Märchen machen Kinder stark! – Heute: Der süße Brei

Märchen-Minute bei ideas4parents

Unter unserem Motto „Märchen machen Kinder stark“ erzählen wir euch heute die Geschichte „Der süße Brei“.
Märchen fördern ganz nebenbei das Selbstvertrauen von Kindern und zudem eignen sich Kinder, die oft Märchen hören, einen größeren Wortschatz an als Gleichaltrige, denen nicht erzählt oder vorgelesen wird. Und manchmal ist es einfach nur schön, sich aufs Sofa zu kuscheln und einer Geschichte zu lauschen. 🙂
Heute nun das Märchen vom süßen Brei – Kommt mit ins Märchenland!
Viel Spaß beim Zuhören wünscht euch eure Romy


Und wenn ihr euch noch weitere schöne Geschichten und Märchen anhören möchtet, dann klickt doch mal hier rein oder abonniert unseren Podcast. 🙂

Unser persönliches Abendritual mit den Kindern – Blogparade

FaBa – die Familie aus Bamberg hat zur Blogparade mit dem Thema „Unser persönliches Abendritual mit den Kindern“ aufgerufen. Wir nehmen sehr gerne teil und erzählen euch, wie unser abendliches Zubettgeh-Ritual aussieht.

Warum ein Ritual vorm Schlafengehen?

Kinder können nicht „auf Knopfdruck“ abschalten und einschlafen. Ein vertrauter allabendlicher Ablauf wirkt beruhigend und hilft dem Kind zur Ruhe zu kommen.
Gerade bei einem aufregenden Tag, Wachstumsschüben oder veränderten Lebensumständen wie z.B. beim Schulanfang, kann es den Kindern schwerer fallen, abends abzuschalten. Ein Zubettgeh-Ritual dient dann als eine Art Gerüst, an welchem sich das Kind festhalten und worauf es sich verlassen kann.

Unser Schlafritual mit unseren Kindern

Obwohl unsere Jungs Blondschopf (7) und Blauauge (4) etwa 2 ½ Jahre auseinander liegen, beginnt das abendliche Ritual für beide zur selben Zeit und das ist momentan etwa 19 Uhr.
Etwa zehn Minuten vorher bereiten wir die Kinder vor, dass es nun bald Zeit ist, die Zähne zu putzen, damit sie nicht zu plötzlich aus ihrem Spiel heraus gerissen werden. (Meistens behauptet Blondschopf, dass er noch überhaupt nicht müde ist und er noch aufbleiben will… „Bin total wach! …*gähn*…Total wach bin ich!!“)
Währenddessen schließe ich die Fensterläden und mache es dunkel im Zimmer, nur ein kleines Nachtlicht bleibt an – ein kleiner Halbmond – das die ganze Nacht über brennt.
Nachdem beide Jungs ihre Zähne geputzt haben (meistens mit Hilfe von Papa und Mama) bekommen sie ihre Schlafanzüge angezogen.

Die Gute-Nacht-Geschichte ist ein Muss!

Dann geht es nochmal gemeinsam ins Wohnzimmer, wo wir uns alle auf der Couch zusammenkuscheln und noch eine Gute-Nacht-Geschichte vorlesen. Entweder eine lange Geschichte für beide Kinder oder es bekommt jeder seine eigene. So wird es meistens 19:30 Uhr bis wir mit Vorlesen fertig sind und legen dann die Kinder in ihr Bett. (Ganz selten gibt es auch mal statt Vorlesen ein „Gute-Nacht-Uno-Kartenspiel“… aber eigentlich wollen wir lieber vorlesen, damit die Kinder besser zur Ruhe kommen.)
Unsere neueste Errungenschaft ist für jedes Kind eine kleine Lampe fürs Bett, die sie selber an- und ausschalten können (falls sie mal nachts auf die Toilette müssen und nicht sicher sind, ob sich irgendwo ein Monster versteckt… Denn wie wir alle wissen haben Monster Angst vor Licht und hauen dann ab!). Diese Lampe wird natürlich noch kurz von beiden Jungs angeknipst, wenn sie im Bett liegen, das macht es schön heimelig.
Dann wird (seit Jahren!) das Schlaflied „La le lu nur der Mann im Mond…“ gesungen und anschließend „Bruder Jakob“ – mittlerweile können die Kinder auch den Text und singen mit. ? Und obwohl die Kinder vielleicht wirklich schon etwas zu groß sind für die Spieluhr, wird sie immer noch jeden Abend zum Abschluss aufgezogen und gespielt (mit der Melodie von „Lalelu“).

Die Spieluhr, die schon seit Jahren ihre so vertraute Melodie spielt…

Noch ein Kuss und dann ist Schluss

Dann werden natürlich beide Kinder noch gekuschelt und gebusselt und ihnen eine gute Nacht gewünscht. Ich lasse anschließend die Kinderzimmertür noch einen Spalt weit offen, damit noch ein wenig Licht ins Zimmer fällt und gehe hinaus. Dann ist eigentlich Schluss.
Eigentlich. Aber meistens kommt dann noch Blondschopf an und ruft nach mir, weil er noch einen kleinen Schluck Wasser möchte oder ihm „ganz plötzlich“ ein Fingernagel stört, der ganz dringend noch geschnitten werden muss…
Aber dann ist wirklich Schluss! ?

Gute Nacht, kleiner Mann. Schlaf gut!

Das war „Unser persönliches #Abendritual mit unseren Kindern“. Nicht besonders aufregend, aber genau das soll es ja auch sein… ?
Und wie läuft das abendliche Ritual mit euren Kindern ab? Macht doch auch mit bei der Blogparade von der FaBa – die Familie in Bamberg und schreibt darüber einen Blogpost. Bis zum 17.Februar 2018 habt ihr noch Zeit.
Viele liebe Grüße, gute Nacht und schöne Träume wünscht
eure ideas4parents-Romy
 

5 Sätze, die du deinem Kind jeden Tag sagen solltest

 
Vor lauter alltäglicher Hektik und dem ständigen Zeitdruck, dem ich als Mama ausgesetzt bin, vergesse ich ab und an, mich meinen Kindern ganz bewusst positiv zu widmen. Geht euch das auch so? Da schleicht sich dann manchmal, wenn ich schon im Bett liege, das schlechte Gewissen an und setzt sich mir schwer auf den Brustkorb. Hab ich mir heute genug Zeit genommen für meine Kinder? Oder war ich heute nur die „Befehls-Mami“, die ständig rumgemeckert hat?
Meine beiden Jungs, Blondschopf (6) und Blauauge (4), hören oft genug „Tu das nicht!“, „Lass das!“, „Jetzt sei ruhig“ und „Trödel doch nicht so!“. Aber sind das die Sätze, die sie brauchen, um „groß“ zu werden? Klar, ich sehe diese Ermahnungen in dem Moment als notwendig und als erforderliche Erziehungsmaßnahme.
Aber damit aus ihnen emotional gefestigte Persönlichkeiten werden, die stark fürs Leben werden, benötigen sie andere Sätze. Andere positive Sätze, die ihnen zeigen, dass sie ganz wunderbar sind, so wie sie sind, dass ich als Mama ihr Wesen mit all ihren Eigenarten zu lieben und zu schätzen weiß.
Daher ist es wichtig, den Kindern liebende und aufmerksame Worte zu sagen, damit sie möglichst lange unbeschwert Kind sein dürfen und sich sicher und geborgen fühlen in dieser großen weiten Welt.

Auch Kuscheltiere wollen gekuschelt werden…

5 Sätze, die du deinem Kind jeden Tag sagen solltest

1. „Ich hab dich lieb!“

Nichts ist wichtiger, als seinem Kind jeden Tag zu sagen und spüren zu lassen, dass man es liebt. Eine liebevolle Umarmung und ein Kuss auf Wange oder Stirn, sind der beste Start in den Tag und ebenso ist das Gutenachtbussi nicht wegzudenken. Diese Worte und liebe Gesten sind wie Balsam für die kleine Kinderseele und machen emotional gefestigte Menschlein aus ihnen. Positiver Körperkontakt – kuscheln, streicheln, kitzeln – unterstützt zudem ganz nebenbei die Entwicklung der Kleinen, Stresshormone werden abgebaut und positive Wachstumsprozesse in Gang gesetzt. Also, auch wenn es morgens stressig ist: So viel Zeit muss sein!

2. „Wie war dein Tag?“

Natürlich hängt es vom Alter des Kindes ab, ob man es schon fragen kann, wie sein Tag war. Jedoch ist es wichtig, Interesse an ihrem ganz eigenen Leben zu zeigen. Voraussetzung ist natürlich, dass du dir für diese Frage Zeit nimmst, denn bei manchen Kindern könnten die Antworten etwas länger ausfallen… 🙂 Aber auch, wenn dein Kind eher zurückhaltend mit seiner Antwort ist, so nimmt dein Kind es unterbewusst als positiv wahr, dass es von den wichtigsten Menschen in seinem Leben wertgeschätzt wird. Und wenn du dir Zeit nimmst für dein Kind, ihm zuhörst und auf dein Kind eingehst, dann vermittelst du ihm damit auch, dass du immer für es da bist und schaffst tiefes Vertrauen. Was für ein wunderbares Gefühl, oder?

Gemeinsam mit seinem Kind singen macht glücklich und viel Spaß!

3. „Ich glaub an dich!“

Schon als Kind hegt der ein oder andere Selbstzweifel, vergleicht sich mit anderen Kindern und schneidet dabei nicht immer gut ab. Für ein gesundes Selbstbewusstsein ist es daher von Bedeutung, dass das Kind in seinen Fähigkeiten bestärkt wird. Denn jedes Kind hat Stärken, nur konzentriert man sich als Eltern zu oft auf das, was noch nicht so gut läuft und nörgelt an seinem Kind herum – das prägt das Kind und lässt sein Selbstbewusstsein schrumpfen. Daher: Bestärke dein Kind in dem, was es gerne tut. Bestärke es darin, die Dinge selbst zu tun, die es gerne selber machen möchte. Bestärke es darin, Neues auszuprobieren, und nicht zu verurteilen, wenn nicht gleich alles auf Anhieb funktioniert. Lass deinem Kind Zeit und vermittle ihm „Das schaffst du! Ich glaub an dich! Du bist gut so, wie du bist!“.

4. „Komm, lass uns spielen!“

Was gibt es schöneres für ein Kind, als wenn Mama oder Papa sagen, „Komm, wir gehen ins Kinderzimmer und spielen was zusammen! Ich nehm mir Zeit für dich.“. Kinder macht es glücklich, wenn auch mal die Eltern auf sie zugehen und damit signalisieren, dass sie mit ihrem Kind gerne Zeit verbringen möchten – und zwar ganz intensiv. Wichtig dabei: Volle Aufmerksamkeit auf das Kind! (Das Smartphone bleibt außer Reichweite! 🙂 ). Dein Kind realisiert, dass es in seinen Bedürfnissen wahrgenommen wird und ganz nebenbei stärkt das die Bindung und Beziehung zu deinem Kind.

Disco im Kinderzimmer?! Okay, ich mach mit! 🙂

5. „Das hast du gut gemacht!“

„Nicht geschimpft, ist gelobt genug“, so heißt es ja im schwäbischen Volksmund, doch ist das immer richtig so? Ein ehrlich gemeintes Lob ist durchaus bei Kindern angebracht, auch wenn man oft in Erziehungsratgebern liest, dass man mit Lob sparen sollte. Zu viel Lob ist ähnlich schlecht wie falsches Lob. Wenn man sein Kind zu viel lobt, wird es Aufgaben nur deshalb erledigen, um dafür gelobt zu werden. Die Eigenmotivation wird dann geringer. Wenn dein Kind aber etwas richtig gut gemacht und sich dabei angestrengt hat, dann macht ein Lob glücklich und stolz, weil das Kind weiß, dass die Eltern es gut finden, was es getan hat. Und wenn man als Eltern den Blick auf das Positive rückt, dann schafft das zudem ein positives Miteinander. Manchmal reicht dabei auch schon ein anerkennendes Lächeln. 🙂
 
Was sagt ihr eurem Kind jeden Tag? Oder was versucht ihr eurem Kind jeden Tag zu vermitteln? Hinterlasst einen Kommentar und erzählt mir, was ihr denkt. Ich freue mich darauf!
Viele liebe Grüße
Eure ideas4parents-Romy

Weihnachtsyoga für den Kopf: Wie man mit Yoga einen starken Übergang ins neue Jahr schafft

 
Ist Silvester für dich ein Tag wie jeder andere? Oder ist es ein Tag, der sehr wichtig für dich ist? Vielleicht weil er uns dazu einlädt, sich vom Alten zu verabschieden und sich auf was Neues einlassen zu können.

Die Herausforderung

Die Herausforderung besteht darin, dass man manchmal sehr an der Vergangenheit hängt, oder auch oft ein bisschen Angst vor der Zukunft hat.
Wir von ideas4parents machen heute ein Miniyoga, mit dem wir uns vom Alten verabschieden und Raum für Neues schaffen.

Los geht´s! 🙂


 

Weihnachtsyoga für den Kopf: Wie man durch einen Perspektivenwechsel ein starkes Weihnachtsfest erlebt

 

Heute geht es darum, ein starkes Weihnachtsfest zu erleben – und zwar unabhängig von den äußeren Umständen.

Die Herausforderung

Weihnachten ist für dich kein Fest der Freude, weil sich die Verwandten immer zanken? Oder du machst vieles mit Widerstand, nur weil es von dir erwartet wird? Mit Yoga kannst du eine andere Haltung annehmen, obwohl die Umstände gleich bleiben. Spannend ist dabei, dass man alleine durch die Einstellung viel mehr gestalten kann, als man es erwartet hat.

Frohes Fest!

Halloween Podcast: 2 Geschichten für mutige Kinder

 
Zu Halloween haben wir zwei Geschichten für euch. Die erste Geschichte handelt von dem mutigen Ritter Janus. In der zweiten Geschichte erzähle ich euch von der mutigen Bärin Monya.

Viel Spaß beim anhören! 🙂

Als Patentante den Lebensweg gemeinsam gehen

Patentante oder im englischen gar „Godmother“, klingt schon irgendwie wichtig oder? Kann man fast ein wenig Muffesausen bekommen oder ganz viel 😉 Jedenfalls bin ich erstmal ein wenig hektisch rumgerannt, als die Frage im Raum stand, ob ich den gerne Patentante werden möchte und damit ein fester Teil im Leben eines kleinen Menschen.
Und dann begann erstmal das Grübeln, kann ich wirklich etwas Positives für die Entwicklung eines Kindes beitragen? Was muss man denn überhaupt als Patentante so machen? Der Kern dieses Amtes soll sein, das Kind auf seinem Lebensweg im Glauben zu begleiten und dabei mit Rat, Tat & Hilfe zur Seite zu stehen. Fühle ich mich sowas gewachsen?

Ja zum Patentante sein & was mir dabei wichtig ist

Ich gebe zu, erstmal wollte ich reflexartig Nein sagen. Was wenn ich was „falsch“ mache und dann? Bin ich wirklich die richtige für so einen Job und auch irgendwie so eine große Ehre? Und googelt bloß nicht die Pflichten einer Patentante oder schaut bei Wikipedia!!! Aber recht schnell wurde mir beim Grübeln klar, ich kann versuchen einem Kind das zu vermitteln, was man im Leben meiner Meinung nach manchmal dringend braucht.
Als Patentante den Lebensweg gemeinsam gehen
Den Glauben: in meiner Auslegung aber nicht zwangsläufig religiös gesehen, sondern einfach den Glauben in dich selbst, in eine starke Familie die immer da ist und in eine Tante die dich auffängt, wenn du fällst. Denn jedes Kind kann alles sein oder alles werden…da glaube ich fest daran. Aber manchmal braucht es da eben die passende Unterstützung. Als Patentante fühle ich mich dafür jetzt mit zuständig und ich bin glücklich! Glücklich, ein Teil eines kleinen Lebens zu sein, den Weg zusammen zu gehen. Und damit auch eine totale Bereicherung für mich zu erfahren.
Im Oktober bin ich übrigens wieder Patentante geworden und dieses Mal bin ich mir sicher, dass ich die perfekte Wahl bin 🙂 Wer noch gern mehr über mich erfahren will, der hüpft einfach mal rüber zu Meet the Team.
Wie steht ihr zum Patenamt? Seid ihr vielleicht sogar selber schon Patin oder Pate? Das würde ich wirklich sehr gerne erfahren.

Pin it!

Als Patentante den Weg gemeinsam gehen
Merken
Merken

Trotz mit Herzblut bei Kindern und 5 Ideen den Trotz zu überleben

Kinder im Trotz sind eigensinnig – Eltern übrigens auch. „25 total gute Gründe für einen Trotzanfall“ beschreibt Susanne vom Blog „Hallo liebe Wolke“ in ihrer Blogparade. Wir sind dabei, sammeln Gründe und wollen wissen, warum passiert das überhaupt und wie überleben wir Eltern dabei?

25 (Nicht-)Gründe für Trotz bei Kindern

1. Kein Grund für Trotz. Aus Kindersicht sind Eltern scheinbar grundlos trotzig und aus Elternsicht sind Kinder scheinbar grundlos trotzig.
2. Quadratisch, praktisch, Brotzeit – Ein echtes Brot hat vier Ecken und wird in vier gleich große (!) Teile geschnitten. Sonst…
3. Nein, ich bin nicht müde!! (Es sah nur so aus, Toto. Es stimmt aber nicht, Eltern!)
ideas4parents-blogparade-trotz-kind
4. Warum hast Du mir geholfen?
5. Oder warum hast Du mir nicht geholfen?
6. Ich wollte alles essen, nicht teilen! Teilen macht nicht immer Spaß, geht mir auch so, tolle Tochter.
7. Jetzt will ich… Wochenende, groß sein, den Mond sehen, Auto fahren, Geburtstag feiern (auch wenn er letzte Woche war)
ideas4parents-blogparade-trotz-kind
8. Ich will keine Geduld haben, Mama! Geduld ist echt langatmig, tolle Tochter. Ich habe sie auch nicht immer.
9. Warum tut es Deiner Kniescheibe weh, wenn ich darauf stehe? Das soll nicht weh tun, ich will nämlich darauf stehen!
10. Warum hast DU die Post geholt? ICH wollte das machen.
11. Der Schlafanzug in zwei Nummern größer ist zu eng.
12. Ich will liegen.
13. Oder ich will nicht liegen. Welcher Erwachsene kennt keine Ambivalenzen im Alltag? Sport oder doch schlafen?

Nur noch 12 Gründe für Trotz oder Eigensinn bei Kindern

14. Ich wollte mit Papa, nicht mit Mama.
15. Oder ich wollte mit Mama, nicht mit Papa.
16. ICH wollte an das Telefon gehen!
17. Die Zucchini wollte ICH schneiden (Essen würde ich sie nicht im Traum, aber schneiden will ich sie! Warum hast Du mich nicht gefragt?)
18. ICH wollte am Laptop schreiben.
19. Erst, wenn der Zug los fährt, will ich Pommes essen, nicht vorher! Du brauchst mal keine Bücher über Zeiteinteilung im Leben lesen, Toto. Du kennst Dich mit Deinem Timing aus.
ideas4parents-blogparade-trotz-kind
20. Oma soll nicht einkaufen gehen. Wir sind mit dem Spielen noch nicht fertig.
21. Ich wollte die UNO Karten mischen! Hast Du das gesagt? Nein, aber ich wollte!!!
22. Mama: Hast Du Lust zu malen? Toto: Ich will nicht malen!!!
23. Wo ist… Ich finde…nicht. Ich will es jetzt und hier haben!
24. Die lila angemalte Wand ist aber auch schön! Liebe Eltern, warum versteht ihr das nicht und seid so schrecklich starrsinnig?
25. Mama: Habe ich etwas vergessen? Toto: Maamaaa, warum hast Du das vergessen???!

Wie kommt es zum Trotz?

Auslöser für einen Ausbruch sind bekannte: wie Hunger, Durst oder Müdigkeit; das Bedürfnis, mehr zu wollen als noch (!) zu können. Nicht zu vergessen, wir Eltern mit anderen Plänen und unterschiedlichen Rhythmen. Jeder will es am liebsten haben, wie er es sich vorstellt, und dann durchkreuzt die Familie und ihre Mitglieder diesen Plan. Ich will schnell, die Tochter langsam oder ich will langsam, Toto aber schnell.
Foto: Kind und Erwachsener auf dem Spielplatz

5 Ideen, den Trotz zu überleben

1. Ausatmen.
2. Annehmen, was beim Trotz passiert: die Reaktion vom Kind und das Umfeld, das die fast grenzenlose Energie nicht aushält 😉
3. Das Gefühl hinter dem Verhalten sehen und ansprechen.
4. Kein Konzept, je nach Situation

  • Hilfe anbieten
  • Aus der Situation befreien
  • Zum richtigen Zeitpunkt umlenken
  • Wunsch zu einem anderen Zeitpunkt erfüllen

5. Eigene Nervenpflege einplanen – wie auch immer die aussehen mag.

Trost für Trotz oder Eigensinn bei Kindern

  • Kinder sollen angeblich vor allem bei den Menschen bockig sein, denen sie vertrauen und bei denen sie sich sicher fühlen.
  • Kinder dürfen jetzt eigenwillig sein, dann müssen sie in der Pubertät nicht mehr so sehr darum kämpfen.

Nach dem Sturm kommt also irgendwann die Ruhe.
Danke an Susanne für den Aufruf zum Sammeln vieler guter Gründe für den lieben Widerwillen unserer Schätze!
Wie begleitet ihr denn diese spannende Zeit?
Über 3 Schritte, die Aggression bei Kindern zu begleiten, lest ihr hier.
 

Kleine Tiger beißen nicht nur – in 3 Schritten Aggression bei Kindern begleiten

[Werbung: Dieser Post enthält Werbelinks, die durch * gekennzeichnet sind]

Heute nehme ich meine Aggression als Mama unter die Lupe und schaue hinter die Aggression von Kindern. Das Buch „Aggression – Warum sie für uns und unsere Kinder notwendig ist“* von Jesper Juul hat mich dazu inspiriert. Was verbindet ihr mit Aggression? Was bedeutet Aggression überhaupt? Wie können Kinder lernen, mit ihrer Aggression umzugehen?
ideas4parents-aggression-eltern-kind

Aggression bei Kindern und ihre Botschaft

Heißt aggressiv sein nur laut sein und angreifen? Aggressiv sein bedeutet nicht nur „angreifen“, sondern auch „sich nähern“, also einem Ziel. Um morgens aus dem Bett zu steigen oder von München nach Hamburg zu kommen, brauchen wir Aggression. Was ist, wenn sich die Aggression aber nicht konstruktiv sondern (selbst)zerstörerisch ausdrückt? Ihr habt es selbst erlebt oder erfahren: Kinder beißen, hauen oder treten. Juul lädt uns dazu ein, aggressives Verhalten bei Kindern so zu verstehen: Hallo, existiert dort draußen jemand, der wünscht, meine Welt kennenzulernen und versuchen will, das Leben aus meiner Perspektive zu erfahren? Ich fühle mich in letzter Zeit nicht gut und kann alleine nicht herausfinden, was sich machen lässt. Kinder seien oft frustriert, wenn etwas nicht klappt und zeigen dies häufig durch aggressives Verhalten. Kinder wie Erwachsene würden sich im Moment der Aggression nicht wertvoll fühlen.

Ursachen für Aggression

Kinder fühlen sich dann nicht wertvoll, wenn sie:

  • ausgeschlossen werden.
  • wenn sie einen Wunsch haben, den keiner beachtet.
  • in Konflikten, wenn z. B. Geschwister den aufgebauten Turm zerstören.

ideas4parents-aggression-eltern-kind

Die Aggression der Eltern und Bezugspersonen

Bezugspersonen zeigen Aggression nicht nur körperlich, sondern auch mit lauter Stimme, mit Strafen oder als versteckte Wut hinter der Engelszunge. Jesper Juul nennt das die Gewalt der Freundlichkeit, da es menschenunmöglich ist, nur freundlich zu sein. Vielleicht habt ihr es selbst bei euch oder bei anderen erlebt: Wer ein hohes Ideal hat, immer freundlich zu seinen Kindern zu sein, scheitert an den aufgestauten Emotionen, bis er doch laut wird und sich am Ende schuldig und traurig fühlt. Oder Bezugspersonen wachsen in einem gewaltbereiten Umfeld auf und lernen leider, dass Konflikte mit Gewalt (dazu zählt auch eine Ohrfeige) zu lösen sind.

In 3 Schritten die Aggression bei Kindern begleiten

In Anlehnung an Jesper Juul könnte man einen Bruder, der seine Schwester schlägt, so begleiten:
1. Persönliche Grenze mit einer Ich-Botschaft ziehen: „Ich möchte, dass Du aufhörst, Deine Schwester zu hauen.“
2. Gefühl sehen: „Ich sehe, dass Du verärgert bist.“ (Wenn Nachfragen möglich ist: „Was hat dich denn so verärgert?“)
3. Lösung anbieten: „Ich zeige Dir, was Du tun kannst, wenn Du etwas nicht möchtest. Es kann eine Weile dauern, bis Du lernst, wie Du das machst und bis Deine Schwester Dich versteht“
Als erwachsene Vorbilder reagieren wir selbst nicht destruktiv aggressiv, sagen also nicht „Es ist böse, seine Schwester zu schlagen“, sondern ziehen eine eigene Grenze, fragen nach und bieten eine konstruktive Lösung an. Kinder werden so dazu ermuntert, selbst ihre persönliche Grenze zu setzen. Sie erfahren, dass sie „gesehen werden“, Fehler machen dürfen und lernen, sich in andere hinein zu versetzen.
ideas4parents-aggression-eltern-kind

Die Geduld mit der Aggression

Kinder zeigen oft, wie konstruktiv ihre Aggression sein kann: Sie bauen den Turm immer wieder auf, wenn er umfällt und sie stehen wieder auf, wenn sie beim Laufen lernen hinfallen. Die Tochter ruft „Mist“, wenn sie beim Balancieren herunterfällt und versucht es von neuem. Warum Kinder wie Dracula beißen, wie ein Lama spucken, wie Tiger kratzen, uns verbal tot schießen oder zuhauen und den verfolgen, der sich dem Schlag entzieht? Juul schlägt vor: „Kinder brauchen eine Kindheit experimentellen Lernens, destruktive Aggression zu kontrollieren und von konstruktiver zu unterscheiden… Es braucht eine Kindheit lang, um zu lernen, aggressive Gefühle zu integrieren und konstruktiv und kreativ zu nützen.“ Ich als Erwachsene wünsche mir die Geduld, der Tochter diese Zeit zu geben.

Merken

Bist Du noch Macke oder schon Talent? – Wie gehe ich mit den Macken meiner Kinder um?

Über Macken bei kleinen Kindern und deren Potential…

Haben eure Kinder auch so viele Macken wie meine? Mit ihren gerade mal 3 und 5 Jahren haben meine beiden Jungs, Blondschopf (5) und Blauauge (3), auf dem Gebiet ganz ordentlich was zu bieten. Da werden die Nerven der Eltern schon mal auf die Probe gestellt. Hier kommen meine Erfahrungen zu den Macken meiner Kinder und wie ich damit umgehe.
Nadine von „Zwischen Windeln und Wahnsinn“ hat zur Blogparade mit dem Motto #Kindermacken&Co aufgerufen und ich fühle mich daher eindeutig angesprochen!
Ideas4parentsBlogparadeKindermacken (1)
Als ich klein war pflegte meine Mutter oft zu mir zu sagen: „Mei, Du hast fei scho a soichane Suchten, Du!“ (Für die Hochdeutschen unter uns: „Du hast aber schon ganz schöne Macken, Du!“) Ich hab dann immer gelacht und meine Mutter hat dann nur noch den Kopf geschüttelt. Heute weiß ich, wie sich meine Mutter gefühlt haben muss. Jetzt, wo ich selbst Mama von zwei Jungs bin.
Und ich muss mich wirklich manchmal zusammenreißen. Einerseits gehen mir diese Marotten nämlich unheimlich auf den Geist. Aber als verständnisvolle Mutter nehme ich sie natürlich so hin wie sie sind, hoffend, dass es nur vorübergehende Phasen sind. Manche Macken sind ja auch niedlich und süß, beispielsweise das schnalzende Geräusch mit der Zunge, wenn meinem 3-Jährigen Sohn Blauauge ein Wort nicht einfällt. Aber manche Suchten – wie es meine Mama gerne ausgedrückt hat – sind einfach nur nervig und anstrengend. Daher dachte ich mir, vielleicht sollte man versuchen, diesen Macken mal etwas Gutes abzugewinnen und aus einer anderen Sicht betrachten. Vielleicht sind diese Macken ja sogar nützlich und ich verkenne sie nur! Es heißt ja, man soll sich nicht auf die Schwächen seiner Kinder konzentrieren, sondern sein Augenmerk auf die Stärken legen. Also die Talente seine Kinder fördern, sein Kind in seinen emotionalen und sozialen Kompetenzen stärken. Von der Macke zum Talent eben. 😉

Ideas4parentsBlogparadeKindermacken (1)
Miau miau… schnurr schnurr… miau miau… schnurr schnurr…

Meine Söhne haben – und da bin ich ganz stolze Mama – viele Macken, äh ´tschuldigung, Talente meine ich, wie z.B.:

  • immer dazwischen reden, wenn Mama telefoniert (beide)
  • praktisch immer ein „ge!?“ oder ein „oder?“ an das Ende seine Sätze zu hängen (der Große)
  • die Saftschorle nur mit Strohhalm trinken zu können (beide)
  • Die Zahnpasta immer erst von der Zahnbürste runter zu lutschen, bevor geputzt werden darf (der Kleine)
  • AC/DC zu singen (bevorzugt „You shook me all night long“), wenn er hinten auf dem Kinderfahrradsitz sitzt (der Kleine)
  • Ständig, immer und überall „warum?“ oder „wieso?“ zu fragen (der Große)
  • „Miau“ zu sagen, wenn er verkuschelt ist (der Kleine)
  • Immer seine kleine Batterie betriebene weiße Katze (siehe Foto) mit rosablinkender Leine mitnehmen zu müssen (schnurren und miauen kann die übrigens auch noch, die hat was drauf Leute!!); (der Kleine)
  • Die Kuscheltiere dürfen nicht am Kopf des Bettes liegen, nur am Fuß (der Kleine)
  • vom Schokoriegel erst die Schokohülle zu essen und dann das Knusprige (der Große)

Für was die oben aufgezählten Macken jetzt genau gut sein sollen, das weiß ich (noch) nicht, aber ich bin sicher, da steckt ein tieferer Sinn dahinter und wenn sie nur dafür da sind, uns Erwachsene zu erheitern und auf Trab zu halten, das ist auch eine erwähnenswerte Kompetenz! Aber auf zwei Macken meiner Kinder bin ich besonders stolz und die möchte ich Euch nun genauer erläutern:

Das Insekten-Alarmsystem

Mein kleiner 3jähriger Sohn Blauauge hat nämlich ein Insekten-Alarmsystem eingebaut. Auf ihn ist immer Verlass, er sieht Fliegen, Mücken, Bienen oder auch kleine Käferchen immer als Erstes und lässt dann seine Sirene ertönen: „IIIIh, eine Fliiiiiegeeee!!!!“ oder „Aaah, eine Biiiiiiene!!!“ Lustigerweise verwechselt er immer Biene und Fliege, hält also die Fliege für eine Biene und andersherum, was der Situation aber nichts an Dramatik nimmt. Sonst funktioniert die Alarmanlage aber phänomenal. Wirklich ein großes Talent! Mit dieser Gabe stehen ihm viele Türen offen.
Wer weiß, vielleicht kann er als Insekten-Frühwarnsystem mal in einer Konditorei mitarbeiten – da haben Insekten absolut keine Chance mehr! Oder auch in einem Restaurant als Koch oder Kellner – die Fliege in der Suppe würde bei ihm niemals so weit kommen! Aber auch als Herrenausstatter könnte er gute Chancen haben, er schlägt sofort Alarm bei unpassender Fliege! (Hahaha) Fest steht, mit diesem Talent ist er auf jeden Fall vielseitig einsetzbar! Und langweilig wird es uns mit dieser grandiosen Macke sicher auch nicht! 🙂

Der Metall-Aufspürer

Mein 5-jähriger Sohn Blondschopf hat auch einiges drauf, er kann nämlich Metall aufspüren. Und zwar so gut, dass ich ständig etwas Metallisches in seinen Jacken oder Hosentaschen finde, wenn ich sie waschen möchte oder auch nur vom Boden aufklaube. Sein neuestes Fundstück ist ein rostiger Nagel. „Mama, man braucht doch Nägel. Zum Hausbauen zum Beispiel!“ Wo er recht hat, hat er recht. Was er mit den zig rostigen und erdigen Kronkorken (siehe Foto) bauen will, erschließt sich mir jetzt nicht so schnell. „Oh Mann, Mama!! Die kann ich tauschen!“ „Achso! Und was bekommst Du dafür?“ „Na, andere Kronkorken!!“ Alles klar.
Ideas4parentsBlogparadeKindermacken (3)
Der Fehler, den ich jetzt als Mutter machen kann, ist der, mein Kind davon abzuhalten, eben bei jeder Gelegenheit mit bloßen Händen (tiefschwarze Fingernägel, die hartnäckig dreckig bleiben!) nach altem Metall wie verlorenen Schrauben oder weggeworfenen Kronkorken in der Erde zu graben. Denn im Grunde steckt ja etwas ganz anderes dahinter. Er sucht nach Wertvollem, eben einen Schatz, das große Geld! Und tatsächlich! Man muss nur lange genug ausharren können, und schon hat es sich gelohnt! Denn immerhin, er hat einen mindestens 1 Cent wertvollen Cent gefunden! (siehe Foto) Und vielleicht eine antike Löwenmünze. Oder doch nur ein alter Knopf? Alles Ansichtssache.
Ideas4parentsBlogparadeKindermacken (2)
Und dann meint Blondschopf noch glücklich: „Mama, wenn ich mal ganz ganz viel Geld finde, dann baue ich uns ein Haus! Mit Garten!“ Na, das ist ein Wort! 🙂 Da erscheinen die peinlichen Einlagen vor dem Supermarkt plötzlich in einem ganz anderen Licht, wenn er mit einem Stöckchen versucht, unter einem Schuhabstreifgitter eine 20 Cent-Münze herauszuholen und jedem eintretenden und herauskommenden Kunden den Weg versperrt. Dies werde ich demnächst mit engelsgleicher Geduld beobachten können und von unserem Haus mit Garten träumen. 😉
Wie soll man also am besten mit den Macken seines Kindes umgehen? Mein Tipp, einmal tief Luft holen und loslachen! Und dran denken, jede Macke ist Ausdruck der Persönlichkeit des Kindes und somit auch der Entwicklung des kleinen Wesens. Mit ständigen Wiederholungen lernt es sich selbst besser kennen, seine Talente und Fähigkeiten. Macken gehören nun mal dazu!
Mit dem Zitat von Wolfgang J.Reus und einem lieben Dank an Nadine für dieses wunderbare Blogparaden-Thema wünsche ich noch allen Müttern und Vätern viele erfrischend talentierte Macken und Marotten ihrer Kinder! Es lebe die Macke! 🙂
 

„Menschen sind wie die Äpfel im Supermarkt – Irgendeine Macke hat jeder.“

Wolfgang J. Reus (1959 – 2006), dt. Journalist, Satiriker, Aphoristiker und Lyriker