Eltern-Kind-Kommunikation – worauf kommt es langfristig an?

Unsere fiktive Mama Alexandra hat diese Kennzeichen einer gelungenen Eltern-Kind-Kommunikation herausgefunden:

  • klar
  • direkt
  • Nur so lange wie nötig, besser kürzer als länger
  • persönlich (Ich-Botschaften statt DU HAST…)
  • Im Prozess werden die Bedürfnisse aller Familienmitglieder gesehen, damit sie jetzt oder zu einem anderen Zeitpunkt erfüllt werden können. Nicht jeder Wunsch ist ein Bedürfnis 😉
  • Jeder fühlt sich zu seiner Familie zugehörig. Die Familienmitglieder behalten ein Gefühl von Unabhängigkeit und Freiheit. In jedem Gespräch haben Zugehörigkeit und Autonomie ihren Platz. Jeder braucht Freiheit und Verbindung gleichzeitig, wenn auch die Form der Verbindung und die Form der Freiheit unterschiedlich ist.

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Ein Beispiel aus der Freizeit für die unterschiedlichen Bedürfnisse von Freiheit und Verbindung innerhalb unserer fiktiven Familie:
Papa Michael braucht Zeit alleine, um ein Buch zu lesen, aber er hat auch Interesse, mit seiner Familie Zeit in der Natur zu verbringen.
Mama Mira macht Yoga in einem stillen Raum und im Anschluss möchte sie mit ihrer Familie Musik machen.
Tochter Mira malt in ihrem Zimmer und nach einer Weile möchte sie mit ihren Eltern spielen.
Der Faktor Zeit spielt natürlich auch noch eine Rolle. Wenn Papa Michael lesen will und Mira spielen will…

Langfristig kommt es Mama Alexandra in der Kommunikation darauf an:

  • Sie weiß, was sie wirklich braucht oder will (eigenes Bedürfnis erfüllen, ihrem Kind etwas zeigen, Kinder stark machen…) und vergisst dabei nicht, was ihr Kind wirklich braucht oder will (spielen, entdecken, ausprobieren, sich zeigen, Zeit mit Freunden, Zeit mit Eltern…)
  • Sie hört, was ihr Kind sagt und was es nicht sagt, was Worte, Körper, Mimik und Gestik verraten.
  • Ihr Kind hört auf seine innere Stimme (nur gehorchen zu lernen untergräbt die Echtheit eines Menschen).
  • Ihr Kind hört, was andere sagen (vorausgesetzt andere berücksichtigen im Gespräch das Timing und die Offenheit des Empfängers).
  • Es entdeckt seine Art, mit anderen zu kommunizieren.
  • Ihr Kind sieht seine eigenen Bedürfnisse und die der anderen.
  • Es findet einen Weg, sich mit anderen zu verbinden, ohne sich selbst dabei zu verlieren.

Kommunikation ist dazu da, dass sich Menschen miteinander verbinden können, weil sie gesehen werden, weil sie andere sehen und weil sie nach Gemeinsamkeiten suchen.

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