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In herausfordernden Situationen auf Kinder zunächst nicht zu reagieren, erscheint manchmal unmöglich. Haben wir bei Stress nicht alle unsere Verhaltensmuster, die anspringen? Wir reagieren laut, beschweren uns, laufen davon oder ziehen uns innerlich zurück.

Tochter Mira schreit: „Du bist die blödste Mama!“ mit der schrillsten und erschreckendsten Stimme, die Mama Alexandra jemals von ihr gehört hat. Natürlich weiß Alexandra, dass Mira sehr wütend ist und dass sie es nicht persönlich nehmen muss, dennoch trifft es sie.

„Ich will das viel lieber mit Papa“, sagt meine Tochter zu mir. Auch wenn ich darüber stehen möchte, trifft es mich doch und ich ziehe mich zurück.

Eine Freundin bittet ihren Sohn, etwas zu tun, weil sie schon spät dran ist, aber ihr Sohn verweigert sich. Die Freundin schreit ihn an.

Gewohnte Reaktionen bei Stress

Was haben diese Reaktionen gemeinsam? Sie entfernen uns von anderen und davon, den Moment direkt zu erleben, so emotional er auch ist. Nach unserer Reaktion halten sich Kinder dann die Ohren zu, drehen den Kopf weg, reagieren gar nicht oder rennen weg.

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Vor kurzem habe ich verletzt reagiert und mich zurückgezogen. Ich hätte mich auch verteidigen können oder einfach nur wütend reagieren können. Als Mama oder als Papa haben wir mehrere gewohnte Reaktionen in unserem System. Wir verschließen uns oder sind sehr verärgert, wenn wir verletzt sind. Das Traurige daran ist, dass ich die Welt in solchen Momenten vor allem aus meiner Perspektive sehe und die Welt des anderen vielleicht nur noch verschwommen wahrnehme.

Um den Moment nicht zu intensiv zu erleben, höre ich vielleicht Musik an oder lenke mich ab. Ich fahre die Außenwelt herunter, versinke in meiner Welt und selbst das nur sehr oberflächlich, in Form von gewohnten Reaktionen.

Da war ein Stechen im Herz. Aber die Reaktion ist in den Vordergrund gerückt. Das Stechen steht im Hintergrund, und ich fühle es nicht mehr. Stattdessen ziehe ich mich zurück und lasse keinen an mich heran.

Was passiert, wenn ich bei Stress nicht sofort reagiere

Wie wäre es, ich würde beim nächsten Mal nicht sofort reagieren? Ich würde das Stechen im Herzen spüren und den Drang zu reagieren, wahrnehmen. Danach würde ich zunächst nichts tun. Auch wenn ich immer noch reagieren will, wäre ich offen und aufmerksam. Ich könnte neugierig sein, was ich erlebe, statt davon zu laufen, tatsächlich oder innerlich. Trotz Angst vor dem intensiven Stechen reagiere ich nicht sofort. Langsam wird mein Herz wieder weit. Die Situation hätte mich fast wieder automatisch reagieren lassen. Jetzt kann ich die Situation gestalten statt sofort zu reagieren. Ein Gefühl von Freiheit und Leichtigkeit breitet sich aus.

 

 

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Gila ist die Frau von Andi, Ergotherapeutin, Mutter einer tollen Tochter (Toto), mit der sie die Welt mit allen Sinnen neu entdeckt.
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Author: ideas4parents - Gila

Gila ist die Frau von Andi, Ergotherapeutin, Mutter einer tollen Tochter (Toto), mit der sie die Welt mit allen Sinnen neu entdeckt.

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