14 (Spiel-) Tipps für Eltern mit Babys im 11. Monat

 

Hinfallen und sich anstoßen gehört dazu, wenn man sich hochzieht und sich fortbewegt. Geheimwaffen, wie pusten und kleine Lieder wirken Wunder. Kinder wollen oft mitarbeiten und dabei sein. Das merken wir, wenn sie uns beim anziehen die Arme entgegen strecken. Das tröstet uns in Momenten, in denen Kinder mal keine Lust haben oder das Kooperationskonto des Tages einfach aufgebraucht ist.

Sie wollen einfach am liebsten spielen. Hier lest ihr vierzehn (Spiel-) Tipps im 11. Monat:

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Hände

Tipp #1: Essen

Legt Mosaike, Tiere oder Gesichter aus gewürfeltem Essen; Dein Baby möchte die Würfel essen oder untersuchen; Tomaten und Trauben bitte halbieren, weil diese sonst leichter verschluckt werden

Tipp #2: Wiederholung

Das kennst Du vom 10.Monat. Lasst eine Kastanie durch eine Papprolle rollen und beobachtet zusammen, wie weit die Kastanie rollt und in welchem Winkel ihr die Papprolle hält

Tipp #3: Holzpuzzle mit Knöpfen

Das ist ein absolutes Lieblingspuzzle bei uns geworden. Knöpfe greifen und in ausgestanzte Holzflächen einpuzzlen

Tipp #4: Wassermaler

Ein Glas mit Wasser füllen und über Garten- oder Balkonmöbel spritzen, streichen und pinseln. Alternativ kann man auch Steine mit Wasser „bemalen“

Tipp #5: Strand zuhause

Spielsand im Garten oder auf  dem Balkon aufstellen. Mutige spielen damit zuhause und legen Zeitungspapier darunter. An sich eine tolle Idee. Wir haben den Sand auf dem Spielplatz oder mal am Strand genutzt. Aber zuhause ist es sicher auch schön, Sand durch die Finger rieseln zu lassen, zu matschen und zu bauen.

Tipp #6: Laut sein

Auf einer Holzhammerbank können sich die Kleinen austoben. Unsere ruhige Tochter schrie später manchmal: „Laut, ich bin ganz laut“ und freute sich dabei.

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Körper

Tipp #7: Klettern

Bevor Babys laufen lernen, können sie klettern. Einen Kissenberg bauen oder andere Erhöhungen. Unsere Tochter mochte gern eine weiche Treppe – zwei Matratzen mit unterschiedlicher Größe übereinander legen und sich etwas auf dem Gipfel abholen.

Tipp #8: Wacklige Unterlage

Sich über einer weichen nachgiebigen Matratze fortbewegen oder einer Luftmatratze. Schaut mal, welche Schätze ihr im Keller habt.

Tipp #9: Schieben und Drücken

Leere und volle Kartons laden zum wegschieben ein. Wegwerfmaterial und Materialien aus dem Alltag waren bei uns immer wieder ganz beliebtes Spielzeug.

Sprache

Tipp #10: Eltern erzählen

An manchen Tagen haben wir viel gesprochen, weil unsere Tochter scheinbar so gern zugehört hat. Wir haben erzählt, was wir gerade selbstverständlich tun oder was wir bald tun. So eine Vorhersehbarkeit und ein Rhytmus kann erden, wenn die Tage auch mal bunt, laut und chaotisch sind, wie die Welt eben sein kann.

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Bunter Mix

Tipp #11: Musik liegt in der Luft

Tamburin, Rasseln, Klangstäbe, Glöckchen, Frosch und Regenmacher – Instrumenten lauschen und selber damit experimentieren. Musikgarten mit Kindergruppe und festem Programm hat uns sehr gut gefallen, Und zuhause haben wir mit freiem Programm viel selber experimentiert. Wir sind auch oft zur Musik durch die Wohnung getanzt und haben zur Musik den Rhytmus getrommelt.

Tipp #12: Zum Spaß tauschen

Im Spiel kann man Tauschen mit einem anderen Baby anbieten. Am besten zusammen mit einem Erwachsenen. Tauschen und Teilen wird erst später gelernt und wenn den Kleinen etwas sehr wichtig ist, müssen wir es Ihnen nicht aus der Hand nehmen. Vorausgesetzt sie haben es nicht jemandem weggenommen. Später kann man die Kinder fragen, ob sie etwas ausleihen oder teilen mögen. Schließlich teilen und tauschen wir Erwachsenen auch nicht alles mit jedem.

Tipp #13: Aufräumen und Sortieren

Wir lernen von unserer Tochter Ordnung. Kleine Aufgaben, wie „die Steine in die Schachtel“ können den Kleinen Spaß machen.

Tipp #14: Nachahmen

Wir sind uns der Vorbildfunktion natürlich nicht immer bewusst, aber was wir machen, machen die Kleinen auch oft irgendwann. Aufräumen, wischen…Musik an und los geht`s.

Wie verbringt ihr die Zeit im 11. Monat?

 Weitere (Spiel-) Tipps:

15 (Spiel-) Tipps für frischgebackene Eltern mit Baby im 1. Monat
15 (Spiel-) Tipps für Eltern mit Baby im 2. Monat
15 (Spiel-) Tipps für Eltern mit Babys im 3. Monat
23 (Spiel-) Tipps für Eltern mit Babys im 4. Monat
16 (Spiel-) Tipps für Eltern mit Babys im 5. Monat
12 (Spiel-) Tipps für Eltern mit Babys im 6. Monat
9 (Spiel-) Tipps für Eltern mit Babys im 7. Monat
15 (Spiel-) Tipps für Eltern mit Babys im 8. Monat
20 (Spiel-) Tipps für Eltern mit Babys im 9. Monat
18 (Spiel-) Tipps für Eltern mit Babys im 10. Monat
14 (Spiel-) Tipps für Eltern mit Babys im 11. Monat
14 (Spiel-) Tipps für Eltern mit Babys im 11. Monat

20 (Spiel-) Tipps für Eltern mit Babys im 9. Monat

 

Deinem Baby wird langsam klar, dass etwas, was es gerade nicht sieht, trotzdem da sein kann. Die Fortbewegung ist individuell: vorwärts oder rückwärts robben, auf dem Po rutschen oder sogar krabbeln. Und irgendwann zieht sich euer Baby an eurem Bein hoch. Macht es schon Spaß, alles fallen zu lassen und die Schwerkraft zu entdecken? Unsere (Spiel-) Tipps sind gesammelte Ideen. Wählt aus, was zu euch und zu eurem Baby passt.

Hier lest ihr zwanzig (Spiel-) Tipps im 9.Monat:

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Hände

Tipp #1: Ab in die Muffinsform

Ein Ball, eine große Muschel, ein Stein und was nicht verschluckt werden kann, in die Mulden legen. Alternativ könnt ihr eine Luftmatratze mit Mulden aufblasen und kleine Schätze hineinlegen. Später kann man auch von einem Gegenstand mehrere nehmen und sortieren.

Tipp #2: Feine Motorik

Eine Klebefolie mit der Klebeseite nach oben auf den Boden gut festkleben. Spielsachen oder Gegenstände auf die Folie kleben und damit experimentieren lassen. Zu gut sollte das Klebeband nicht kleben, damit man die Dinge auch abziehen kann. Dabei sein! Die Folie soll nicht im Mund landen.

Tipp #3: Verbuddeln

Im Sand lassen sich Schätze verbuddeln und mit Hilfe wieder ausgraben.

Tipp #4: Ausräumen

Eine Sockenschublade war bei uns sehr beliebt. Auf dem Boden hatten wir nach dem Ausräumen ein kleines Sockenmeer. Einräumen kann auch beliebt sein. Später wurden aus den Socken Bälle und an der Schublade konnte man sich schön hochziehen.

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Körper

Tipp #5: Parcours für die Krabbler

Wenn ihr schon einen Krabbler oder eine Krabblerin zuhause habt, baut einen kleinen Tunnelparcours, z.B. Schachtel mit zwei Öffnungen auf beiden Seiten, mit Bodenkissen oder mit anderen Erhöhungen. Krabbeln hat unsere Tochter später für sich entdeckt.

Tipp #6: Beintunnel

Für Energiebündel macht ihr mit den Beinen eine Grätsche bzw. ein Tunnel und lasst euer Kind hindurch robben oder hilft ihm hindurch zu kommen. Unsere Tochter hat dieser Art von Spielen vor allem zugeschaut. Interessant ist, dass allein beim zuschauen Bereiche im Gehirn angesprochen werden, die auch beim Ausführen der Bewegung aktiv sind. In Gruppen wurde beobachtet, zuhause vielleicht damit experimentiert.

Tipp #7: Hochziehen

Ein tolles Spiel. Sollte sich euer Kind hochziehen wollen, der Couchtisch, ein kleiner  Tisch oder Stuhl – vieles bietet sich an, um sich hochzuziehen. Schaut euch mal um, ob eure Wohnung dazu einlädt. Vielleicht mag euer Baby in den nächsten Monaten auch seitlich an den Möbeln entlang laufen. Geht das in eurer Wohnung?

Tipp #8: Riesenschachtel

Unter Aufsicht lasst ihr euer Baby mit einem großen Karton spielen.Legt vielleicht eine Decke hinein. Helft beim Bedarf von oben hinein zu kommen oder dreht den großen Karton so, dass man seitlich hinein rollen, robben, rutschen oder gelegt werden kann. Da der Karton kippen kann, bitte dabei bleiben. Oder ihr verwendet einen Deckel einer Bananenschachtel und spielt, dass der Kopf durch die Öffnung schaut.

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Bunter Mix

Tipp #9: Fallen und Hochfliegen

Sollten schon Gegenstände, die fallen dürfen, auf dem Boden landen und ihr die Geduld aufbringen könnt: Hebt sie wieder auf. Es ist ein Riesenspaß für die Kleinen. War bei unserer Tochter so und ich beobachte es auch bei anderen Babys.

Tipp #10: Zeig uns Deine Welt

Eure Schätze können toll mit ihren Gesichtsausdrücken spielen und ihr wisst dann, was sie gerne mögen und was nicht.

Tipp #11: Wasserspiele

Für Wasserratten spritzt ihr Wasser auf Körperteile, ohne sie zu benennen. Als sinnliche Erfahrung. Zum lernen kann man dann auch noch die Körperteile nennnen: Eine Dusche auf die Beine usw. Natürlich nur, wenn es gefällt. Kopf, Gesicht und Ohren sind bei diesem Spritzspiel zunächst tabu.

Tipp #12: Höhle oder Zelt bauen

Decken über den Tisch als Höhle oder Tuch über drei Stühle. Eine Taschenlampe mitnehmen und vorlesen. Oder dem Lichterspiel zusehen. Wie immer gilt als Eltern, flexibel zu planen. Babys und Kinder interessiert oft etwas völlig anderes als wir es uns ausgemalt haben.

Tipp #13: Alles meins

Eine Küchenschublade mit unzerbrechlichen Sachen einräumen. Euer Baby freut sich, weil sein Entdeckerdrang ernst genommen wird und ihr euch, weil außer Unordnung nicht viel passieren kann. Im Wohnzimmer können ein bis mehrere Regalfächer zum entdecken einladen.

Unser Wohnzimmer wurde immer mehr Spielzimmer, weil wir da noch kein Kinderzimmer hatten. Da muss jeder für sich entscheiden, wieviel Spielen im Wohnzimmer in Ordnung ist. Wenn ihr noch nicht dazu gekommen seid, stellt Putzmittel, Medikamente oder Dinge, die nicht erreicht werden sollten, hoch.

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Tipp #14: Musik und Rhytmus

Lieder, Reime, Kniereiter, eigene Musik – wie reagiert euer Kind auf die Musik? Musik lässt sich einsetzen zur Anregung, Beruhigung, beim Spielen – manchmal ist Ruhe allerdings die erste Wahl. Unsere Tochter mag Musik gern, aber nicht als Dauerschleife

Tipp #15: Dinge des täglichen Lebens

Eine weiche Bürste, eine Zahnbürste zum lernen, ein Waschlappen, ein Handspiegel – alles ist ein Spiel.

Tipp #16: Knöpfe zum drücken und mehr

Ob ihr ein Spielzeug mit Knöpfen zum drücken anbietet oder gemeinsam einen Lichtschalter entdeckt. Was passiert, wenn ich…bleibt lange spannend.

Tipp #17: Wasserexperimente

Eine kleine Schüssel mit warmen und eine mit kaltem Wasser bereit stellen. Sich aufs Spritzen und Plantschen einstellen. Geht natürlich auch beim baden.

Tipp #18: Fühlen

Oberflächen fühlen sich alle anders an: rauh, glatt, weich, kalt, warm, weich. Wer einen herausfordernden Tag hat, kann gemeinsam mit seinem Baby Oberflächen erkunden. Mit Sinnen wahrnehmen ist wie Leben im Moment.

Tipp #19: Transport

Ein Spielzeuglastwagen ist für jedes Geschlecht spannend. Man kann etwas transportieren, er rollt durch die Wohnung, später kann man im Stehen schieben oder ziehen und Baustelle spielen. Meine Tochter fand Baustellen immer laut, bis sie eines Tages zum „gelben Bagger“ wollte, der das Haus abreißt. Da haben wir Nachmittage in Folge vor der Baustelle verbracht.

Tipp #20: Kommunikation

Natürlich muss keiner alles kommentieren. Aber es gibt Situationen, da macht es Sinn, Abläufe zu beschreiben, wie z.B. beim wickeln. Wir hatten zwar keine absoulte Anziehroutine mit immer gleicher Beschreibung, weil wir Eltern jeder auf seine Art angezogen haben. Zumindest hat jeder von uns auf seine Art und Weise immer ähnlich angezogen. Wiederholungen, gleiche Abläufe und Rhytmus können Babys helfen, sich in der aufregenden Welt sicher zu fühlen und zu entspannen.

Bei allen Anregungen gilt für uns Eltern wie immer: zuerst beobachten, was unser Baby bei einem Spielangebot macht und wie es reagiert.

Wie läuft dieser Monat bei euch? Spielt das „Fremdeln“ eine Rolle beim Spiel mit bereits vertrauten Personen?

Quellen:
babycenter.de

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Unser persönliches Abendritual mit den Kindern – Blogparade

FaBa – die Familie aus Bamberg hat zur Blogparade mit dem Thema „Unser persönliches Abendritual mit den Kindern“ aufgerufen. Wir nehmen sehr gerne teil und erzählen euch, wie unser abendliches Zubettgeh-Ritual aussieht.

Warum ein Ritual vorm Schlafengehen?

Kinder können nicht „auf Knopfdruck“ abschalten und einschlafen. Ein vertrauter allabendlicher Ablauf wirkt beruhigend und hilft dem Kind zur Ruhe zu kommen.
Gerade bei einem aufregenden Tag, Wachstumsschüben oder veränderten Lebensumständen wie z.B. beim Schulanfang, kann es den Kindern schwerer fallen, abends abzuschalten. Ein Zubettgeh-Ritual dient dann als eine Art Gerüst, an welchem sich das Kind festhalten und worauf es sich verlassen kann.

Unser Schlafritual mit unseren Kindern

Obwohl unsere Jungs Blondschopf (7) und Blauauge (4) etwa 2 ½ Jahre auseinander liegen, beginnt das abendliche Ritual für beide zur selben Zeit und das ist momentan etwa 19 Uhr.
Etwa zehn Minuten vorher bereiten wir die Kinder vor, dass es nun bald Zeit ist, die Zähne zu putzen, damit sie nicht zu plötzlich aus ihrem Spiel heraus gerissen werden. (Meistens behauptet Blondschopf, dass er noch überhaupt nicht müde ist und er noch aufbleiben will… „Bin total wach! …*gähn*…Total wach bin ich!!“)
Währenddessen schließe ich die Fensterläden und mache es dunkel im Zimmer, nur ein kleines Nachtlicht bleibt an – ein kleiner Halbmond – das die ganze Nacht über brennt.
Nachdem beide Jungs ihre Zähne geputzt haben (meistens mit Hilfe von Papa und Mama) bekommen sie ihre Schlafanzüge angezogen.

Die Gute-Nacht-Geschichte ist ein Muss!

Dann geht es nochmal gemeinsam ins Wohnzimmer, wo wir uns alle auf der Couch zusammenkuscheln und noch eine Gute-Nacht-Geschichte vorlesen. Entweder eine lange Geschichte für beide Kinder oder es bekommt jeder seine eigene. So wird es meistens 19:30 Uhr bis wir mit Vorlesen fertig sind und legen dann die Kinder in ihr Bett. (Ganz selten gibt es auch mal statt Vorlesen ein „Gute-Nacht-Uno-Kartenspiel“… aber eigentlich wollen wir lieber vorlesen, damit die Kinder besser zur Ruhe kommen.)
Unsere neueste Errungenschaft ist für jedes Kind eine kleine Lampe fürs Bett, die sie selber an- und ausschalten können (falls sie mal nachts auf die Toilette müssen und nicht sicher sind, ob sich irgendwo ein Monster versteckt… Denn wie wir alle wissen haben Monster Angst vor Licht und hauen dann ab!). Diese Lampe wird natürlich noch kurz von beiden Jungs angeknipst, wenn sie im Bett liegen, das macht es schön heimelig.
Dann wird (seit Jahren!) das Schlaflied „La le lu nur der Mann im Mond…“ gesungen und anschließend „Bruder Jakob“ – mittlerweile können die Kinder auch den Text und singen mit. ? Und obwohl die Kinder vielleicht wirklich schon etwas zu groß sind für die Spieluhr, wird sie immer noch jeden Abend zum Abschluss aufgezogen und gespielt (mit der Melodie von „Lalelu“).

Die Spieluhr, die schon seit Jahren ihre so vertraute Melodie spielt…

Noch ein Kuss und dann ist Schluss

Dann werden natürlich beide Kinder noch gekuschelt und gebusselt und ihnen eine gute Nacht gewünscht. Ich lasse anschließend die Kinderzimmertür noch einen Spalt weit offen, damit noch ein wenig Licht ins Zimmer fällt und gehe hinaus. Dann ist eigentlich Schluss.
Eigentlich. Aber meistens kommt dann noch Blondschopf an und ruft nach mir, weil er noch einen kleinen Schluck Wasser möchte oder ihm „ganz plötzlich“ ein Fingernagel stört, der ganz dringend noch geschnitten werden muss…
Aber dann ist wirklich Schluss! ?

Gute Nacht, kleiner Mann. Schlaf gut!

Das war „Unser persönliches #Abendritual mit unseren Kindern“. Nicht besonders aufregend, aber genau das soll es ja auch sein… ?
Und wie läuft das abendliche Ritual mit euren Kindern ab? Macht doch auch mit bei der Blogparade von der FaBa – die Familie in Bamberg und schreibt darüber einen Blogpost. Bis zum 17.Februar 2018 habt ihr noch Zeit.
Viele liebe Grüße, gute Nacht und schöne Träume wünscht
eure ideas4parents-Romy
 

7 Ideen für mehr Achtsamkeit im Alltag mit Kindern (Podcast)

 
Heute behandeln wir das Thema Achtsamkeit. In unserem Podcast zeigen wir euch 7 Ideen für mehr Achtsamkeit im Alltag mit Kindern. Und wir geben euch Tipps, wie ihr dem Stress endlich  ein Ende bereitet.

Viel Spaß beim anhören 🙂

 

7 Gründe, warum Trotz bei Kindern gut ist – und wie ich mein Kind bei der Trotzphase unterstützen kann

[*Dieser Post enthält Werbelinks]
Die Regel ist ja (und da nehme ich mich selbst nicht aus), dass wir dem Trotz bei Kindern eher skeptisch gegenüber stehen. Grundsätzlich ist er uns lästig, weil er unsere Ruhe stört, die Situation anstrengend macht und wir Konflikte vermeiden wollen.
Kinder, die wenig oder kaum trotzen vermitteln einem das Gefühl, deren Eltern hätten bei der Erziehung „mehr richtig gemacht“. Eltern, deren Kinder sich hingegen schreiend auf den Boden werfen und bockig auf nichts mehr reagieren (habe ich gerade wieder erst im Drogeriemarkt beobachten dürfen) bekommen als Reaktion oft immer noch ein abschätziges Kopfschütteln.
Meist kommt dieses geringschätzige Verhalten von früheren Generationen. Der Trend aber ist, dass Eltern von Heute den Trotz nicht mehr als „Erziehungsfehler“ betrachten, der er (auch wissenschaftlich gesehen) absolut nicht ist.
Heutige Eltern möchten anders erziehen und ihre Kinder in ihrem Handeln begreifen. Und das ist gut so, denn durch das Verstehen und eine andere Sichtweise, wird es uns als Eltern auch gelingen, in schwierigen Erziehungsmomenten gute Laune zu bewahren (oder für den Anfang, zumindest nicht wie ein trotzendes Kind auszuflippen).

„Der Widerstand des Kindes gegen die erziehenden Erwachsenen zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Kindheit.“

(Eva Kessler: „Von der Kunst, liebevoll zu erziehen“, S. 35)

Noch stehen die Füße still, doch sind sie bereit zum trotzigen Aufstampfen!

Bei meinen beiden Söhnen Blondschopf (6) und Blauauge (4) sind die Trotzanfälle glücklicherweise seltener geworden. Aber es gab eine Phase, da haben sich beide unmittelbar in ihrem Trotz abgewechselt.
Obwohl ich Blondschopf als Kleinkind eher zurückhaltend eingeschätzt hatte, entpuppte er sich im Bezug auf Trotz als äußerst extrovertiert. In seinem kleinen Bruder aber hat er seinen Meister gefunden. Ich wusste nicht, dass man Blondschopfs Trotzanfälle noch toppen kann. Doch ich wurde eines besseren belehrt.
Ich kann mich an einen Trotzanfall von Blauauge erinnern – er war da etwas mehr als 2 Jahre alt – da schrie er tatsächlich eine halbe Stunde lang am Stück, und zwar vom Kinderturnen bis wir zu Hause waren. Was der Grund war? Ich glaube, in China war ein Sack Reis umgefallen. Auf halber Strecke habe ich ihn dann gefragt, warum er eigentlich so schreit, ob er das überhaupt noch weiß. Daraufhin kurzes Innehalten, dann ging es unvermittelt doch wieder los – Protest!!
Ja, so sind sie unsere lieben Kleinen. 🙂 Da wird es einem als Mama nie langweilig.
Bist du schon am Ausflippen? Oder hüpfst du nur?

Wie also kann ich als Mutter oder Vater dem Trotz etwas Gutes abgewinnen, wenn er die Familie schon so strapaziert? Für euch habe ich ein bisschen recherchiert und das habe ich herausgefunden:

 7 Gründe, warum Trotz bei Kindern gut und notwendig ist:

  1. Trotz ist keine Konsequenz aus Erziehungsfehlern oder einer Entwicklungsstörung. Als Eltern brauchen wir uns also keine Schuldgefühle machen, wenn unser Kind trotzt. Wie heftig und ausgeprägt das Kind trotzt hängt dabei von seinem Temperament ab.
  2. Wenn ein Kind trotzt, dann macht es gerade einen enormen Sprung in seiner kindlichen Entwicklung! Babys und Kleinkinder nehmen sich noch nicht als Einzelperson wahr. Erst durch den Widerstand in der Trotz-Phase macht das Kind die gesunde und notwendige Erfahrung, dass es ein Individuum ist.
  3. Das Kind entdeckt in der Trotzphase seine Eigenständigkeit. Es erfährt, dass es zwischen ihm und anderen Personen Unterschiede gibt, was sehr bedeutend ist für die Entwicklung seiner Persönlichkeit.
  4. Trotzkinder entwickeln ein großes Bedürfnis ihre Fähigkeiten zeigen zu dürfen, eine gewisse „Funktionslust“, das Ziel ist die Selbständigkeit. Daher: Alles, was das Kind schon selbst erledigen kann, sollte es selbst tun dürfen. Es erlangt dadurch mehr Selbstwertgefühl.
  5. Das Kind braucht die Erfahrung mehrerer und unterschiedlicher Trotz-Szenen, um sein „Ich“ gründlich zu erfahren. (Das Kind probiert beim Trotzen immer wieder andere Möglichkeiten aus, um an sein Ziel zu gelangen.)
  6. Durch die Bezugsperson (bei der es üblicherweise trotzt) bekommt das Kind Grenzen gesetzt. Dadurch erhält das Kind Orientierung und Sicherheit, mit deren Hilfe es weiterhin Kind sein kann.
  7. Bekanntlich schweißt es zusammen, wenn man gemeinsam schwierige Zeiten übersteht und durchgestanden hat – und so ist das auch bei Eltern und Kind. Es fördert die Bindung zur Bezugsperson. 🙂
Kleines bissiges Trotzkind… 😉

Wie kann ich mein Kind bei der Trotzphase unterstützen? Und wie überlebe ich dabei?

  • Trotz gehört zur Kindheit dazu! Die Trotzphase fordert uns, keine Frage! Man braucht viel Geduld! Aber wenn wir als Eltern unsere Sichtweise versuchen zu ändern, dann geht es uns gleich ein bisschen besser. Das Kind möchte seine Eltern im Trotz nämlich nicht ärgern, sondern nur sein „Ich“ wirksam erleben. Wir dürfen uns nicht persönlich angegriffen fühlen, im Sinne von „Kind, tu mir das jetzt nicht an!“. Daher: das notwendige Trotzen akzeptieren und als solches hinnehmen.
  • Sich wappnen. Der nächste Trotzanfall kommt bestimmt! Zwar verläuft nicht jede Trotz-Szene gleich, aber man kann sich gedanklich darauf einstellen, das ist schon die halbe Miete. (Zum Beispiel am Abend, wenn das Kind im Bett liegt, überlegen, wie man sich während des Trotzanfalls gelassener hätte verhalten können und versuchen, dies beim nächsten Mal anzuwenden.)
  • Kinder verlangen nach klaren Grenzen, und diese sollten entschieden von den Eltern vorgebracht werden. Dadurch bekommen Kinder Halt und Orientierung, was ihnen erlaubt, geborgen und sicher Kind sein zu dürfen. (Beim Grenzen setzen ein entschiedenes und aufmerksames Gesicht dem Kind gegenüber aufsetzen, kein böses Gesicht. Das hilft einem auch selbst, keine schlechte Laune zu bekommen.)
  • Beim Grenzen setzen sollten wir konsequent bleiben. Aber nicht immer ist das die pauschal richtige Lösung. Jeder Trotzanfall ist anders, daher sollten wir auf unsere Intuition hören, wenn Inkonsequenz angebracht ist.
  • Nochmal: Das Kind trotzt aus einem inneren Drang heraus und nicht, weil es uns Eltern ärgern möchte. Es bleibt weiterhin das liebevolle Kind, das es vorher war. Behandeln wir das Kind daher nicht grundsätzlich als „schwieriges“ Kind. Sonst besteht Gefahr, dass sich die Familiensituation noch mehr verspannt.
  • Trösten ist laut Expertenrat wider Erwarten nicht immer sinnvoll. Während des Trotzanfalls ist ein Kind kaum zugänglich für tröstende Worte. Der Zorn beansprucht die Oberhand. Wenn das Kind es aus sich heraus schafft, sich wieder zu beruhigen, ist dies ein weiterer positiver Entwicklungsschritt für das Kind.
  • Mit anderen Eltern austauschen und über deren Trotz-Erlebnisse mit ihren Kindern reden. Es tut gut, zu hören, dass es anderen Eltern genauso geht und in manchen Fällen erhält man auch Lösungsvorschläge. (Manche Trotz-Szenen bringen einen auch im Nachhinein zum Lachen.)
  • Bekommt das Kind nach einem Trotzanfall weiterhin die Zuneigung und die uneingeschränkte Liebe der Bezugsperson, dann erhält das Kind eine unglaublich wichtige Lebenserfahrung: Auch wenn ich mal wütend und gar nicht nett bin, meine Eltern lieben und akzeptieren mich wie ich bin.


In diesem Sinne, auf den nächsten Trotzanfall! 😉
Wie ist das bei euren Kindern? Können die auch so richtig schön filmreif trotzig sein? Oder habt ihr eher verhaltene Kinder diesbezüglich? Erzählt mir von euren Erfahrungen und hinterlasst einen Kommentar!
Viele liebe Grüße
Eure ideas4parents-Romy

Glotzen bis zum Umfallen – 6 Tipps zum richtigen Umgang mit den Medien bei Kindern

Wie kann ich meine Kinder im Umgang mit den Medien stärken?

„Mama, weißt Du was toll wäre? Wenn ich einen Tablet oder einen Fernseher neben meinem Bett hätte. Dann könnte ich immer Kinderfilme gucken, wann ich will!“
Das sind die Worte eines 6-jährigen Jungen, meines Sohnes, mein Blondschopf.
Ich würde nicht sagen, dass Blondschopf süchtig nach Fernsehen & Co ist, aber von sich aus würde er wohl nicht so schnell den Fernseher oder die Kinder-Spiele-App auf dem Tablet ausschalten. Er würde glotzen bis zum Umfallen!

Bei uns läuft es daher meistens so: Wenn wir eine Kindersendung zusammen angesehen haben, dann fordert mein Sohn „Noch mehr, Mama! Lass noch ein bisschen laufen! Da kommt noch eine andere Kindersendung!“. Und dann antworte ich „Nein, wir machen jetzt aus, es ist genug!“ „Aber warum, Mama? Das ist so cool!!“ „Nein, das ist nicht gut! Zu viel Fernsehen ist einfach nicht gesund! Da wirst du ganz hibbelig sonst!“ „Och, Menno, dann will ich aber was mit dir spielen!“
Zugegeben, die Versuchung ist groß, zu sagen „Hey Kinder, okay! Dann lass ich den Fernseher einfach noch für euch laufen. Ich lege mich derweil ein bisschen hin…“ Aber wir wissen ja alle, zu viel Fernsehen & Co ist nicht gut für unsere Kinder. Nur, als ich damals selbst noch Kind war, da gab es noch gar nicht so viele Medien. Internet, Tablets und Smartphones waren noch nicht erfunden – wie gehe ich mit dieser Flut nur um, damit sie mich und meine Kinder nicht überschwemmt?! Auch in meinem Freundes- und Bekanntenkreis stelle ich fest, immer mehr Eltern sind verunsichert und fragen nach Orientierung.

Wie viel Fernsehen und Medienkonsum ist noch gut für mein Kind?

In der kürzlich veröffentlichten BLIKK Studie von 2017 wurden 5.573 Eltern und deren Kinder zum Umgang mit Medien befragt und gleichzeitig untersucht. Die Quintessenz war, dass ein übermäßiger Medienkonsum die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen gefährdet. Die Drogenbeauftrage der Bundesregierung, Marlene Mortler spricht davon, dass es dringend notwendig sei „Eltern beim Thema Mediennutzung Orientierung zu geben.“, sie beschreibt das als „digitale Fürsorge“.
Die wesentlichen Erkenntnisse dieser Studie sind folgende:

  • 70% der Kita-Kinder nutzen das Smartphone ihrer Eltern mehr als eine halbe Stunde täglich
  • Es gibt einen Zusammenhang zwischen einer intensiven Mediennutzung und Entwicklungsstörungen der Kinder
  • Bei Kindern bis zum 6. Lebensjahr finden sich vermehrt Sprachstörungen sowie motorische Hyperaktivität bei denjenigen, die intensiv Medien nutzen
  • Wird eine digitale Medienkompetenz nicht frühzeitig erlernt, besteht ein erhöhtes Risiko, den Umgang mit den digitalen Medien nicht kontrollieren zu können

Sogar soll es schon bei Säuglingen zu Fütter- und Einschlafstörungen kommen, wenn die Eltern während der Betreuung parallel digitale Medien nutzen.
Angst machen soll die Studie allerdings nicht. Aber sie soll darauf hinweisen, dass eine unkontrollierte Mediennutzung bei Kindern u.a. Entwicklungsstörungen hervorrufen kann. Dosiert eingesetzt nehmen Kinder keinen Schaden vom Fernsehen. Doch lässt man seine Kinder zu jung, zu lange und vor allem alleine vor dem Fernseher oder dem Tablet hocken, dann wird es kritisch.
 

Wie kann ich meinen Kindern die digitale Welt näher bringen und sie dabei nicht überfordern, sondern im Umgang damit stärken?

Empfohlen wird daher, seine Kinder im Umgang mit den Medien zu begleiten. Also mit ihnen zu besprechen, was sie sich ansehen und auch mit ihnen gemeinsam etwas anzuschauen.

6 Tipps zum richtigen Umgang mit den Medien

  • Das eigene Verhalten mit Medien reflektieren (Hat man selbst ständig das Smartphone in der Hand?) – Kinder machen schließlich nach, was ihre Vorbilder tun…
  • Eine zeitliche Begrenzung der Mediennutzung ist wichtig. Wenn die Sendung zu Ende ist, den Fernseher ausschalten. Oder vorher besprechen, nach 15 Minuten Spiele-App wird das Tablet ausgemacht.
  • Schon vor Ende der Mediennutzung ankündigen, was man danach (zusammen) macht. Beispielsweise auf den Spielplatz gehen, zusammen ein Spiel spielen, gemeinsam Essen kochen.
  • Sobald der Fernseher aus ist mit den Kindern über das Gesehene reden und dabei herausfinden, ob das Kind bei manchen Stellen Angst hatte.
  • Bei Kleinkindern immer dabei sitzen. So kann man direkt abschätzen, ob sich das Kind vor etwas ängstigt.
  • Mediennutzung sollte keine Belohnung oder Bestrafung sein, denn dadurch bekommt es noch mehr Bedeutung (Speziell daran müssen wir noch arbeiten…)


Es steht außer Frage, unsere Welt voller Medien fasziniert. Und ich bin der Meinung, es ist nicht möglich, unsere Kinder vollkommen von Fernsehen & Co abzuschotten, um sie vor möglichen Schäden zu schützen. Im Gegenteil, ich denke, es ist sogar die dringende Aufgabe der Eltern, ihre Kinder an die digitale Welt heranzuführen und ihnen den richtigen Umgang damit zu zeigen. Wir sollten sie eben nur nicht damit vollkommen alleine lassen.
Wie denkt ihr über dieses Thema? Wie viel Fernsehen oder Smartphone lasst ihr eure Kinder gucken? Und wie setzt ihr euren Kindern dabei Grenzen?
Ich bin gespannt auf eure Meinungen und Erfahrungen!
Liebe Grüße
Eure ideas4parents-Romy
PS: Falls ihr noch mehr zum Thema Medienkonsum bei Kindern auf unserem Blog lesen wollt, dann schaut doch mal in den Artikel „Wie digital sollen unsere Kinder werden?“ von Andi oder in den Beitrag von Gila „Drei Strategien im Umgang mit Smartphone und Tablet für Kinder.“

Die Wäsche bleibt schon mal liegen – Haushaltsgeständnisse einer Mama

Ich bin eine Mama mit Mann und zwei kleinen Kindern im Alter von 4 und 6 Jahren. Wir wohnen in einer überschaubaren Dreizimmerwohnung in München, die aus allen Nähten platzt, weil Kind und Kegel immer größer (Kinder) und mehr (Spielsachen) werden. Da sollte man meinen, der Schmutz bekäme immer weniger Spielraum. Aber denkste!

Wie schaffen das nur andere Mütter?

Das mit dem Haushalt ist schon ein Phänomen: Es gibt immer so unglaublich viel zu tun! Und ich komme einfach nicht hinterher. Manchmal machen mich diese Haushaltsdinge ganz wahnsinnig! Im Gespräch mit Freundinnen und anderen Müttern höre ich dann meistens diesen einen Spruch (vermutlich soll er mich beruhigen): „Du, denk Dir nix, bei mir bleibt die Wäsche auch mal liegen…“. Aha. Die Wäsche.
Ich hab schon das Gefühl dieser Spruch verfolgt mich, so oft höre ich ihn. Vielleicht ist es ja gerade „in“ „die Wäsche liegen zu lassen“, weil es uns vermittelt, diese coole Mama ist so locker-entspannt und lässig, dass sie sogar mal über den Wäscheberg hinwegsieht. „Du, die ist voll locker. Bei der bleibt schon mal die Wäsche liegen, weißte.“ „Echt?“ „Ja, voll entspannt, ey!“

Entspannung durch Wäscheberge?!

Folglich müsste ich auch voll entspannt sein. Denn bei mir bleibt die Wäsche auch liegen, und zwar bis Ultimo! So lange bis meine zwei Kinder keine Hosen und Unterhosen mehr anzuziehen haben, dann ergreift mich die Panik. Die Waschmaschine wird vollgestopft bis nix mehr reingeht („Mist, dabei wollte ich doch die weiße Bluse noch… aber nee, lieber Unterhosen!“) und direkt im Anschluss werden die frisch gewaschene Kinder-Jeans mit ein oder zwei Unterhosen (ebenfalls frisch gewaschenen, versteht sich…) auf der Heizung platziert, damit die Kinder am nächsten Tag nicht stinkend im Kindergarten herumlaufen müssen. (Ja, ich bin eine gute Mutter!) Vom Bügeln will ich gar nicht reden (steht schon lange ganz oben auf der ToDo-Liste!).

Nur die Wäsche?!

Demnach bin ich GROSSMEISTER im Wäscheliegenlassen! Entsprechend müsste ich voll entspannt sein, so wie die anderen Mütter… Nur, auf die Entspannung warte ich immer noch.
Möglicherweise liegt es daran, dass bei mir nicht nur die Wäsche liegen bleibt. Es sind die Fenster (regnet es draußen oder ist das… äh, Dreck?!), der Boden, der gewischt werden müsste (Gottseidank haben wir nur drei Zimmer, sonst hätten wir noch mehr ungewischte Böden!), die Betten, die frisch bezogen werden sollen, der Backofen in der Küche (die Krümel vom vorletzten Mal backen und das verkohlte Pommes von vor x Tagen…hoppala), die Badewanne (zählt fast nicht, da quasi selbstreinigend, wenn die Kinder drin sitzen; inklusive Fenster daneben – Dank der Wasserpistolen!), und der Staub auf den Schränken (die Spinnenweben sind aber neu…) und und und… (Aufzählung nicht komplett!)
Bei mir ist es leider nicht nur die Wäsche, die liegen bleibt. Aber wenn das meine Freundinnen oder auch berufstätige Promi-Mütter in Interviews von sich preisgeben, dann klingt das so, als würden sie alles andere ohne Probleme schaffen – nur eben nicht die Wäsche, die bleibt halt liegen!

Heute bleibt die Waschmaschine aus.

Wäsche geht nicht! Der Rest ein Kinderspiel?!

Aber vielleicht tue ich diesen Frauen auch Unrecht und der Spruch „Die Wäsche bleibt schon mal liegen“ steht nur als Platzhalter für die vielen anderen Dinge im Haushalt, die auf der Strecke bleiben.
Bei mir ist es jedenfalls so: Staubgesaugt wird bevor der Besuch kommt und die größten (und offensichtlichsten) Schmutz-Baustellen werden noch schnell beseitigt, damit sich die Gäste wohl fühlen.
Aber es geht auch anders, wie ich gehört habe: Manch Mutter bleibt lieber zuhause und schrubbt in Ruhe den Boden, während der Rest der Familie einen Ausflug ins Grüne macht.
Ich hab es zwar auch lieber sauber daheim – aber dafür gemeinsame Familienzeit opfern? Lohnt sih das?
Und ich erinnere mich auch an eine Szene im Drogeriemarkt, in der eine Mutter ihr kleines Mädchen – nachdem es sich trotzend bäuchlings auf den Boden geworfen hatte – von oben bis unten mit Sagrotanspray eingesprüht hatte (inklusive Gesicht).
Okay, das ist extrem. Und auch etwas anderes als ein staubiger Boden in der Wohnung. Dennoch halte ich es für übertrieben.

Da steh ich doch lieber dazu – ein bisschen Schmutz schadet nicht!

 
Liebe Grüße aus der Haushalts-Ecke (ich geh dann mal bügeln…) 😉
Eure ideas4parents – Romy
 
Und? Bleibt bei euch zuhause auch mal was liegen?
Und wie schafft ihr es Kinder, Job und Haushalt unter einen Hut zu bekommen, ohne dass die Wäsche auf der Strecke bleibt?! 😉
 

Welche Kinderbetreuung passt zu meinem Kind und mir? – Meine Erfahrungen

Wem vertraue ich mein Kind an?


Wer ein Kind hat, der stellt sich früher oder später auch die Frage der Kinderbetreuung. Wie, ab wann, wie lange und wer soll mein Kind betreuen? Was ist das Beste für mein Kind? Und womit kommen auch wir als Eltern klar?
Auch Sabrina von Zwergenkinderstuebchen musste sich diesen Fragen stellen und hat zur Blogparade aufgerufen.
Und hier kommen meine Erfahrungen zum Thema Kinderbetreuung.

Wer soll mein Kind auf seinem Lebensweg begleiten?

 
 

Überlegungen zur Kinderbetreuung schon in der Schwangerschaft…

Es ist schon sehr absurd sich schon während der Schwangerschaft für einen Kita-Platz anzumelden – so empfand ich zumindest damals und auch noch jetzt. Dennoch habe ich den Rat meiner schwangeren Freundinnen befolgt und bin mit meinem 6. Monatsbauch losgezogen und habe mein damals noch namenloses Kind pauschal bei sieben Kitas in unserer Nähe angemeldet. Hier in München „müsse“ man das machen, sonst habe man überhaupt keine Chance auf einen Kita-Platz, so hieß es. Dabei sollte mein Kind frühestens mit einem Jahr in die Kita kommen. Und trotzdem meinte die damalige Kita-Leitung einer städtischen Kita: „Bei uns einen Platz zu bekommen ist wie ein 6er im Lotto!“. Ich hab nicht näher nachgefragt, sondern war leicht geschockt. Meine Ambitionen, sich um einen städtischen Kita-Platz zu bemühen nahmen drastisch ab – zumal mich der stinkende Windelgeruch und die unaufgeräumten Kinder-Garderoben in dieser „6er-im-Lotto-Kita“ irgendwie etwas abschreckten. Ein 6er im Lotto sollte anders aussehen, so zumindest mein Gefühl.

Nach der Geburt…

…war sowieso alles total neu und ungewohnt. Die ersten Monate mit Baby hatte ich aufgrund der Hormone wie benebelt erlebt und die neue Gesamtsituation hat mir wortwörtlich manchmal die Luft zum Atmen genommen. Hochs und Tiefs, zwischen Glück und Schlafmangel, Geschrei und süßen Stillmomenten. Nach und nach begriff ich, mein altes Leben (mit 48 Arbeitsstunden die Woche, abendlichen Ausgeh-Abenden mit Mann und Freunden, gechilltem Ausschlafen am Wochenende usw.) ist vorbei. Da war mein Sohn etwa 8 Monate alt und die Sinnkrise traf mich schlagartig. Ich wusste, ich brauch jetzt ein Licht am Ende des Tunnels. Wie geht es weiter mit mir und meinem Job und meinem Baby? Ich wusste aber auch, dass ich niemals in meinen alten Job zurückkehren wollte. Denn damals gab es in meiner alten Firma keine Teilzeitjobs und ich wollte mein Kind auch nicht den ganzen Tag fremd betreut sehen.
 

Wem kann ich mein Kind guten Gewissens anvertrauen?

  

Die Absagen der Kitas – Kinderbetreuung Adieu?

Mir wurde eine Entscheidung bezüglich der Kinderbetreuung in einer Kita schnell abgenommen, denn ich hatte nur Absagen bekommen. Und – trotz Sinnkrise – ich war irgendwie froh. Und dann kam plötzlich die Möglichkeit im Home-Office freiberuflich für meine alte Firma zu arbeiten. Nur ein paar Stunden, und auch nur das, was ich schaffe, ganz ohne Druck. Endlich wieder ein bisschen arbeiten und Geld dazu verdienen. Toll! Trotzdem brauchte ich natürlich für die „paar Stunden“ eine Betreuung für meinen Sohn, meinen kleinen Blondschopf. Erst hatte ich mir eine Tagesmutter in der Nähe angesehen, die eigentlich einen guten Eindruck auf mich machte. Aber gleichzeitig bot sich eine gute Bekannte als Babysitterin an, für zwei Nachmittage. Das würde eigentlich reichen, dachte ich mir. Zwar war die Babysitterin an zwei Nachmittagen fast so teuer wie die Tagesmutter für vier Vormittage die Woche, aber ich hatte ein gutes Gefühl bei dieser Variante. Schließlich kannten mein Mann und ich die Babysitterin gut. Und auch mein kleiner Blondschopf mochte sie von Anfang an und ging immer gerne mit ihr mit. Mein Sohn war also, seit er etwa ein Jahr alt war, stundenweise bei einer Babysitterin. Die perfekte Alternative für uns statt einer Kita. Glücklicherweise hat mein Mann mich immer bei diesen Entscheidungen unterstützt und auch finanziell hat das gut funktioniert.

Wer gibt meinem Kind genug Raum zum Spielen und weckt seine Neugier?

   

Die plötzliche Kita-Platz-Zusage

Ein gutes halbes Jahr lief das mit der Babysitterin, dann kam plötzlich eine Zusage für eine städtische Kita. Blondschopf hätte dort einen Platz bekommen, wenn er knapp zwei Jahre alt geworden wäre. Erst fand ich das super, waren schon beim Schnuppertag, bei der Vertragsunterzeichnung und am Elternabend. Doch dann wurde mir auf einmal klar, dass ich meinen Sohn dann den halben Tag lang nicht sehen würde (mittlerweile hatte ich mich schon so an ihn gewöhnt). Und dazu kam, ich war damals wieder schwanger und wusste, dass ich bald wieder aufhören würde zu arbeiten – aber die Kosten für die Kita wären ja trotzdem geblieben. Warum sollte ich also meinen Sohn täglich 6-7 Stunden in eine Kita bringen, wenn ich doch sowieso mit dem Baby zuhause bin? Und da ich auch diesmal – trotz allem – nicht das Gefühl eines 6er im Lotto hatte, rief ich die (etwas) perplexe Kita-Leitung an und „stornierte“ die Kita-Anmeldung. Freundinnen standen mit offenem Mund neben mir: „Was? Du hast einen städtischen Platz abgelehnt???“ Ja, richtig, und zwar, um die Zeit mit meinem Kind verbringen zu können, gute wie auch schlechte Zeiten. Und nein, ich war keine Business-Frau mehr, die Kohle und Karriere macht und sich selbst verwirklicht im Beruf. Sondern ja, ich war jetzt eine schwangere Vollzeitmama mit bald zwei Kindern. Und mir war auch klar, dass das eine anstrengende Zeit werden würden „nur“ für die Kinder da zu sein, aber ich habe mich ganz bewusst dazu entschieden. Die Karriere muss halt warten.

Kinderbetreuung durch eine Spielgruppe

Nur zwei Monate vor der Geburt meines zweiten Sohnes (mein kleiner Blauauge) kam dann der Anruf einer Spielgruppe, bei der ich Blondschopf angemeldet hatte (nachdem ich die vielen Absagen für die Kitas bekommen hatte). Ich hatte schon gar nicht mehr daran gedacht, so lange war die Anmeldung her. Bei dieser Spielgruppe konnte ich meinen damals fast 2 ½ Jahre alten Sohn in einer kleinen Gruppe von maximal 10 Kindern bei zwei bis drei Betreuerinnen für zwei Vormittage bis 12 Uhr hinbringen. Erst war ich skeptisch, denn es hieß immer, dass sich Kinder in Spielgruppen schlecht eingewöhnen, da sie ja nur zwei Vormittage dort mit den Betreuerinnen verbringen. Aber mein Sohn hatte sich (nach anfänglichen Schwierigkeiten) dann immer auf die Spielzeit dort gefreut. In dieser Spielgruppe blieb er bis er über 3 ½ Jahre alt war, denn wir haben damals erst mit knapp 4 Jahren einen Kindergartenplatz bekommen – dafür aber hatte ich bei unserem jetzigen Kindergarten von Anfang an das Gefühl eines „6er im Lotto“ – und das bis heute. 🙂 Hier wird auf mein Kind und seine Bedürfnisse eingegangen, es kann seine ganz individuellen Talente finden und in der Gruppe seine sozialen Kompetenzen ausbauen.

Fazit Kinderbetreuung

Natürlich hängt die Art der Kinderbetreuung von so vielen Dingen ab. Zum einen, ob man wieder arbeiten muss, da man den alten Arbeitsplatz nicht verlieren möchte. Zum anderen, ob es finanziell möglich ist, die Kinderbetreuung nach hinten zu schieben. Und natürlich auch, ob man selber wieder unbedingt arbeiten möchte und wie gut sich das Kind auf eine neue Betreuung einstellen kann und und und…
Ich habe versucht, auf mein Bauchgefühl zu hören und mir wurde klar, dass ich meine Bedürfnisse nach beruflicher Karriere meinen Kindern zuliebe hintanstellen möchte. Nein, so ist das nicht richtig formuliert. Nicht nur „meinen Kindern zuliebe“, sondern auch mir zuliebe. Ich habe die Zeit mit meinen Kleinkindern sehr genossen, zwar bin ich auch an meine Grenzen gestoßen und tue das immer noch – aber wieder ist ein Spruch unserer Omas und Mütter wahr geworden „Mei, die Kinder werden so schnell groß! Genieße es, solange sie klein sind!“. 🙂 Daher habe ich die Kinderbetreuung zeitlich so weit wie möglich nach hinten geschoben und habe es nie bereut!
Wie ist das bei euch mit der Kinderbetreuung? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Erzählt es uns und beteiligt euch an der Blogparade von Sabrina.
Viele liebe Grüße
Eure ideas4parents-Romy

Familienprogramm für Alle – 10 Ideen für ein faires Familienprogramm

Andrea mit Mann und drei Kindern ruft auf ihrem Blog Kinderalltag zur Blogparade auf: „Eines für Alle“, ein Familienprogramm, das Alle gleichermaßen glücklich macht. Das spricht mich harmoniebedürftige Mama doch gleich an. In meiner kleinen Familie mit Andi, dem Papa, mit mir als Mama, und mit Toto, der tollen Tochter ist das ganz einfach 😉

Bedürfnisse, Kompromisse und das faire Familienprogramm

Wie gehen wir mit unterschiedlichen Bedürfnissen um? Muss man immer Kompromisse schließen und die Zeit zusammen verbringen? Wie stellen wir das Familienprogramm ausgewogen zusammen?
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Unterschiedliche Bedürfnisse innerhalb der Familie

Lassen sich die Wünsche in einer Familie nicht verbinden, ist mindestens ein Familienmitglied enttäuscht, verärgert oder traurig. Ich verkneife mir ein „ist doch nicht so schlimm“, denn die Tochter verhält sich so, als ob es sehr wohl so ist. Also bin ich da und tröste sie.

Ambivalente Bedürfnisse

Nicht nur miteinander haben wir in der Familie Konflikte, sondern auch mit uns selbst. Ich will Zeit mit der Familie, alleine, zu zweit, mit einer Freundin oder Zeit für die Arbeit oder für eine Leidenschaft.

Kompromiss als gemeinsame Lösung?

Wie handeln wir Eltern bei unterschiedlichen Vorstellungen, wie wir die freien Stunden gestalten? Wir halten es alle zusammen aus, dass man manchmal gewinnt und manchmal verliert, wie beim Wettbewerbsspiel auch. Mal ist einer der, der nachgibt und dann ist er der, der sich durchsetzt. Oder wir können uns so einigen, dass alle gewinnen, wie bei einem Kooperationsspiel. Die Eltern machen zwei verschiedene Angebote und die Kinder können sich bei einem der Angebote anschließen. Mal gibt es Kinderprogramm und dann wieder Erwachsenenprogramm. Welche Lösungen fallen euch ein?
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10 Ideen für ein faires Familienprogramm

Wunsch frei!

  • Wunschwoche: Jeder hat innerhalb einer Woche einen Wunsch frei: Die Tochter will Pony reiten, der Mann möchte ins Kino und ich mag einen Tanzworkshop besuchen. Freitagabend gehört dem Mann nach Feierabend, mir der Samstagnachmittag und der Tochter der Sonntag, zusammen mit uns. Bei mehreren Kindern kann man die Wünsche für einen Monat sammeln. Allein der Austausch darüber und das gehört werden ist für Alle schön.
  • Wunschkonzert über den Tag verteilt: Andi geht ins Fitness Studio, Toto will mit uns viel Lego spielen, ich bin für einfaches Essen holen statt kochen und fahre dabei Rad. Die Wünsche der Kinder können auch klein und machbar sein!
  • Wunschtag: Jedes Familienmitglied bekommt im Zeitraum von ein bis drei Monaten einen Tag, an dem es aussucht, wie es den Tag verbringen möchte.
  • Wunschliste: in diese Liste trägt jedes Familienmitglied Ausflüge ein, die über das Jahr verteilt unternommen werden.

Alltag und Ausflüge

  • Ausflüge planen und ergebnisoffen sein: Das geplante Kinderfest fällt aus, unser Kind ist enttäuscht und wir trösten es. Danach suchen wir gemeinsam nach einer Alternative. Sind wir zögerlich und unentschlossen, klingt es nicht verlockend. Sind wir begeistert, ist Toto meistens dabei. Ja, wir könnten uns als Saisonanimateure anheuern lassen, aber wir langweilen uns auch zeitweise. Warum?
  • Däumchen drehen für die Kreativität: Nichts zu tun haben und schauen, was passiert. Wie jetzt? Nicht fördern und nicht unterhalten, einfach da sein? Dann können Kinder selbst kreativ werden. Mit den Worten Jesper Juuls: „Wenn Ihr Kind zu Ihnen kommt und sagt: „Mir ist sooo langweilig“, dann umarmen sie es und sagen: „Herzlichen Glückwunsch, mein Freund! Es interessiert mich, zu sehen, was du jetzt tust.“
  • Sich treiben lassen: Wir ziehen uns an, wann wir wollen, manchmal erst am Nachmittag. Wir spielen, tanzen und träumen oder ziehen um die Häuser.
  • Gemeinsame Mission: Die Pflichten werden gemeinsam erledigt. Einkaufstour, Staubsauger reiten und Wäschebasketball. Nein, es macht nicht immer Spaß, aber wir arbeiten daran. Wir sind eine Familie, in der jeder seine Aufgaben hat und mithilft.
  • Sich etwas Besonderes vornehmen: Wir besuchen einen Ort, den wir noch nie zuvor besucht haben. Einen Indoorspielplatz bei Regen, ein kinderfreundliches Museum oder ein Kindertheater.
  • Langfristiges Glück: Ich wünsche mir die Tochter als unabhängiges glückliches Wesen, das nicht dauernd unterhalten wird, sondern mit Ärger, Traurigkeit und Langeweile umgehen lernt. So erfährt sie, dass sie Dinge beeinflussen kann und dass, das Glück in ihr selbst ist.ideas4parents-idee-familienprogramm

In einer Familie mit Kind oder Kindern wird laut gelacht, gepoltert, leise gespielt und gelesen, Spaß und Langeweile erlebt, gezankt und Frieden geschlossen. Ein volles Programm für Alle, oder?
Wie gestaltest Du die Zeit mit Deiner lieben Bande?
 
 

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Blogparade – „Was ich als Mama gerne besser machen würde“ oder „Die Laster einer Mama“

authentizitätWenn ich mir die Beiträge der anderen Mamas und Papas so durchlese, was sie als Eltern gerne besser machen würden, dann erkennt man eine eindeutige Tendenz: Die meisten sind nicht zufrieden damit, wie sie sich als Mutter und Vater ihren Kindern gegenüber verhalten. Zu Recht? Oder gehen sie zu hart mit sich ins Gericht?
Die Zeitschrift „leben & erziehen“ hat mit dem Motto #ichwürdegerne – „Was wir als Eltern gerne besser machen würden“ – zur Blogparade aufgerufen. Auch ich habe mir aufgrund dessen ein paar Gedanken zu meinem Mama-Dasein mit zwei Söhnen im Alter von 3 und 5 Jahren gemacht. Seht, was dabei herausgekommen ist…
 

Nicht NEIN sagen können

Stimmt eigentlich nicht ganz, ich kann schon „nein“ sagen, aber ich ziehe es nicht immer konsequent durch. Ich bin manchmal zu träge und zu harmoniebedürftig, dass ich schließlich doch nachgebe: „Also gut, ausnahmsweise! Aber nur zehn Minuten Fernsehen!“. Oder ich mache im Vornherein gleich mit mir aus „Heute dürfen die Kinder iPad-spielen, im Bad mit Wasser spielen, verschwenden und verschütten, auf dem Sofa herum hopsen, sich die Hände mit Wasserfarbe anmalen (obwohl es nicht mehr richtig runtergeht, dabei ist es doch WASSERfarbe! Argh!). Ganz ohne Wenn und Aber und total entspannt!“
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Aber dazu meint der Papa: „Sowas geht doch nicht! Diese Sauerei! Pure Verschwendung! Da muss man doch NEIN sagen können!“
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Und dennoch rede ich mir ein, dass man auch mal etwas inkonsequent sein darf und lege das dann als Großzügigkeit, Toleranz oder Duldsamkeit aus (ja, dieses Wort gibt es tatsächlich). Aber ist das auch richtig so?
Und Apropos iPad und Fernsehen, da schlittern wir ja direkt ins nächste Laster…
 

Dem Medienüberfluss nicht widerstehen können

Ich habe zwar (noch) kein Smartphone (kann man kaum glauben, hm?), aber dafür hat mein Mann eines und ich besitze ein iPad. Das sind wunderbare Spielzeuge und so unglaublich praktisch, wenn man mal mit den Kindern unterwegs ist und im Restaurant lange aufs Essen warten muss. „Eure Kinder sind ja so brav!“ Haha, ja, solange das iPad Strom hat schon!
Ich bekomme allerdings ein schlechtes Gewissen, wenn ich dann Eltern höre, deren Kinder wirklich gar nicht Fernsehen und auch nie das Smartphone der Eltern in den Händen halten dürfen. Kinderserien wie „Bob der Baumeister“, „Pumuckl“ oder „Heidi“ kennen sie zwar auch, aber eben vorbildlich nur aus Büchern oder als Hörspiel.
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Meine Kinder dürfen da schon mal ausgesuchte Kinder-DVDs aus der Bücherei ansehen, denn, wenn der Tag anstrengend war, dann ist das sooo entspannend, sich mit den Kindern einfach auf die Couch zu hocken und sich ein wenig berieseln zu lassen. Aber dann kommt das schlechte Gewissen: „Du machst es Dir aber einfach, Du Mutter! Spiel gefälligst mit den Kindern oder lies vor, jetzt! Statt seltsame Zeichentrickserien wie „Oktonauten“ anzusehen!“ Jaja, immer dieses olle schlechte Gewissen…
 

Wenn Du brav bist dann…

Das ist auch so ein Laster von mir und meinem Mann. Das hat sich leider leider eingebürgert, dass wir die Kinder belohnen, wenn sie brav waren. „Ja, Du warst brav, Du darfst eine Süßigkeit essen.“

Na, hast Du Dir ein Leckerli verdient??
Na, hast Du Dir ein Leckerli verdient??

Oder eben nicht belohnen, wenn sie nicht brav waren. „Nein, heute nur eine ganz kurze Gutenachtgeschichte, Du warst nicht so brav.“ Oder schon im Vornherein klarstellen: „Wenn Du brav bist beim Einkaufen, dann darfst Du Dir nachher was Kleines im Spielzeugladen aussuchen.“ Macht das Sinn? Ich hätte manchmal gerne eine andere Möglichkeit an der Hand, die Kinder dazu zu bringen, das zu tun, was ich möchte. Denn eigentlich will ich es als Mama schaffen, dass die Kinder sich so benehmen, wie ich es möchte, weil sie es selber möchten… Nur, das klappt leider nicht immer.
 

Ungerechtigkeit unter den Geschwistern

Zwei Söhne im Kleinkindalter, aber trotzdem unterschiedlich im Wesen und Handeln und doch irgendwie gleich. Da kann es schon mal Meinungsverschiedenheiten geben. Zum Beispiel darin, was gespielt wird, wenn die Mama mal Zeit und Lust dazu hat. Der Kleine will Obstgarten spielen, dem Großen ist das aber zu babymäßig und will ein Feuerwehr-Spiel spielen, dafür ist aber der Kleine noch zu klein. Was also tun? Ich entscheide mich, dass ich erst mit dem Kleinen Obstgarten spiele und danach mit dem Großen Feuerwehr. Der eine freut sich, der andere fängt zu weinen an. Frage ich den Kleinen daraufhin, ob ich erst mit dem Großen spielen darf, dann läuft es umgekehrt.

Feuerwehr versus Obstgarten. Das Battle ist eröffnet...
„Feuerwehr versus Obstgarten“ – Das Battle ist eröffnet…

Bis wir uns schließlich alle streiten und ich genervt bestimme „Dann spiele ich eben mit keinem von Euch!“ Auch keine Lösung.
Ich wäre also gerne gerechter zu den Jungs, aber ich weiß nicht genau, wie ich das anstellen soll. Oder gehört es vielleicht dazu, zum Leben, solche Situationen als Eltern und als Geschwister auszuhalten?
 

Die Langeweile der Kinder aushalten

Apropos „aushalten“: Es heißt ja, man solle die Kinder nicht immer bespaßen, sondern müsse die Kinder auch mal der Langeweile aussetzen. Denn laut Psychologen beflügelt Langeweile unsere Phantasie und steigert die Kreativität. Ja, das klingt gut, ich will unbedingt die Kreativität meiner Kinder fördern. Und wenn es so einfach geht, also einfach nichts tun, super! So die Theorie.

ideas4parents_blogparade_spielzeug
Kein Spielzeug, nein, absolut gar nix zum Spielen da!

„Mama, mir ist so langweilig!! Was soll ich nur tun!“ „Mama, was können wir machen?“ Oh, immer diese Maulerei! Und dann antworte ich: „Kinder, wir haben so viele Spielsachen! Das ganze Kinderzimmer ist voll davon! Macht einfach mal eine Schublade auf!“ „Och nö, das ist alles langweilig, Mama! Und ich will nicht alleine, ich will was mit DIR spielen!!“ Herrje… Das wirkt auf mich wie ein Vorwurf, als würde ich meine Kinder vernachlässigen. Also breche ich oft ein: „Na gut, bevor Du mich die ganze Zeit volljammerst, in fünf Minuten komme ich, dann können wir was spielen oder lesen.“ Aber wo bleiben jetzt Phantasie und Kreativität? *Seufz*, nie kann man es allen recht machen…
 

Und ich meine, da liegt auch genau der Hund begraben:

Man kann es nie allen recht machen. Und so zermürbend wie dies auch manchmal ist, so lässt es einen vielleicht etwas milde stimmen mit sich selbst. Als Eltern wollen wir doch nur das Beste für unsere Kinder und sind ständig auf der Suche nach Wegen dies zu bewerkstelligen. Und manchmal sieht man dabei gar nicht mehr, wie viele Dinge im Alltag mit den Kindern eigentlich richtig gut laufen!
Daher bin ich der Meinung, dass man uns Eltern durchaus mal auf die Schulter klopfen und sagen darf „Gut gemacht! Weiter so!“. 🙂
Ein herzliches Dankeschön an das Redaktionsteam von „leben & erziehen“ für dieses spannende Blogparaden-Thema!
Und wie ist das mit Euch? Würdet Ihr auch gerne als Mama oder Papa etwas besser machen?Merken