Kinderyoga mit Gila: Halloween inspired Yoga

 
Kinder haben Angst vor Spinnen, vor Gespenstern und vor Dunkelheit. Mit Halloween inspired Yoga finden wir heute einen Weg, der Angst mutig zu begegnen. Wie machen wir das? Erstens: mit einer Übung zur Körperwahrnehmung, zweitens: mit spielerischen Übungen und drittens mit einer ruhigen Atmung.

Viel Spaß 🙂

Kinderyoga mit Gila: Der Mondgruß

Dein Kind ist aufgeregt und kommt gar nicht zur Ruhe? Hat Energie für fünf Leute? Oder du als Mama oder als Papa sehnst dich nach Entspannung und Erholung? Bei ideas4parents machen wir heute den Mondgruß. Der Mondgruß beruhigt das Nervensystem und entspannt.

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Kinderyoga mit Gila: Der Hund

Wir machen heute Yoga! Und alle Kinder ab vier Jahren und natürlich auch die Erwachsenen können mitmachen. Yoga ist ein Weg, dem Leben gelassen und kraftvoll zu begegnen. Ein Teil dieser Methode sind die Asanas, die Körperhaltungen wie zum Beispiel der Hund. Und mit dem spielen wir heute!

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Bewegung macht glücklich! – Tipps für eine Fahrradtour an der Isar

Fahrrad fahren macht Spaß!

Kinder brauchen viel Bewegung und viel frische Luft. Und wie könnte man beides besser kombinieren als mit einer Fahrradtour? Fahrrad fahren ist gesund, denn es schult die Ausdauer, das Balancegefühl und die Koordinationsfähigkeit der Kinder. Außerdem verbessert es die motorischen und sensorischen Fähigkeiten. Und vor allem macht Fahrrad fahren einfach unglaublich viel Spaß. In München gibt es viele tolle Orte, die für eine Familien-Fahrradtour geeignet sind. Ganz besonders würde ich aber den Isar-Radweg empfehlen.

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Wo liegt der Isar-Radweg?

Der Isar-Radweg ist insgesamt circa 300 Kilometer lang und verläuft von der Landesgrenze bei Scharnitz entlang der Isar durch München, bis dorthin, wo die Isar schließlich in die Donau mündet. Für den Familienausflug wollen wir uns aber nur auf einen kleinen Teil der Strecke konzentrieren 🙂 Der Fahrradweg in München ist weitgehend flach und deshalb sehr gut für einen Familienausflug geeignet. Er verläuft meist flussnah, ist entweder gekiest oder asphaltiert und deshalb super befahrbar.

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Wo starten wir?

Gut starten kann man in Thalkirchen. Von der Thalkirchner Brücke aus geht es immer der Strömung entlang. Verfahren wird man sich so sicher nicht. Es geht Richtung Flaucher und durch die Frühlingsanlagen. Hier kann man die tolle Natur bestaunen. Man ist von viel Grün umgeben und hat dabei stets die Isar im Blick. Wenn die Kleinen eine Pause brauchen, kann man sich ganz gemütlich ans Ufer setzen, während die Kinder planschen gehen.

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Und weiter geht´s!

Weiter führt der Weg am Deutschen Museum vorbei. Es gibt viele Wegweiser, die einem anzeigen, wie weit das nächste Ziel entfernt ist. So hat man einen schönen Überblick und kann den nächsten Stopp gut timen. Das ist natürlich wichtig, wenn man mit Kindern unterwegs ist. Gerade wenn es warm ist, sind viele Pausen notwendig, um etwas zu trinken und sich ein bisschen auszuruhen. Es gibt viele Bänke, die zu einer kurzen Verschnaufpause einladen.

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Ziel erreicht!

Ein gutes Endziel für die Familienfahrradtour ist der englische Garten. Hier kann man die Tour gemütlich im Grünen ausklingen lassen. Vielleicht hat man eine Decke und ein paar Leckereien mitgebracht und macht ein kleines Picknick. Oder vielleicht haben die Kids immer noch Energie und Lust sich zu bewegen und wollen Federball oder Fußball spielen.

Wie auch immer man den Tag beendet, am Abend werden die Kleinen nach so viel Action und Bewegung ganz sicher schlafen, wie kleine Babys 🙂

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Unsere Lieblinge #10 – 5 einfache Bewegungsspiele für Zuhause

Habt ihr auch manchmal keine Lust rauszugehen und wollt dann einfach nur daheim versumpfen? Ab und zu hat doch jeder einen dieser Tage. Und da ist es ganz egal, ob es draußen regnet, schneit, oder die Sonne strahlt. Manchmal muss es einfach „Home, Sweet Home“ sein.

Und wer Kinder hat, dem wird Zuhause sowieso niemals langweilig. Kinder finden immer etwas zu tun. Da wird ganz einfach aus einem Besen ein Auto und aus einem Bett ein Höhle. Kinder machen einfach immer aus allem das Beste.

Trotzdem freuen sich die Kleinen, wenn auch die Eltern mal eine klasse Spieleidee vorschlagen. Deshalb haben wir heute für euch unsere 5 liebsten Spieleideen aus unseren Aktivitäten herausgesucht, mit denen ihr garantiert in Bewegung bleibt und nebenbei auch noch eure koordinativen Fähigkeiten schult. Alle Ideen findet ihr auch in unserer kostenlosen ideas4parents-App für iOS und Android.

Fahrzeugrennen

Fahrzeugrennen spielen ist super einfach! Man braucht dazu lediglich ein kleines Auto oder Fahrzeug, eine kleine Papprolle, eine 2m Schnur und Klebeband. Einfach ein Ende der Schnur unten an das Fahrzeug kleben, das andere Ende der Schnur an einer Papprolle befestigen, die Papprolle in die Hand nehmen und das Fahrzeug mit Abstand zur Rolle vor euch aufstellen. Durch das Halten und koordinative Drehen beider Hände wird die Schnur auf der Papprolle aufgefädelt und so das Fahrzeug bewegt. Gemeinsam könnt ihr dann auch super lustige Wettrennen machen!

Murmelbrücke

Auch die Murmelbrücke ist schnell gemacht und bringt jede Menge Spaß! Alles was ihr dazu braucht sind ein Schuhkarton und ein paar Murmeln. Schneidet einfach 4-5 Tore mit unterschiedlichen Größen aus einem Schuhkarton heraus und beschriftet die Tore mit Punkten. Über das kleinste Tor schreibt ihr die höchste Punktzahl und nummeriert absteigend bis zum größten Tor. Dann zielt ihr mit den Murmeln von einer Startlinie aus auf die Tore. Ältere Kinder mit Spaß an Zahlen können ihre erzielten Tore auch aufschreiben und vielleicht dann sogar zusammenrechnen. So entsteht ein kleiner Wettbewerb.

Pustespiel

Beim Pustespiel weht der Wind ganz ordentlich! In der Mitte eines kleinen Tisches wird ein Wattebausch gelegt und die Kinder müssen die Watte über den Tisch pusten. Auch daraus kann man schön einen kleinen Wettbewerb machen. Zwei Kinder sitzen sich dabei gegenüber und versuchen gleichzeitig, die Watte über den Tisch auf den Boden des Gegenübers zu pusten. Fortgeschrittene Puster können die Watte auch von einer Startlinie bis zu einer Ziellinie pusten. Wer zu wenig oder zu viel gepustet hat, legt die Watte noch einmal an die Startlinie. Wer mehr Action mag pustet die Watte von einem Zimmer zum nächsten. Da kommt ordentlich Bewegung ins Spiel!

Zeitungshaus bauen

Häuser und höhlen lassen sich nicht nur aus Betten und Decken bauen, auch Zeitungen sind bestens dafür geeignet! Dazu einfach aus ein paar großen Zeitungsbögen ein „Haus“ um einen Tisch herum kleben. Und schon verwandelt sich der Tisch in ein Zelt vom Sommerurlaub, eine Bärenhöhle, ein Rückzugsort oder eine Garage für das Bobbycar. Aber mit Zeitungen lässt sich noch viel mehr machen! Zwischen zwei Türpfosten kann zum Beispiel eine Zeitungsmauer geklebt werden – zum durchfahren, darüber klettern, zum Zeitungsbälle darüber werfen oder zum sich unten durch rollen lassen…  Unter Zeitungsbögen kann man sich außerdem wunderbar verstecken. Auch eine Papierballschlacht macht Spaß. Was fällt euch noch ein?

Luftballon Spiele

Mit Luftballons kann man ja soooo viel Tolles machen. Wie wäre es mit einem  Kreisspiel? Dabei spielt ihr euch einfach den aufgeblasenen Luftballon zu, ohne dass der Ball den Boden berührt. Habt ihr Lust auf Luftballonlaufen? Dazu füllt ihr einen Esslöffel Sand oder Linsen in einen Ballon und bläst ihn dann so groß wie eine Orange auf. Dann versucht ihr, von einem Start bis zu einem Ziel den Ballon auf einem Esslöffel zu transportieren. Kennt ihr schon den Zauberballon? Hier wird der aufgeblasene Luftballon an einem Pulli gerieben. Durch die elektrostatische Anziehungskraft kann der Ballon an der Decke oder an der Wand „hängen“, oder die Haare zu Berge stehen lassen. Auch Ballonpinguin macht super viel Spaß! Klemmt den Ballon zwischen eure Knie und watschelt drauf los.  Sicher fällt euren Kindern noch viel, viel mehr ein.

Was für Spiele spielt ihr Zuhause? Habt ihr noch Tipps, die ihr hinzufügen wollt? Wir freuen uns auf eure Kommentare 🙂

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Sprungspaß für kleine Hüpfmäuse im Trampolinpark AirHop in München

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Manchmal schaut ihr euch sicher eure Kinder an und denkt euch: Man, diese Energie hätte ich auch gerne! Die Kleinen hüpfen, springen, tanzen, klettern und toben und werden dabei kaum müde. Und das ist schön, denn Kinder brauchen viel Bewegung, um zu wachsen und sich zu entwickeln. Deshalb sollte man den Bewegungsdrang der Kleinen auch immer unterstützen, wo man nur kann.

Eine gute Gelegenheit dazu findet man im Trampolinpark AirHop in München. Er wurde erst im Sommer diesen Jahres eröffnet und ist noch brandneu! Hier gibt es so einiges, was Kinderherzen höher schlagen lässt. Es ist ein wahres Hüpfparadies und zum Austoben perfekt!

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Der Hüpfspaß kann beginnen!

Das XXL Trampolinfeld ist die größte Sprungfläche Deutschlands! Hier geht es hoch hinaus, von Feld zu Feld. Je mehr mitspringen, desto lustiger wird es! Vielleicht wollen ja auch die Erwachsenen mitmachen? Wer ein bisschen mehr Spiel will, der kann zum Dodgeball Feld wechseln. Hier gilt es die Reaktionsfähigkeit unter Beweis zu stellen. Es spielen zwei Mannschaften gegeneinander, Schaumstoffbälle werden geworfen und dein Ziel ist: Schieße die anderen ab und weiche ihren Bällen dabei aus! Ein super Spiel, bei dem die ganze Familie mitmachen kann.

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Auch beim Basketball Slam Dunk kann man sein Können zeigen. Hier macht Basketball spielen jedem Spaß, denn durch die Trampoline kann man so hoch springen, wie echte Basketballprofis! Beim „Wipe-out“ wird es richtig lustig. Hier muss man sich ducken, ausweichen, oder hoch springen, um nicht umgeworfen zu werden. Wer hält sich am Längsten auf den Beinen?

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Aber das war noch lange nicht alles. Wenn ihr Lust auf ein richtiges Duell habt, dann ist der Battle Beam genau das Richtige für euch. Hier kämpft man mit Schaumstoffschlägern auf einem Balken gegeneinander. Wer zuerst runter fällt, der hat verloren! Na, wer traut sich? Wer es etwas ruhiger mag, der findet seinen Spaß in der Schaumstoffgrube.

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Ausgepowert? Gönnt euch eine kleine Stärkung!

Nach so viel Action brauchen dann auch die Kleinen doch mal eine Pause. Diese kann man gemütlich im AirHop Café verbringen. Hier gibt es alles, was die Trampolin-Kids jetzt brauchen. Eine große Auswahl an Erfrischungsgetränken, Tee und kleine Snacks. Für die Erwachsenen gibt es leckere Kaffeespezialitäten. Hier kann man sich ein bisschen ausruhen und anderen beim Springen zuschauen. Wenn die Eltern eine etwas längere Pause brauchen, haben sie von hier aus ihre Kinder trotzdem immer im Blick.

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Das alles hört sich doch nach einem super Tag an, findet ihr nicht? Springen darf man im AirHop bereits ab fünf Jahren. Natürlich muss ein Erziehungsberechtigter zur Aufsicht dabei sein, aber auch Erwachsenen macht Trampolin hüpfen Spaß und die Kleinen freuen sich umso mehr, wenn ihre Eltern mitmachen.

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Wenn ihr jetzt so richtig Lust auf einen tollen Hüpfausflug bekommen habt, dann bucht doch online, damit ihr vor Ort nicht lange warten müsst, sondern gleich euren Sprungspaß erleben dürft. Am besten ist es, wenn ihr bereits 30 Minuten vor der gebuchten Zeit da seid, so verpasst ihr garantiert keine Sekunde! Buchen könnt ihr hier. Auch Geburtstagspartys kann man im Trampolinpark übrigens super feiern!

Wir wünschen euch einen sprungtastischen Tag und nicht vergessen: Zusammen macht alles noch viel, viel mehr Spaß!

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Spannende Bewegungsspiele auf dem Abenteuerspielplatz

Mitten in der Stadt aufzuwachsen und trotzdem einen großen Park direkt vor der Haustüre zu haben ist schon etwas tolles. Da ist es dann auch gar nicht schlimm, wenn man selber keinen Garten hat, denn so ein Park hat doch noch so viel mehr zu bieten. Auslauf hat man hier auf jeden Fall genug und deshalb konnte ich dort als Kind meinen natürlichen und gesunden Bewegungsdrang gut stillen. Ein toller Ort für spannende Bewegungsspiele war damals, und ist auch heute noch, der Abenteuerspielplatz an der Heiterwanger Straße.

Für mich war das damals der spannendste Spielplatz überhaupt! Hier kann man klettern, laufen, rutschen, springen, balancieren, Staudämme bauen, sich verstecken und im Sommer sogar im Wasser planschen. Ein echtes Paradies für Kinder, denn jedes Kind sehnt sich von Natur aus nach Bewegung.

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Bewegung ohne Grenzen!

Das besondere Highlight ist der riesige Kletterturm, der im Sommer von Wasser umgeben ist. Hat man es bis ganz oben geschafft, kann man sich auf eine aufregende Rutschpartie in der Röhrenrutsche freuen. Wenn die Eltern unten auf einen warten, ist es sogar noch lustiger.

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Klettern macht Spaß!

Auch toll sind die vielen kleinen Kletterwände, an denen man spielerisch die Feinmotorik fördern kann. Leider ist nur noch an einer ein Seil, an welchem man sich hoch hangeln kann, aber gerade die Herausforderung ohne Seil hoch zu kommen, hat mir als Kind einen Riesenspaß gemacht. Auch die Klettersäulen sind super!

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Natur pur!

Der Spielplatz ist sehr groß und von viel Grün umgeben, weshalb man hier toll verstecken spielen kann. Auch Indianer spielen hat mir hier immer viel Spaß gemacht.

Außerdem gibt es ein Klettergerüst, Klettersäulen, Schaukeln, Wippen, Balanciergeräte, ein Labyrinth aus Büschen und Holzhäuschen.

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Abenteuer und Erholung an einem Ort!

Für die Eltern gibt es genug Bänke und wenn man nach dem herum-tollen hungrig ist, kann man sich direkt neben dem Spielplatz in dem dazugehörigen Biergarten stärken.

Und dann kann´s auch schon wieder weitergehen 🙂

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Den Abenteuer- und Wasserspielplatz findet ihr hier:

Westpark Ost

Heiterwanger Straße

81373 München

Sendling – Westpark

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Meine 3 Dont's and Do's für freies Malen bei Kindern

Freies Malen bei Kindern – was können wir als Eltern bereit stellen, damit Kinder die Gelegenheit, aber nicht den Zwang haben, zu malen? Als Kind habe ich, soweit ich mich erinnern kann, nicht besonders gern Picasso gespielt. Erst in meiner späten Jugend habe ich schwarze Naturbilder und bunte Städte gemalt und mit Ölfarben und Zeichenkohle experimentiert.
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Wie können Kinder selbst das Malen für sich entdecken oder es auch früher oder später sein lassen, je nach ihrer Neigung? Gestaltest Du gern mit Kindern oder ist das für Dich eine Pflichtübung?

Malentwicklung ab 0 Jahren

Zuerst ein stark vereinfachter Streifzug durch die Malentwicklung von Kindern: Kinder beginnen mit dem Spurschmieren im Sand, im Schnee, im Essen und in der Erde. Je nachdem, wie schmutzig oder auch klebrig die Materialien sind, kostet es uns Erwachsene manchmal Überwindung dieses Schmieren zuzulassen.
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Mit Sprühsahne oder Rasierschaum (Achtung orale Phase: möglichst nicht schlucken) auf einer vorbereiteten abwischbaren Unterlage können Kinder drinnen in einem begrenzten Rahmen matschen. Draußen sind Experimente mit Wasser und Sand bzw. Wasser und Erde beliebt.
Bis ca. 3 Jahre kritzeln Kinder mit Strichen, Kreis- und Spiralformen. In einem Zeitraum von 3 bis 5 Jahren entsteht der Kopffüssler, ein Kreis mit Fühlern. Zunehmend werden mehr Details gezeichnet, Szenen und Geschichten folgen. Die Röntgenbilder lassen zum Beispiel einen Blick in das Innere eines Koffers zu. Vielleicht kennt ihr auch die Wimmelbücher, die das Innenleben eines Hauses zeigen. Statt richtigen Größenverhältnissen bilden Kinder ihre innere Realität ab. In einem Zeitraum von 8-12 Jahren werden die Größenverhältnisse realistischer, ab ca. 10 Jahren taucht die dritte räumliche Dimension in den Bildern auf. Die Angaben der Phasen sind Richtwerte. Wer Kinder hat weiß: Phasen sind zum Verweilen oder auch zum Überspringen da.

Beim Malen den Körper erfahren

Zunächst brauchen Kinder keine besonderen Techniken, sondern die Möglichkeit, selbst Erfahrungen zu machen, mit Fingerfarben oder Stiften, die entsprechend ihrer Motorik gut in der Hand liegen. Kinder beginnen mit dem sogenannten Faustgriff zu malen, mit etwa 4-4,5 Jahren entwickeln sie den Dreipunktgriff. Dicke Stifte oder Wachsmalblöcke eignen sich gut für den Faustgriff. Wer keine dicken Stifte hat, kann sie mit einer Schaumstoffisolierung verdicken. Wenn Kinder mit dem Malen beginnen, geht es auch oft um die Körperbewegungen, die sie erleben, im Handgelenk oder im Ellbogen- und Schultergelenk. Wie viel Förderung beim Malen ist eigentlich nötig? Oder was stellen wir als Eltern zur Verfügung, damit sich unser Kind selbst fördern kann?
Dies führt uns zu meinen Do’s und Dont’s beim Malen mit Kindern.

Meine Dont’s beim freien Malen mit Kindern (selbst getan oder bei anderen erlebt)

1. Don’t: Ergebnis loben

„Das sieht toll aus“ und „das kannst Du gut“. Bestimmt lobe ich auch mal so, lobe aber lieber, wenn ein Kind etwas ausdauernd versucht, obwohl es schwierig ist. Warum? Ich wünsche mir, dass mein Kind auch unabhängig von Lob und Belohnung handeln kann. Kinder, die es gewohnt sind, gelobt zu werden, fragen „Ist das schön?“ Ich frage gern zurück „gefällt es Dir?“ oder ich lobe den Prozess „Das hat Dir Spaß gemacht.“

2. Don’t: Zuviel Worte sagen

Pst. Natürlich habe ich mich auch schon unterhalten, während mein Kind malt, aber es entsteht eine besondere Atmosphäre, wenn dazu nicht gesprochen wird. Später, wenn Kinder Szenen und Geschichten malen, reden Kinder oft selbst, aber auch hier halte ich mich als Erwachsener mit eigenen Worten lieber zurück.

3. Don’t: Bild interpretieren

Ist ein Kind zurückhaltend und verschlossen, weil es keine Tür in ein Haus einzeichnet? Auf Nachfrage, warum das Haus keine Tür hat, haben Kinder oft eine einfache Antwort für die Psychologen unter uns: „Die Tür ist auf der anderen Seite vom Haus, deswegen sieht man sie nicht.“ oder „warte, die male ich noch.“
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Meine Do’s beim Malen mit Kindern

1. Do: Geeignetes Material zur Verfügung stellen

Fingerfarben oder dicke Stifte, wie Wachsmalblöcke mit Papier anbieten. Dünne Stifte, die bereits viel Kraft erfordern, eignen sich vielleicht noch nicht. Wer Lust auf mehr Gestaltung hat, kann Straßenkreiden, Window Colours, Schwämme, Pinsel und Pipetten bereitstellen. Kinder können mit verschiedenen Maltechniken, wie „nass in nass“, mit Wachs oder mit Zuckerkreide experimentieren. Manchmal geht es mehr um die Bewegung von Handgelenk, Ellbogen und Schulter als um das Malen selbst. Also fangen wir doch einfach mit wenig Material an.

2. Do: Fragen zum richtigen Zeitpunkt

Kinder, die bereits Gegenstände und Geschichten malen, sprechen auch mal gern über ihre Bilder. Fragen nach dem Malen stellen, nicht während des Malens. Die Fragen sind offen und ohne Vorinterpretation, z.B. wie geht es Dir auf dem Bild?

3. Do: Her mit den schwarzen und dunklen Stiften

„Das ist aber düster“ sagte eine Erwachsene zu einem Kind, das sich für die Farbe schwarz entschieden hatte. Warum müssen Kinderbilder immer bunt sein? Ist die Trauerfarbe ein Tabu? Dementsprechend könnten andere Kulturen kein weißes Papier verwenden, weil dort weiß als Trauerfarbe gilt. Toto hat vor kurzem mit schwarzer Zeichenkohle gemalt und dazu gesagt: „ui, das ist schön“. Ich habe in diesem Moment nicht nachgefragt, was ihr daran so gut gefällt, weil sie so vertieft war und ich den Malprozess einfach nur miterleben wollte.
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Authentizität

Müssen Eltern mit ihren Kindern malen? Mal Unlust seinen Kindern mitzuteilen ist nur echt. Eltern müssen nicht malen, wenn sie mit Stift und Papier ein Angebot für die Kinder machen. Dennoch, wer sich als Erwachsener hin und wieder von der Begeisterung der Kinder anstecken lässt, verabschiedet sich für einen Moment von alten Glaubenssätzen, wie „Malen hat mir nie gefallen“ und entdeckt vielleicht das Experimentieren mit Farbe noch einmal neu, wie beim Zauber eines Neubeginns.
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