich würde nicht sagen, dass Blondschopf süchtig nach Fernsehen & Co ist, aber von sich aus würde er wohl nicht so schnell den Fernseher oder die Kinder-Spiele-App auf dem Tablet ausschalten. Er würde glotzen bis zum Umfallen!

Bei uns läuft es daher meistens so: Wenn wir eine Kindersendung zusammen angesehen haben, dann fordert mein Sohn „Noch mehr, Mama! Lass noch ein bisschen laufen! Da kommt noch eine andere Kindersendung!“. Und dann antworte ich „Nein, wir machen jetzt aus, es ist genug!“ „Aber warum, Mama? Das ist so cool!!“ „Nein, das ist nicht gut! Zu viel Fernsehen ist einfach nicht gesund! Da wirst du ganz hibbelig sonst!“ „Och, Menno, dann will ich aber was mit dir spielen!“

Zugegeben, die Versuchung ist groß, zu sagen „Hey Kinder, okay! Dann lass ich den Fernseher einfach noch für euch laufen. Ich lege mich derweil ein bisschen hin…“ Aber wir wissen ja alle, zu viel Fernsehen & Co ist nicht gut für unsere Kinder. Nur, als ich damals selbst noch Kind war, da gab es noch gar nicht so viele Medien. Internet, Tablets und Smartphones waren noch nicht erfunden – wie gehe ich mit dieser Flut nur um, damit sie mich und meine Kinder nicht überschwemmt?! Auch in meinem Freundes- und Bekanntenkreis stelle ich fest, immer mehr Eltern sind verunsichert und fragen nach Orientierung.

Wie viel Fernsehen und Medienkonsum ist noch gut für mein Kind?

In der kürzlich veröffentlichten BLIKK Studie von 2017 wurden 5.573 Eltern und deren Kinder zum Umgang mit Medien befragt und gleichzeitig untersucht. Die Quintessenz war, dass ein übermäßiger Medienkonsum die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen gefährdet. Die Drogenbeauftrage der Bundesregierung, Marlene Mortler spricht davon, dass es dringend notwendig sei „Eltern beim Thema Mediennutzung Orientierung zu geben.“, sie beschreibt das als „digitale Fürsorge“.

Die wesentlichen Erkenntnisse dieser Studie sind folgende:

  • 70% der Kita-Kinder nutzen das Smartphone ihrer Eltern mehr als eine halbe Stunde täglich
  • Es gibt einen Zusammenhang zwischen einer intensiven Mediennutzung und Entwicklungsstörungen der Kinder
  • Bei Kindern bis zum 6. Lebensjahr finden sich vermehrt Sprachstörungen sowie motorische Hyperaktivität bei denjenigen, die intensiv Medien nutzen
  • Wird eine digitale Medienkompetenz nicht frühzeitig erlernt, besteht ein erhöhtes Risiko, den Umgang mit den digitalen Medien nicht kontrollieren zu können

Sogar soll es schon bei Säuglingen zu Fütter- und Einschlafstörungen kommen, wenn die Eltern während der Betreuung parallel digitale Medien nutzen.

Angst machen soll die Studie allerdings nicht. Aber sie soll darauf hinweisen, dass eine unkontrollierte Mediennutzung bei Kindern u.a. Entwicklungsstörungen hervorrufen kann. Dosiert eingesetzt nehmen Kinder keinen Schaden vom Fernsehen. Doch lässt man seine Kinder zu jung, zu lange und vor allem alleine vor dem Fernseher oder dem Tablet hocken, dann wird es kritisch.

 

Wie kann ich meinen Kindern die digitale Welt näher bringen und sie dabei nicht überfordern, sondern im Umgang damit stärken?

Empfohlen wird daher, seine Kinder im Umgang mit den Medien zu begleiten. Also mit ihnen zu besprechen, was sie sich ansehen und auch mit ihnen gemeinsam etwas anzuschauen.

6 Tipps zum richtigen Umgang mit den Medien

  • Das eigene Verhalten mit Medien reflektieren (Hat man selbst ständig das Smartphone in der Hand?) – Kinder machen schließlich nach, was ihre Vorbilder tun…
  • Eine zeitliche Begrenzung der Mediennutzung ist wichtig. Wenn die Sendung zu Ende ist, den Fernseher ausschalten. Oder vorher besprechen, nach 15 Minuten Spiele-App wird das Tablet ausgemacht.
  • Schon vor Ende der Mediennutzung ankündigen, was man danach (zusammen) macht. Beispielsweise auf den Spielplatz gehen, zusammen ein Spiel spielen, gemeinsam Essen kochen.
  • Sobald der Fernseher aus ist mit den Kindern über das Gesehene reden und dabei herausfinden, ob das Kind bei manchen Stellen Angst hatte.
  • Bei Kleinkindern immer dabei sitzen. So kann man direkt abschätzen, ob sich das Kind vor etwas ängstigt.
  • Mediennutzung sollte keine Belohnung oder Bestrafung sein, denn dadurch bekommt es noch mehr Bedeutung (Speziell daran müssen wir noch arbeiten…)

Es steht außer Frage, unsere Welt voller Medien fasziniert. Und ich bin der Meinung, es ist nicht möglich, unsere Kinder vollkommen von Fernsehen & Co abzuschotten, um sie vor möglichen Schäden zu schützen. Im Gegenteil, ich denke, es ist sogar die dringende Aufgabe der Eltern, ihre Kinder an die digitale Welt heranzuführen und ihnen den richtigen Umgang damit zu zeigen. Wir sollten sie eben nur nicht damit vollkommen alleine lassen.

Wie denkt ihr über dieses Thema? Wie viel Fernsehen oder Smartphone lasst ihr eure Kinder gucken? Und wie setzt ihr euren Kindern dabei Grenzen?

Ich bin gespannt auf eure Meinungen und Erfahrungen!

Liebe Grüße

Eure ideas4parents-Romy

PS: Falls ihr noch mehr zum Thema Medienkonsum bei Kindern auf unserem Blog lesen wollt, dann schaut doch mal in den Artikel „Wie digital sollen unsere Kinder werden?“ von unserem Andreas 🙂

ideas4parents - Romy

ideas4parents - Romy

Romy hat zwei sehr lebhafte und vergnügte Jungs: Blondschopf und Blauauge. Für die beiden überwindet sie ihre Höhenangst und rutscht von den höchsten Rutschen (aber bei aller Liebe, es gibt Grenzen!).
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Author: ideas4parents - Romy

Romy hat zwei sehr lebhafte und vergnügte Jungs: Blondschopf und Blauauge. Für die beiden überwindet sie ihre Höhenangst und rutscht von den höchsten Rutschen (aber bei aller Liebe, es gibt Grenzen!).

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  • #wortdestages ist bei uns SPIEL. Das Leben mit Kindern ist ein Spiel. Dazu zählt

#outofthebox Denken, 
Bewusstsein für das eigene (Spiel-)Verhalten, 
sich selbst und den Kindern verzeihen können, Vertrauen in Veränderung (neues (Spiel-)Verhalten) und zusammen das Leben lernen. 
Was machst Du heute zum Wort des Tages für Dich und für Deine Familie?

@ichundduunddu.de #ideas4parents #januarmitkindern
  • Drei #angewohnheiten&ticks von unserer tollen Tochter (kurz: Toto) sind gerade:
Überall rauf klettern,
alles sammeln, was sie draußen findet,
der Satz "das muss ich mir noch überlegen." Wir Eltern üben viel Geduld, denn alle dieser Angewohnheiten gehen mit Zeit sehr großzügig um 😉 Was sind die Ticks Highlights bei euren kids?

@ichundduunddu.de #ideas4parents #januarmitkindern
  • #wald&wiesen beobachten, dem Mond beim Leuchten zusehen, Stöcke sammeln, die feuchte Wiese spüren, auf Bäume klettern, hinter Bäumen verstecken, im Garten in der Feuerschale ein Feuer machen...Wir lieben die Natur!  Was gefällt Dir und Deinen Kindern in der Natur?

@ichundduunddu.de #ideas4parents #januarmitkindern
  • #nähe: Kinder sehen, so als würde man sich zum ersten Mal treffen und sich genau in die Augen schauen. Wie oft haben wir Eltern eine feste Vorstellung von unseren Kindern! Weg von der festen Vorstellung und nahe beim einzigartigen Moment kommen wir Eltern unseren Kindern näher. 
@ichundduunddu.de #ideas4parents #januarmitkindern
  • Was wirklich wichtig ist: 5 Sätze für jeden Tag, die dir helfen, deine Beziehung zu deinem Kind täglich positiv zu gestalten.

#ideas4parents #beziehung #alltagmitkind #spielen #wertschätzen #liebhaben
  • #kinder&medien: Mal üben Geräte eine sehr große Anziehungskraft auf unsere Tochter aus und ein anderes Mal fragt sie mich: Müssen wir den Film anschauen? Ich habe noch so viel vor."😉 Glaubst Du auch nicht, dass Verbote von Medien in unsere Zeit passen oder wenn doch, warum?

@ichundduunddu.de #ideas4parents #januarmitkindern
  • Die #nähe der Eltern zu ihrem Kind: Wann gibst Du als Mama oder als Papa Halt und wann lässt Du Dein Kind frei? Braucht mein Kind gerade Schutz oder brauche gerade ich Vertrauen? Eine spannende Frage jeden Tag!

@ichundduunddu.de #ideas4parents #januarmitkindern
  • #Großeltern haben Hände mit vielen Geschichten. Unterwegs mit Oma erlebt die Tochter die Welt wieder neu, hier aus Omas Perspektive. 
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