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Wir freuen uns rießig heute mit unserem ersten Interview der Reihe Monday Parents starten zu können! Biokind gibt uns einen Einblick in ihr Blogger-Leben. Auf unsere neugierigen Fragen haben wir viele spannende Antworten erhalten. Geben wir also den Startschuß für unsere Interviewreihe und beginnen mit der grundlegenden Frage: 

1. Wer bist Du und wie kamst Du zu Deinem Blognamen?

Biokind – das bin ich. 26 Jahre alt, mit den Kopf in den Wolken und den Füßen neben meiner kleinen vegan/vegetarisch lebenden Familie stehend. Mal in Kiel, mal in Berlin und laufend im Wechsel. Ich hatte schon so viele Namen, denn immer wenn mir danach ist, ändere ich ihn. Aber BIO steht gerade ganz hoch im Kurs. Denn irgendwann, bin ich einfach drauf gekommen, dass industriell hergestellte Lebensmittel für die Tonne sind und ich mich und meine Familie lieber mit vollwertigen gesünderen Produkten nähren möchte. Bio ist in dem Sinne aber nicht nur als Ernährungsweise gemeint, sondern meint viel mehr auch die alternativen Gedankengänge dahinter. Das frei sein, von gesellschaftsgenormten Gesetzlichkeiten. Barfusslaufen im Supermarkt oder.. naja und als unser Wunderkind Lotta dann im Februar 2014 geboren war, trug sie ohnehin fortan den Titel „Biokind“. So auch der Name unseres Blogs. Einem Blog über den täglichen Wahnsinn und unser Ausbrechen aus dieser. Hinaus dorthin, wo das Leben besser ist. Dorthin wo wir nur das tun, was uns gut tut.

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2. Wie lange bloggst Du schon?

Im Grunde .. ja.. vielleicht seit ein paar Monaten. Eigentlich habe ich zeitgleich damit angefangen, als ich mit der „Youtube Karriere“ aufgehört hatte. Ich bin also noch ganz frisch dabei kann man so sagen.

3. Wie kamst Du auf die Idee zu bloggen?

Angefangen hat alles auf Youtube. Ich liebte es kleine Filmchen zu drehen und erfreute mich einen Teil meiner Familie damit glücklich zu machen, denn wir wohnten lange Zeit in großer Entfernung voneinander. Aber mit jedem weiteren Video, kamen auch fremde – erfreuliche aber oft auch kritisierende Worte von Zuschauern die mich nicht mochten, sodass ich mir sagte: Jetzt reicht‘s. Die haben es nicht verdient jedes Detail meines Lebens aufzusaugen. Mich nach meinen Haaren oder meinen Ansichten zu bewerten. Darum fing ich mit dem Schreiben an. Es ist ein Stück weit anonymer wie ich empfinde.

4. Woher bekommst du deine Inspiration?

Aus dem Kopf. Na ist doch logisch. Wobei.. ich erwische mich immer wieder dabei, wie ich versuche eine bestimmte Richtung zu „kopieren“, das kommt aber, weil ich meine eigene Meinung zu einem Design, einem Inhalt etc. schwer selbst bestimmen kann und immer aus der Facetterie all der Anderen zu fischen versuche. Hmm. Schwer das zu erklären. Aber vielleicht kommen wir später anderweitig noch drauf zurück.

5. Was ist das Besondere an Deinem Blog?

Ich würde ihn jetzt nicht als besonders besonderer als andere Blog‘s beschreiben. Im Gegenteil. Ich bin eigentlich nicht so die Elternbloggerin, die Spielzeuge zu Hauf an ihrem Kind testet, um es danach auf dem Blog zu berichten. Wohlmöglich noch für Firmen. Ich denke.. das besondere liegt vielleicht daran, dass ich die Welt mit ganz offenen Augen sehe, nicht verklemmt bin und hier und da eine Inspiration sein kann für andere Eltern, die versuchen aus der Norm gerichteten Elternwelt heraus zu brechen. Achja. Und ich habe eine Behinderung. Die nicht unwesentlich an meinen Ansichten beteiligt ist. 🙂

6. Was möchtest Du damit erreichen?

Erreichen? Oh weh. Das krauselt im Kopf. Gar nichts. Ich will rein gar nichts und nie wieder irgendwas erreichen. Nein. Einfach nur so. Zum Anstoß .. zum diskutieren mit anderen. Und ja, ich teile jeden neu erstellten Beitrag sofort auf sämtlichen Social Media Seiten, weil ich immer mit stolzer Feder meine: „Yes – That ́s it! Nimmt das WELT!. Außerdem finde ich einen guten ausdrückenden Schreibstil zu haben, den ich rein mündlich leider nicht so ausschöpfen kann. (Behinderungsbedingt) öh…

7. Wie beginnst Du einen neuen Eintrag bzw. Wie entwickelst Du deinen Schreibstil weiter?

Nun, da ich ja noch gar nicht lange dabei bin, gibt es diesbezüglich noch gar keine richtige Richtung. Es kommt immer drauf an, welches Thema ich jetzt z.B. gerade behandeln möchte. Mein letzter Beitrag hieß z.B. „Mama, ich möchte ein Junge sein“, und hatte die Beschreibung „Wenn Kinder im falschen Körper landen…“. War die Frage so in etwa gemeint? Ach ich tue mich immer schwer, Fragen richtig zu verstehen. Ai Ai Ai.. ideas for parents: genau so war die Frage gemeint, DANKE 🙂

8. Was unternimmst Du am liebsten mit Deiner Familie?

Ausflüge. Am liebsten von Morgens bis Abends. Ich kann nicht ruhig sitzen und bin immer auf Fahrt. Entweder mit dem Rad und Kindersitz oder im Wohnmobil durch die Kontinente. Ich mache am liebsten Unfug. So sitzen wir beim Eisessen im Einkaufszentrum eben NICHT wie alle Kerzen Menschen auf den Bänken, sondern verkrümmeln uns im Schneidersitz unter der Rolltreppe. Oft kommen andere Kinder vorbei und wollen neben uns sitzen, aber ihre Eltern diktieren sie schnell wieder weg. Schade. Und na klar, das tägliche Zusammenfinden bei Frühstück und Abendbrot an unserem neuen Familien Sammelpunkt im Wohnzimmer. Spezielleres hat sich aber noch nicht heraus kristalisiert. Mit einer Räubertochter von 2,5 Jahren kann man eben noch keine „großen“ Baumhäuser bauen. Was heißt.. ja man kann es doch. ideas for parents: Oh ja, dass ihr euch gerne bewegt, haben wir besonders bei den folgenden Bildern auf deinem Blog sehen können. Auf dem Blog Biokind findet man tolle Berichte über eine Reise in die USA.

9. Was sind Deine Top 5 und Deine Flop 5 Tipps für Aktivitäten mit Kindern?

Mit einem zwei jährigen Kind? Ich würde sagen: Bücher lesen. Planschen gehen, Verstecken spielen. Ach man kann eigentlich alles machen worauf man Lust hat. Flops wüsste ich jetzt nicht. Oder? Doch. Übermäßiges Fernseh schauen. Vielleicht.

ideas for parents: Wow! Da durften wir einiges über den Blog Biokind erfahren. Und es geht noch weiter!! 🙂 Jetzt kommen wir zu ein paar Fragen rund um das Thema Kind und Erziehung:

1. Hast Du ein bestimmtes Konzept oder ein Modell für die Erziehung?

Ja ich glaube ich habe eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wie ich mein Kind erziehen – oder nicht erziehen will. Mein Konzept ist: „Lass‘se mach‘n.“ – gibt ihr jede Erfahrung die se brauch und schränk se nur so doll ein, wie et nötig is..“. Ich bin also keine Hubschrauber Mama. Mich bringt es überhaupt und in keinster Weise aus der Fassung, wenn mal wieder und hunderte Male darauf ein Glas umgefallen und direkt das Wasser in meinen Hosenbund fließt. Wenn ich mich währenddessen unterhalte, stoppe ich diese noch nicht einmal. Es gibt kein Gemecker, höchtens mal ein „komm, wir wischen das gemeinsam weg“: Rutschen, Klettern, Freilauf. Und ich habe ein Kind, was von selbst wieder zu Mama zurück kommt wenn es das braucht. Grenzen gibt es trotzdem. Und Rituale auch. Aber: Es sind bis jetzt auch 2,5 Jahre. Wie es weiter geht weiß ich nicht.

2. Was macht Deiner Meinung nach gute Eltern aus?

Wenn Eltern ihren Kinder zuhören und sie stets mit vielerlei Lösungen zur Seite stehen.

3. Weißt Du Do’s und Dont’s die Eltern beachten sollten? 

Hauen, Lautes Schreien, Schimpfwörter, Rauchen, Trinken.. oder? ideas for parents: oh, ja!!

4. Wieviel aus Deinem Blog hast du selbst erlebt/erfahren?

So ziemlich ALLES. Was‘n dit für ne fraje? Oder gibt es auch Blogger, die über fremde Erfahrungen schreiben? Hm. Okay. Auch mal interessant :). ideas for parents: 😀

5. Wie löst Du/Ihr als Eltern Konflikte mit dem Kind?

Augenhöhe. Runter beugen und erklären wieso, weshalb und warum ich jetzt so oder so auf sie reagiert habe. Ich sehe in allen Dingen mich und wie ich mich fühlen würde. Darum versuche ich all das zur Lösung zu stellen, was mir auch helfen würde um zu verstehen. Manchmal gibt es das auch nicht und dann müssen die Grenzen einfach so hingenommen werden, dass ist wahr. Und das geht auch bei mir nicht immer ohne Geschrei und Wut dampfenden Ohren.

6. Welche Dinge möchtest Du deinem Kind auf den (Lebens)Weg mitgeben?

„Ich bringe dir nicht bei, wie man reich wird, sondern wie man glücklich wird. Denn eines Tages mein Kind, wirst du wissen, dass der Wert mehr ist als ein Preisschild“. Und natürlich, dass Tieren NIEMALS Leid zugefügt werden darf. Und man sie nicht essen sollte. Und das man keine Planzen oder Blüten mutwillig von den Pflanzen reist. Es gibt soooo viele Meinungen dazu. Und es interessiert mich nur die eigene. Und ich tue wahrlich das einzig Richtige damit. Alle anderen „Erklärungen“ sind Selbstbetrug.

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… Und jetzt folgen noch ein paar Fragen zu dem Thema: „Der Blog“. Lasst uns noch mehr spannende Details über Biokind erfahren:

1. Gestaltest Du deinen Blog und die dazu gehörigen Bilder, Illustrationen etc. selbst?

In der Tat. Und es fällt mir überhaupt nicht schwer. Wenn es danach gehe, könnte ich mich sicherlich als Illustratorin anstellen lassen. (Bilder betreffend)

2. Welches sind Deine Lieblingsblogs zum Thema Kind/Familie? 

Ehrlich? Ich lese nicht DEN BLOG, sondern nur einzelne Artikel die mich interessieren. Aber auch da zögere ich oft, weil ich manchmal einfach nicht aus dem eigenen Meinungsbild gerissen werden will. Dann wiederum aber schon. Ach das ist zu kompliziert.

3. Was ist Dir bei einem guten Blog wichtig?

Diese Frage kann ich nicht beantworten. Ich habe noch keine Meinung darüber in den Weiten des Netzes gefunden. *lach

4. Wie managst Du deine Zeit beim bloggen?

Drauf los, wann immer es mir passt oder ich die Muse dazu finde. Leider hab ich oft einfach zu viel Wörter im Kopf aber zu wenig mentale Möglichkeiten diese sowohl mündlich als auch schriftlich auszudrücken, darum wird es auch in Zukunft nur Stückchen Weise Blog Häppchen geben.

5. Kannst Du davon leben?

Schon erstaunlich wie einige das können oder? Ein Freund hat mir dazu mal gesagt, dass immer irgendwo auch „Menschen mit Arschloch Qualitäten“ diese Möglichkeit dazu haben. Damit meine ich nicht, dass ich persönlich sie doof oder bezogen auf das Schimpfwort finde, sondern sie einfach den besseren Durchbiss haben, sich von allen anderen zu Behaupten, sämtliche Kooperationen an Land ziehen und immer und überall präsent sind. Wettbewerb. Und da kann mich niemand berichtigen. Es ist schlichtweg ein Wettbewerb. Um die eigene Persönlichkeit. Anerkennung, Stolz, … verdammt. Ich habe auch was davon. Zum Glück aber nur noch gefühlte 3%. Ich bin also auch irgendwo noch eine Hostess im Arschlochwettbewerb. Was für ein Wort. Ich mag das nicht. Das klingt so hart und schrill. Können wir das nicht abschaffen? Hiermit ist das offiziell abgeschafft.

6. Wie gehst Du mit (guter und schlechter) Kritik um?

Ich mag diese Fragerei – stelle ich gerade fest. Denn irgendwie hat mich noch niemals jemand gefragt, warum und wieso ich so etwas mache. Und darum beantworte ich diese Fragen nicht nur um euer Interview wegen, sondern auch um mich selbst wieder einmal besser kennenzulernen. Einmal mehr drüber nachzudenken wofür das ganze hier überhaupt statt findet. Und ich mitten drin. Kritik? Unwichtig..! Ne. Eigentlich auch nicht. Doch ich mag schon Kritik, aber nicht kritisiert werden. Ich mag so eine Kritik, wie sie von Magazinen kommt, wenn z.B ein Buch oder ein Film heraus gekommen ist. Eine „Ich empfinde deinen Beitrag als…“ oder „Das besondere daran gefällt mir…“. Wenn mir aber jemand erklären will, wie ich mein Kind zu nähren oder mir die Haare zu färben habe, fühle ich mich angegriffen und lösche den Kommentar und diese Person gleich hinterher. Vielleicht bin ich (noch) zu sensibel. Aber wieso auch sollte ich mich irgendwie für fremde Personen verändern? Das ist doch Quatsch mit Soße. Wo wir beim Thema sind. Der Senf fehlt. Zu der riesigen Frikadelle, die ich gerade an das Interview gequatscht habe. 🙂

In dem Sinne. Danke für‘s Zuhören und die Möglichkeit drauf zu antworten. Gerne wieder. Eure Biokind.

Und in diesem Sinne sagen auch wir vielen Dank für die vielen spannenden und ausführlichen Antworten! Danke, dass du uns einen Einblick in die Welt von Biokind gegeben hast.  Bei Biokind selbst findet ihr das Interview übrigens auch noch als PDF-Download (hier gehts lang).

Besucht Biokind auch sehr gern auf Instagram oder auf  YouTube. Und wer jetzt Lust bekommen hat, auch bei unseren „Monday Interviews“ mitzumachen, der meldet sich gerne hier über die Kommentare bei uns. Wir würden uns sehr freuen!

8 thoughts on “Monday Parents #1 – Biokind”

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