5 Dinge, die mich als Mama stark machen

Wenn ich mich mit den Mamas aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis austausche, dann höre ich ganz häufig, dass sie „funktionieren müssen“, „keine Zeit für sich haben“, „genervt sind“ oder sich sogar „leer fühlen“.

Als Mama (und ich schreibe hier deshalb nur von „Mamas“, weil ich selber eine bin und weiß wovon ich spreche – wobei das Erschöpft-sein sicherlich auch für Papas gilt) mit Kind oder mehreren Kindern ist es schwierig auf die eigenen Bedürfnisse einzugehen. Man möchte sich ja schließlich ordentlich um alles kümmern – Kind, Partner, Haushalt, Job… Doch bei aller Liebe zur Familie, nur wenn man auch auf sich selbst achtet, kann man eine gute Mutter sein – keinem ist geholfen, wenn die Mama nur noch genervt um sich schreit, ständig motzt oder schlecht gelaunt ist, weil ihr selber alles zu viel wird.

Zeit nehmen und auf die innere Stimme hören…

Hör auf deine ganz eigenen Bedürfnisse

Aus dem Hamsterrad des Alltags herauszukommen ist nicht einfach, aber es ist machbar. Das Wichtigste dabei ist, dass man es sich selbst erlauben muss, für sich zu sorgen. Mamas halten sich schnell mal für egoistisch, wenn sie sich eine Pause gönnen.

Manchmal warten Mamas auch darauf, dass andere merken, wenn einem alles zu viel wird, und dass die dann sagen „Hey, nimm dir einen Tag am Wochenende kinderfrei, ich kümmere mich. Ich hab das Gefühl, du brauchst die Zeit für dich!“ Wenn das passiert: Gratulation!! Doch wenn nicht, dann sollte man nicht ewig darauf warten, sondern selber entscheiden: „Jetzt gönn ich mir was! Ich bin es mir wert!“. 

Jeder braucht etwas anderes, damit seine Akkus wieder aufgeladen werden. Die Energie, die wir brauchen, um wieder auf seine Kinder und die gesamte Umwelt eingehen zu können und vor allem, sich in seiner eigenen Haut wieder wohlzufühlen, sich den alltäglichen Herausforderungen stellen zu können und sich stark zu fühlen! Daher ist es wichtig, in sich hineinzuhören, um seine eigenen Bedürfnisse herauszufinden.

5 Dinge, die mich als Mama stark machen

Zuerst solltest du dir als Mama überlegen, welche Dinge dir Kraft geben. In welchen Momenten bist du glücklich? Wann kannst du deine Seele baumeln lassen und dem Alltag (zumindest kurz) entfliehen? In welchen Situationen kreisen deine Gedanken nicht mehr um Probleme und Sorgen? Wann kannst du richtig abschalten?

Hier kommen ein paar Tipps, bzw. Vorschläge, wie diese Kraft-Geber aussehen könnten:

1. Bewegung tut gut

Zwar ist sicher jedem bewusst, dass Bewegung wichtig für den Ausgleich zwischen Körper und Geist ist. Doch als Mama nimmt man sich häufig viel zu wenig Zeit dafür. Vielleicht ist Yoga dein Sport? Oder passt Aerobic besser zu dir? Joggen im Park, ein paar Runden schwimmen im nahe gelegenen Hallenbad oder ein ausgedehnter Spaziergang in der Natur am See – egal, nimm dir die Zeit, am besten natürlich täglich – aber einmal in der Woche wäre schon ein Anfang. Am besten, einen festen Tag oder Abend dafür einplanen (und innerhalb der Familie durchsetzen! 🙂 )

2. Kleinigkeiten gönnen, die glücklich machen

Es muss nicht viel kosten, aber es tut der Seele gut: ein leckerer Cappuccino zwischendurch, eine Gesichtsmaske, einen Strauß Tulpen nur für sich selbst, mal wieder die Lieblingszeitschrift von früher kaufen, einen leckeren exotischen Smoothie trinken, sich sein Lieblingsgericht zubereiten (ganz unabhängig von den Vorlieben der Kinder…), 5 Minuten auf der Bank in der Sonne sitzen, ein paar Zeilen in einem schönen Buch lesen oder einen sommerlich-bunt-hübschen Nagellack auftragen. Kleine Glücksmomente, die das Leben schöner machen.

3. Mit Menschen umgeben, die einem Kraft geben

Es gibt Menschen, die mag man sehr und sie sind einem unglaublich wichtig, aber sie entziehen einem Energie. So ist das nun mal. Und es gibt Menschen, die einem Energie schenken, wenn man mit ihnen zusammen ist. Horch in dich hinein und treffe dich mit einer Person, die dir gut tut. Nimm dir Zeit mit z.B. deiner besten Freundin / Freund / Tante und gönne dir einen schönen Abend mit ihr in einem Restaurant. Wichtig ist: Nimm dir die Zeit! Nach einem solchen Treffen fühlt man sich oft gestärkt, hat wieder neue Ideen und ist wieder motivierter, sich in den Alltag zu stürzen.

4. Mache / plane etwas Außergewöhnliches

Auch hier gilt: Horch in dich hinein! Hast du ein Bedürfnis / einen Wunsch, den du dir schon lange gerne erfüllen würdest? Vielleicht ist es ein Sprachkurs für Italienisch? Oder wolltest du schon immer mal richtig Rückenschwimmen oder Kraulen lernen? Möchtest du mal ins Theater oder endlich in die Oper gehen? Vielleicht wünscht du dir einen Tag nur für dich am See? Oder würde es dich glücklich machen, mal einen Berggipfel zu besteigen? Vielleicht ist so ein Wunsch etwas für deinen Geburtstag, da fällt es einem oft leichter, einen solchen Wunsch zu äußern. Trau dich es auszusprechen und es in die Tat umzusetzen! Die Vorfreude auf eine so schöne Sache gibt einem wieder Motivation! Und es ist eine Möglichkeit, mal dem Alltagstrott zu entfliehen.

Einen Moment innehalten und durchschnaufen…

5. Lass den Fernseher aus

Das mag für den ein oder anderen seltsam klingen. Denn wie gut tut es, einfach die Füße hochzulegen und blöd in die Röhre zu kucken nach einem anstrengenden Tag, wenn die Kinder endlich im Bett sind?! Aber überleg dir nun, wie oft kommt nichts im Fernsehen, das dir gut tut? Wie oft kommt nur Unsinn, viel zu viel Werbung? Wie oft sitzt man da und zappt von einem Programm ins nächste und ärgert sich? Verlorene Zeit! Nimm dir nur einen Abend oder wenigstens eine halbe Stunde und lass den Fernseher so lange aus. Nimm dann das Buch in die Hand, das du schon so lange lesen wolltest und lies nur die erste Seite – nimm dir nicht zu viel vor, sonst machst du es nicht. 🙂 Oder frag deinen Partner, ob ihr gemeinsam Schach spielen wollt (Du kannst kein Schach? Egal, lass es dir erklären.) Ruf deine Freundin an, mit der du schon lange mal wieder reden wolltest. Oder schreib einem lieben Menschen eine Postkarte und mach demjenigen eine kleine Freude damit – denn Freude machen, macht auch selber glücklich. 🙂

Es gibt viele Dinge, die dir wieder Energie für den Alltag geben. Das Wichtigste bei all diesen Dingen ist jedoch:

Gönn es dir von ganzem Herzen! Denn du bist es wert!

Und was hilft dir, deine Akkus für den Alltag wieder aufzuladen? Vielleicht hast du weitere Tipps, die du hier mit uns teilen möchtest? Ich freue mich über jeden Kommentar!

Viele liebe Grüße

Eure ideas4parents-Romy

14 (Spiel-) Tipps für Eltern mit Babys im 11. Monat

 

Hinfallen und sich anstoßen gehört dazu, wenn man sich hochzieht und sich fortbewegt. Geheimwaffen, wie pusten und kleine Lieder wirken Wunder. Kinder wollen oft mitarbeiten und dabei sein. Das merken wir, wenn sie uns beim anziehen die Arme entgegen strecken. Das tröstet uns in Momenten, in denen Kinder mal keine Lust haben oder das Kooperationskonto des Tages einfach aufgebraucht ist.

Sie wollen einfach am liebsten spielen. Hier lest ihr vierzehn (Spiel-) Tipps im 11. Monat:

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Hände

Tipp #1: Essen

Legt Mosaike, Tiere oder Gesichter aus gewürfeltem Essen; Dein Baby möchte die Würfel essen oder untersuchen; Tomaten und Trauben bitte halbieren, weil diese sonst leichter verschluckt werden

Tipp #2: Wiederholung

Das kennst Du vom 10.Monat. Lasst eine Kastanie durch eine Papprolle rollen und beobachtet zusammen, wie weit die Kastanie rollt und in welchem Winkel ihr die Papprolle hält

Tipp #3: Holzpuzzle mit Knöpfen

Das ist ein absolutes Lieblingspuzzle bei uns geworden. Knöpfe greifen und in ausgestanzte Holzflächen einpuzzlen

Tipp #4: Wassermaler

Ein Glas mit Wasser füllen und über Garten- oder Balkonmöbel spritzen, streichen und pinseln. Alternativ kann man auch Steine mit Wasser „bemalen“

Tipp #5: Strand zuhause

Spielsand im Garten oder auf  dem Balkon aufstellen. Mutige spielen damit zuhause und legen Zeitungspapier darunter. An sich eine tolle Idee. Wir haben den Sand auf dem Spielplatz oder mal am Strand genutzt. Aber zuhause ist es sicher auch schön, Sand durch die Finger rieseln zu lassen, zu matschen und zu bauen.

Tipp #6: Laut sein

Auf einer Holzhammerbank können sich die Kleinen austoben. Unsere ruhige Tochter schrie später manchmal: „Laut, ich bin ganz laut“ und freute sich dabei.

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Körper

Tipp #7: Klettern

Bevor Babys laufen lernen, können sie klettern. Einen Kissenberg bauen oder andere Erhöhungen. Unsere Tochter mochte gern eine weiche Treppe – zwei Matratzen mit unterschiedlicher Größe übereinander legen und sich etwas auf dem Gipfel abholen.

Tipp #8: Wacklige Unterlage

Sich über einer weichen nachgiebigen Matratze fortbewegen oder einer Luftmatratze. Schaut mal, welche Schätze ihr im Keller habt.

Tipp #9: Schieben und Drücken

Leere und volle Kartons laden zum wegschieben ein. Wegwerfmaterial und Materialien aus dem Alltag waren bei uns immer wieder ganz beliebtes Spielzeug.

Sprache

Tipp #10: Eltern erzählen

An manchen Tagen haben wir viel gesprochen, weil unsere Tochter scheinbar so gern zugehört hat. Wir haben erzählt, was wir gerade selbstverständlich tun oder was wir bald tun. So eine Vorhersehbarkeit und ein Rhytmus kann erden, wenn die Tage auch mal bunt, laut und chaotisch sind, wie die Welt eben sein kann.

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Bunter Mix

Tipp #11: Musik liegt in der Luft

Tamburin, Rasseln, Klangstäbe, Glöckchen, Frosch und Regenmacher – Instrumenten lauschen und selber damit experimentieren. Musikgarten mit Kindergruppe und festem Programm hat uns sehr gut gefallen, Und zuhause haben wir mit freiem Programm viel selber experimentiert. Wir sind auch oft zur Musik durch die Wohnung getanzt und haben zur Musik den Rhytmus getrommelt.

Tipp #12: Zum Spaß tauschen

Im Spiel kann man Tauschen mit einem anderen Baby anbieten. Am besten zusammen mit einem Erwachsenen. Tauschen und Teilen wird erst später gelernt und wenn den Kleinen etwas sehr wichtig ist, müssen wir es Ihnen nicht aus der Hand nehmen. Vorausgesetzt sie haben es nicht jemandem weggenommen. Später kann man die Kinder fragen, ob sie etwas ausleihen oder teilen mögen. Schließlich teilen und tauschen wir Erwachsenen auch nicht alles mit jedem.

Tipp #13: Aufräumen und Sortieren

Wir lernen von unserer Tochter Ordnung. Kleine Aufgaben, wie „die Steine in die Schachtel“ können den Kleinen Spaß machen.

Tipp #14: Nachahmen

Wir sind uns der Vorbildfunktion natürlich nicht immer bewusst, aber was wir machen, machen die Kleinen auch oft irgendwann. Aufräumen, wischen…Musik an und los geht`s.

Wie verbringt ihr die Zeit im 11. Monat?

 Weitere (Spiel-) Tipps:

15 (Spiel-) Tipps für frischgebackene Eltern mit Baby im 1. Monat
15 (Spiel-) Tipps für Eltern mit Baby im 2. Monat
15 (Spiel-) Tipps für Eltern mit Babys im 3. Monat
23 (Spiel-) Tipps für Eltern mit Babys im 4. Monat
16 (Spiel-) Tipps für Eltern mit Babys im 5. Monat
12 (Spiel-) Tipps für Eltern mit Babys im 6. Monat
9 (Spiel-) Tipps für Eltern mit Babys im 7. Monat
15 (Spiel-) Tipps für Eltern mit Babys im 8. Monat
20 (Spiel-) Tipps für Eltern mit Babys im 9. Monat
18 (Spiel-) Tipps für Eltern mit Babys im 10. Monat
14 (Spiel-) Tipps für Eltern mit Babys im 11. Monat
14 (Spiel-) Tipps für Eltern mit Babys im 11. Monat

18 (Spiel-) Tipps für Eltern mit Babys im 10. Monat

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Wird eure Wohnung erobert oder auseinander genommen? Im Zangengriff, also mit Daumen und Fingern wird vielleicht schon einiges gegriffen. Vielleicht krabbelt euer Baby durch die Wohnung. Unseres ist erst zu ihrem Zeitpunkt gekrabbelt und zwar sehr, sehr schnell. Hier gilt: Vergleiche mit anderen Babys machen Eltern unsicher. Euer Baby hat seinen eigenen Weg. Wer Rückmeldung oder Hilfe sucht, geht zum Kinderarzt oder zu einer Frühförderstelle. Das schöne am Spielen ist, es fördert immer auf irgendeine Art und Weise. Oder es bringt den Kleinen einfach Freude und fördert somit die emotionale Entwicklung.

Hier lest ihr achtzehn (Spiel-)tipps im 10.Monat:

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Hände

Tipp #1: Klangstäbe

Die Klangstäbe* werden vielleicht zusammengeführt. Oder ein Klangstab klopft auf den Boden. Oder rollt über den Boden. Alles uninteressant? Könnte sein, dass das Zusammenführen der Hände viel spannender ist.

Tipp #2: Bauklötze

Mega Bloks* zum ineinander stecken, nebeneinander stellen, einen Mega Blok untersuchen, dem Geschwisterkind beim stapeln zuschauen …

Tipp #3: Stapelbecher

Nehmt Stapelbecher oder Becher, die ihr ineinader stellen könnt und lasst sie auseinandernehmen oder ineinander stellen. Der Plan geht nicht auf? Stattdessen wird umgeworfen oder gerollt oder nichts davon. Gutes Training für Eltern: Kinder interessiert im Spiel etwas anderes als Eltern. Eltern können sich immer wieder überraschen lassen.

Tipp #4: Spielerisches Essen

Legt fingerlanges Gemüse, wie Karotte und Kartoffel zu einem Stapel. Wenn Lebensmittel entdeckt werden, haben wir Spielen mit Essen erlaubt. Wenn nur aus Langeweile oder aus mangelndem Hunger gespielt wird, obwohl das Essen schon bekannt ist, haben wir in der Kleinkindzeit zwischen Essen und Spielen getrennt. Aber warum nicht in der Babyzeit mit Essen achtsam spielen? Die Lebensmittel sollen nicht durchs Zimmer fliegen, aber Babys wollen die Oberfläche und Beschaffenheit der Lebensmittel spüren.

Tipp #5: Tücherbox

Eine Taschentücherbox zum ausräumen bewusst zur Verfügung stellen. Babys ziehen die Tücher heraus und Erwachsene räumen sie bei Gelegenheit wieder ein. Kann immer wieder bespielt werden.

Tipp #6: Verschlüsse

Klettverschluss, Reissverschluss an einer Handtasche oder bei einem Geldbeutel – auch wenn das auf- und zuziehen noch schwer ist, diese Verschlüsse üben eine Faszination auf die kleinen Leute aus.

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Tipp #7: Wasserlabor

Mit Messbechern Wasser gießen, der Suppenkelle schöpfen, Wasser durch den Trichter laufen lassen… Womit experimentiert euer Kind im Wasser? Mit den Händen? Prima, der eigene Körper ist schließlich immer da und spannend.

Tipp #8: Schatzkiste oder Schatzkorb

Gegenstände mit unterschiedlichen Strukturen anbieten: Teedose, alte CD, Bürste, Sieb. Nichts spitzes und scharfes, damit der Entdeckergeist frei und wild stöbern kann.

Tipp #9: Sortierbox

Wer mag, kann mit einfachen Formen beginnen: Kreis, Dreieck, Viereck*. Ob das Einräumen entsprechend der Form schon spannend ist, findet euer Schatz heraus. Ein- und ausräumen allein  macht so viel Spaß, wie wir immer wieder erfahren haben.

Tipp #10: Lustiges Essen

Mosaike und Gesichter aus gewürfeltem Essen legen. Wer Tomaten und Trauben anbieten mag, bitte halbieren, damit nichts leicht verschluckt werden kann.

Tipp #11: Verschwinden und wieder auftauchen

Ein Tischtennisball oder eine Kastanie rollt durch eine Papprolle kommt entsprechend dem Neigungswinkel langsam oder schnell heraus.

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Körper

Tipp #12: Stuhlreihe

Stabile Stühle zum hochziehen anbieten. Allerdings wird das Baby schon los laufen, wenn seine Zeit dafür reif ist.

Tipp #13: Treppen und Stufen überwinden

Lange Treppen machen Respekt und wirken noch fast unüberwindbar. Vielleicht könnt ihr einführen, dass eine Stufe rückwärts fast allein bewältigt werden kann, wenn ihr Impulse zum „ich will hier runter, weiß aber noch nicht wie“ seht.

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Sprache

Tipp #14: Let’s talk

Wenn ich erzählt habe, was ich z.B. in einem Geschäft mache oder was ich gerade tue, war meine Tochter zum richtigen Zeitpunkt ganz interessiert dabei. Auch wenn ich mich mit anderen Erwachsenen unterhalten habe und sie einbezogen habe, hat ihr diese Aufmerksamkeit gut gefallen.

Bunter Mix

Tipp #15: Nachahmen

Euer Baby „wischt“ mit einem Lappen, weil es euch nachahmt. In der Zwischenzeit könnt ihr aufräumen und putzen. Langfristig wird gelernt, dass Aufräumen und putzen einfach (spielerisch) dazu gehört. Oder wie die Tochter manchmal sagt: Wir spielen wischen.

Tipp #16: Ritual(spiele)

Rituale ergeben sich in jeder Familie anders und ändern sich von Zeit zu Zeit. Badespiele vor dem Einschlafen, Bilder anschauen, ein Lieblingsstofftier im Arm halten – die Reihenfolge bleibt gleich und hilft, sich auf die Ruhezeit bzw. Schlafenszeit vorzubereiten. Klar, ruhig und nicht zu viel.

Tipp #17: Ein Traum von Seife

Seifenblasen auf dem Badewasser platzen lassen – kann Freude oder Angst machen, weil es schön aussieht oder – wie bei uns – auch unheimlich wirken kann. Die Angst verfliegt von selbst.

Tipp #18: Papprollenwippe

Eine lange Papprolle über ein Kinderbuch legen und zur Wippe umfunktionieren und Stofftiere hochfliegen lassen. Für solche Art von Spaß war unsere Tochter meistens zu haben.

Was macht ihr als Eltern gern und was fordert euch ganz schön heraus? Wenn ihr Spiele ergänzen wollt, wir von ideas4parents freuen uns!

 Weitere (Spiel-) Tipps:

15 (Spiel-) Tipps für frischgebackene Eltern mit Baby im 1. Monat
15 (Spiel-) Tipps für Eltern mit Baby im 2. Monat
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15 (Spiel-) Tipps für Eltern mit Babys im 8. Monat
20 (Spiel-) Tipps für Eltern mit Babys im 9. Monat
18 (Spiel-) Tipps für Eltern mit Babys im 10. Monat
14 (Spiel-) Tipps für Eltern mit Babys im 11. Monat

Monday Parents #14 – Sandra Schindler

 

Lange war es still um unsere Monday Parents, aber heute melden sie sich endlich wieder zurück und zwar mit einem ganz besonderen Gast. Sandra Schindler ist nicht nur Bloggerin, sondern auch Kinderbuchautorin. Wir freuen uns auf ein spannendes Interview und legen gleich mal los!

Hallo Sandra, stelle dich uns doch kurz vor. Wer bist du und was machst du? 🙂

Kurz und knapp: Ich bin Mama, Kinderbuchautorin und Bloggerin. 🙂

ideas4parents: Freut uns, dich kennenzulernen! 

Wie lange schreibst Du schon?

Schreiben tu ich schon, seit ich es in der Grundschule gelernt habe. Ich habe tatsächlich noch eine Detektivgeschichte aus dieser Zeit – geschrieben auf einer uralten Schreibmaschine. Professionellere Kinderbücher schreibe ich seit 2015.

ideas4parents: Das ist ja super toll! Dann hast du das Schreiben wohl im Blut. 🙂 

Wie kamst Du auf die Idee zu schreiben?

Das mit den Kinderbüchern kam von meinen Kindern, die meine größte Inspiration sind: Ich beobachte sie – und plötzlich entsteht ein Buch in meinem Kopf.

Manchmal sind es auch Probleme mit ihnen, von denen ich hoffe, dass ich sie mit Hilfe eines Buchs gelöst kriege.

Und tatsächlich ist es, als könnte ich zaubern: Sobald ich mir das Problem von der Seele geschrieben habe, ist es verschwunden. Die Macht der Gedanken und so. 😉

ideas4parents: Oh ja, das kennen ich gut. Wenn es einmal zu Papier gebracht wurde, spukt es nicht mehr im Kopf herum! 😀

Woher bekommst Du sonst noch Deine Inspiration?

Wenn es nicht die Kinder sind, dann ist es die Natur. Der Wald hat mir schon öfter ganze Geschichten zugeflüstert, die ich dann nur noch aufschreiben musste. 😉

ideas4parents: Das ist ja praktisch! 😉

Welche Kategorien gibt es auf Deinem Blog?

  • In Alltagsgedanken erzähle ich, was mich als alternative Mutter bewegt
  • Kigastart International ist eine Sammlung von Kindergarteneingewöhnungen aus aller Welt. Das ist neben meinem Buch „Flim Pinguin im Kindergarten“ mein Beitrag dazu, die Eingewöhnung für die Kinder angenehmer und bedürfnisorientierter zu gestalten
  • Ab und an gibts Buchvorstellungen von Kinder- und Sachbüchern, Interviews mit beeindruckenden Menschen – und gerne nehme ich auch thematisch zu mir passende Gastbeiträge entgegen
  • Meine Rubrik spirituelle Welt wird sich künftig stark füllen, da aus meinem größten Hobby langfristig auch mein Beruf werden wird.
  • Einige meiner Lieblingsrezepte veröffentliche ich auch. Natürlich vegan. 😉

Was ist das Besondere an Deinem Blog?

Klar gibts mal den einen oder anderen Quatschbeitrag, wie zum Beispiel diesen, in dem ich erzähle, wie scheiße das Leben mit Kindern ist. Aber größtenteils finden sich bei mir schon eher tiefgründige Beiträge, die vielleicht auch zum Nachdenken anregen.

ideas4parents: Eine gute Mischung!

Was möchtest Du damit erreichen?

Ich freu mich immer, wenn ich helfen kann, Menschen neue Impulse zu geben. Wenn ich sie inspirieren und ein wenig mit meiner kindlichen Begeisterung für das Leben anstecken kann.

Um was geht es in deinen Büchern?

„Der kleine Milchvampir“ ist eine Hilfe zum Abstillen von Langzeitstillkindern – oder auch eine Ermunterung, eben gerade nicht abzustillen. „Flim Pinguin im Kindergarten“ soll Kindergartenneulingen den Einstieg im Kindergarten erleichtern und ihre Trennungsangst lindern. Beide Bücher findest du hier.

Mehr Bücher sind bisher noch nicht erschienen. Das dauert immer. Wer nicht bereit ist, sich in Geduld zu üben, sollte nicht vom Leben als Autor träumen. 😉

Bisher gibts in meiner virtuellen Schublade noch ein Buch gegen Probleme beim Essen, ein weiteres gegen Ängste, einen Kinderkrimi mit ganz ungewöhnlichem Schauplatz, eins mit einem total unbeliebten, tierischen Protagonisten, der aber ganz anders ist, als man am Anfang erwartet. Und meine Agentin hat noch 2 moderne Märchen zu vermitteln. Weitere über 60 Buchideen hab ich auf einer Liste, allerdings fehlt mir momentan durch das ganze Marketing für Flim Pinguin leider schon seit Monaten die Zeit zum Bücherschreiben. Aber das ist okay. Alles zu seiner Zeit.

ideas4eparents: Dann werden wir ja noch einiges von dir hören und sehen!

Was willst du mit deinen Büchern erreichen/vermitteln?

Einerseits ist es mir sehr wichtig, den Menschen andere, ungewöhnliche Perspektiven zu zeigen. Es ist so menschlich, alles nur aus dem eigenen, subjektiven Blickwinkel zu betrachten. Aber dadurch verpasst man so viele schöne Dinge. Die möchte ich meinen kleinen und großen Lesern zeigen.

Das andere wichtige Thema ist die Liebe: Meine Protagonisten handeln immer intuitiv, aus dem Herzen – wie Kinder eben. Ich möchte durch das, was ich schreibe, andere animieren, wieder zu lernen, sich selbst zu vertrauen und auf ihre innere Stimme zu hören, denn die ist einfach so unglaublich verlässlich und hilfreich. Und sie ist es, die am besten kommunizieren und demzufolge den besten Beitrag zu einer besseren Welt leisten kann.

ideas4parents: Das ist eine unglaublich schöne und wichtige Botschaft! Es gibt eben nichts wichtigeres im Leben, als die Liebe! 🙂 

Wolltest du schon immer Autorin werden?

Nö. Ich wollte nach England auswandern. Und wenn nicht nach England, dann woanders ins Ausland. Ich hatte schon immer ein Faible für Sprachen, habe mir als Kind versucht, mit den alten Schulbüchern meiner Eltern Englisch beizubringen, weil ich die Lieder im Radio verstehen wollte – und meine Brieffreunde aus aller Welt. Also irgendwie zieht sich das Schreiben schon durch mein Leben, aber dass ich mal mit der deutschen Sprache arbeite, hätte ich nicht gedacht.

ides4parents: Wie schön, Sprachen und Schreiben passt eben gut zusammen. 

Welche Menschen inspirieren dich?

Mein bester Freund aus Studienzeiten, der vorletztes Jahr gestorben ist, ist meine größte Inspiration. Immer noch. Ich treffe keine Entscheidung ohne ihn, denn wir sind noch immer in Liebe verbunden.

Ansonsten: Astrid Lindgren ist vermutlich vom Stil her mein größtes Vorbild – neben Enid Blyton. Was die Kindererziehung angeht, haben mich vermutlich Herbert Renz-Polster, Michel Odent, Jean Liedloff und David Chamberlain am meisten geprägt.

Meine eigene Entwicklung habe ich vor allem Clarissa Pinkola Estés‘ Wolfsfrau zu verdanken, denn das Buch hat mich in späten Teenie-Jahren zu einem anderen Menschen gemacht. Ich kann es jeder Frau, die auf der Suche nach was auch immer ist, wärmstens empfehlen.

Was das spirituelle Thema angeht, so waren Pascal Voggenhuber, Varda Hasselmann und Brian Weiss bisher die Meister, von denen ich am meisten gelernt habe.

Und ohne Stephen King als Mentor im Geiste hätte ich vermutlich das Schreiben schon lange aufgegeben. Wer Schriftsteller werden möchte, der muss unbedingt sein „On Writing“/„Über das Schreiben“ lesen, denn das ist Inspiration und Trost zugleich.

ideas4parents: Das ist eine Menge Inspiration von einer Menge interessanter Menschen!

Was macht Deiner Meinung nach gute Eltern aus?

Ihre Einstellung. Offenheit im Herzen. Lernfähigkeit. Das Bewusstsein darüber, dass Adultismus in unserer Gesellschaft leider noch sehr präsent ist – aber dass sie gleichzeitig versuchen, etwas dagegen zu tun. Und das Wissen, dass sie nie alles richtig machen können, aber jeden Tag aufs Neue den Versuch unternehmen, ihren Kindern mit maximaler Liebe, Achtung und Respekt zu begegnen.

ideas4parents: Das hast du sehr schön gesagt. 🙂

Wie löst Du als Mutter Konflikte mit deinen Kindern?

Wir reden. Manchmal sehr lange, denn in manchen Fällen dauert es ewig, bis man einander verstehen kann. Das ist für mich der Schlüssel, denn: Wer die Gefühle des anderen versteht, kann viel leichter aus Liebe handeln.

Welche Dinge möchtest Du deinen Kindern auf den (Lebens)Weg mitgeben?

Respekt, Achtung und Empathie für alle Lebewesen. Das haben die Kinder ja alles, aber ich muss mich als Mutter dafür einsetzen, dass sie diese Gabe auch behalten. Ansonsten: Den Glauben an sich selbst, an das Gute im Menschen und daran, dass sie durch jede einzelne gute Tat dazu beitragen, diese Welt ein bisschen besser zu machen.

Und was ich auch noch wichtig finde. Freiheit. Ich schicke dir ein Bild von heute Morgen mit, das ziemlich gut zeigt, was ich damit meine: Es lag Schnee. Unsere Kleine war noch im Schlafanzug und wollte raus. Also hab ich ihr die Balkontür aufgemacht, sie zog ihre Socken aus und hüpfte barfuß durch den Schnee. Keine zwei Minuten später hatte sie meinen Mann dazu gebracht, mitzumachen.

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Wer sich bei der Erziehung zu sehr von Angst leiten lässt („Um Gottes Willen, du kannst doch das Kind nicht ohne Jacke – und dann auch noch barfuß – vor die Tür lassen! Das wird doch sofort krank!“), der verpasst so vieles. Zum Beispiel diese kleinen Momente des Glücks, die Kinder so oft erleben – und die sie so gerne mit uns teilen würden, wenn wir sie nur ließen.

ideas4parents: Einfach toll! Da möchte ich auch gleich mithüpfen! 😉

Wie stehst du zum Thema Förderung und alternative Schulen?

Mich hat der Film „Alphabet“ sehr geprägt. Muss ich noch was dazu sagen? 😉

Also gut, ganz kurz: Das, was da gerade abgeht im deutschen Schulsystem, ist alles andere als zeitgemäß. Glücklicherweise gibt es tolle Menschen wie André Stern oder Gerald Hüther, die Zeichen der Veränderung setzen. Das wird beim Schulsystem dauern, aber irgendwann wird auch diese Nischenbewegung die breite Masse erreichen und zu einem kollektiven Umdenken führen. Ich freu mich drauf!

ideas4parents: Wir uns auch!

Welches sind Deine Lieblingsblogs und Bücher zum Thema Kind/Familie?

Ich nenn mal 3 Bücher und 3 Blogs, sonst wirds zu viel. 😉

Also: „Kinder verstehen. Born to be wild. Wie die Evolution unsere Kinder geprägt hat“ ist mein Lieblingsbuch von Herbert Renz-Polster. Auch auf seinem Blog (https://blog.kinder-verstehen.de/) schaue ich immer wieder sehr gerne vorbei.

Michel Odent: „Geburt und Stillen“ – Kein Buch hat mich so sehr bestärkt in meinem Entschluss, meine Kinder angstfrei und selbstbestimmt zu Hause zu bekommen, wie dieses.

David Chamberlain: „Woran Babys sich erinnern“ – Da geht es darum, wie bereits die Erlebnisse vor der Geburt ein Kind prägen können. Die Verantwortung für ein Kind beginnt schon so unfassbar früh – wie viele Studien gezeigt haben, die in Chamberlains Buch beschrieben werden.

Wer übrigens auf der Suche nach guten, alternativen Buchtipps ist, wird vielleicht in meinen TOP 25, die in keinem alternativen Haushalt fehlen dürfen, fündig.

Jetzt die Blogs:

Kathrin Borghoff, die Öko-Hippie-Rabenmutter, schreibt zwar keine Bücher, aber wir sind von der Einstellung und von den Werten her irgendwie sehr kompatibel. Gleiches gilt für Veronika von Erziehungsgedanken und Andrea von Herzensglückskind.

ideas4parents: Danke für die vielen schönen Tipps!

Was ist Dir bei einem guten Buch wichtig?

Es muss leicht zu lesen sein. Keine komplizierten Sätze, die mich aus der Handlung reißen. Und spannend soll es sein. Das gilt auch – und vielleicht gerade für Sachbücher. Was es sonst noch zu beachten gibt, damit ein Buch ein gutes Buch wird, hab ich mal in meiner Zeit als Lektorin zusammengetragen.

Wie managst Du deine Zeit beim Bloggen/Schreiben?

Ich manage gar nichts. Ich mache einfach. Wenns fließt, fließt es. Wenn es nicht fließt, dann kann ich mich sehr gut auch mit anderen Dingen beschäftigen. 😉

Kannst Du vom Bloggen/Schreiben leben?

Nö. Ist schon lustig, dass viele Menschen denken, wenn man mal ein paar Bücher auf dem Markt hat, hat man ausgesorgt. Die Realität sieht ganz anders aus. Und zwar so. Andererseits: Ich mach das hauptberuflich erst seit diesem Jahr. Deshalb werde ich mir auch noch weitere 5 bis 7 Jahre geben, um mich auszuprobieren. Danach ziehe ich Bilanz und schaue weiter. Ich bin aber sehr zuversichtlich. 🙂

ideas4parents: Toll, wir wünschen dir ganz viel Glück. 🙂

Wie gehst Du mit (guter und schlechter) Kritik um?

Eine der ersten Lektionen, die ich von erfahrenen Kolleginnen gelernt habe: Reagiere nie auf böse Kritik. Wenn sie auf einem persönlichen Weg (also z. B. per Mail) kommt, dann bedanke dich kurz und knapp. Fang nicht an, dich zu rechtfertigen. Und das gilt erst recht für öffentliche Kritik. Wenn jemand dir ganz offensichtlich – warum auch immer – eins reinwürgen will, lass es ihn doch versuchen. Vertrau darauf, dass deine Leser intelligent genug sind, einen unsachlichen Angriff als solchen zu erkennen – und sich nicht davon beeinflussen zu lassen. Bzw. doch, ich hoffe, sie lassen sich beeinflussen, denn: Gerade miese Kritiken animieren neugierige Menschen zum Kauf, anstatt sie davon abzuhalten. Und neugierige, offene, alternative, spontane Menschen sind meine Zielgruppe. 😉

Was positive Kritik angeht: Wenn dir jemand sagt: „Oh, alles supertoll, ich bin total begeistert und hab überhaupt nichts an deinem Buch auszusetzen!“, dann ist das zwar nett, bringt dich aber nicht wirklich weiter, was deinen Schreiblernprozess angeht.

Am besten ist eigentlich sachlich und respektvoll geäußerte, fundierte, berechtigte Kritik. Ich kann mich glücklich schätzen, dass ich einige Autorenfreundinnen habe, die das richtig gut beherrschen. Wir schicken einander unsere Texte zum gegenseitigen, respektvollen Zerfetzen. Davon profitieren beide Seiten.

Am liebsten ist mir übrigens die Kritik, die die Kinder direkt einbezieht, denn es sind die Kinder, für die ich schreibe, nicht die Eltern. Und wenn ich dann lese, dass eins meiner Bücher das neue Lieblingsbuch eines Kindes ist – oder dass es einen Platz ganz oben im Kaufladen bekommen hat, damit es möglichst viele Leute kaufen können, dann geht mir einfach das Herz auf.

Kinder sind so gut, offen, dankbar und liebevoll. Ich mag zwar vom Stil her eher andere Musik, dennoch finde ich mich, was die Einstellung betrifft, sehr im Text von Grönemeyers Lied „Kinder an die Macht“ wieder. 🙂

ideas4parents: Was für schöne Abschlussworte! Vielen Dank für dieses interessante Interview, liebe Sandra. Wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg mit deinen wunderbaren Geschichten und hoffen darauf, noch viel von dir zu hören! 

Falls ihr noch mehr über Sandra erfahren wollt oder noch Fragen an sie habt, dann schaut doch auf ihrer Seite www.sandra-schindler-schreibt.de vorbei. Außerdem könnt ihr ihr auch auf Facebook, Instagram, Twitter und Pinterest folgen.

Wer gerne noch mehr Monday Parents kennenlernen will, der kann unsere vergangenen Interviews lesen. Viel Spaß!

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#4 Die perfekte Rabenmutter
#5 Isolde und die Inklusions-Akademie
#6 Glucke und So
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#8 Elterngarten
#9 Mias Kleine Schätze
#10 Mamasdaily
#11 souverän erziehen und begleiten
#12 Ellas Blog
#13 Wurzelinchen

Weihnachtsgewürz Gewürznelken: Ein gesundes Lebkuchenrezept

 
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Ayurveda beschreibt die Wirkung von Gewürznelken so: Energie aufbauend und gleichzeitig beruhigend, analgetisch z.B. lokal schmerzlindernd bei Zahnschmerzen, entgiftend und bakterienabtötend. Sie helfen bei Husten, Erkältungkrankheiten, Asthma und Schluckauf. Die Nelken stärken das Immunsystem durch Vermehrung der weißen Blutkörperchen und geben der Lunge, dem Kreislauf und dem Herzen Kraft, während sie das Nervensystem stimulieren.

Auch bei Blähungen, Koliken, Verdauungstörungen und Übelkeit hilft dieses Gewürz und bei Hauterkrankungen wird es ebenfalls eingesetzt.

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Gewürznelken sind besonders gut im Winter und ich empfehle sie immer ganz zu kaufen und selber zu Hause zu mahlen, damit sowohl der Geschmack als auch die Wirkung der Nelken bewahrt bleibt.

Der Baum wächst am besten auf Inseln; während auf den Malukken, einer Inselgruppe Indonesiens, schon die Babys mit Gewürznelken-Halsketten bestückt wurden, um sie vor Krankheit und bösen Geistern zu schützen. Auch Ärzte trugen diese Halsketten und kauten das Gewürz, um sich bei ihren Krankenbesuchen nicht anzustecken. Das Gewürz ist schon seit Jahrtausenden sowohl in der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) und im Ayurveda (traditionelle indische Medizin) als Heilmittel bekannt und geschätzt.

Besonders gut schmecken Gewürznelken in Currymischungen, in Weihnachstsgebäck, wie Lebkuchen und zusammen mit Äpfeln in Apfelkuchen oder Apfelkompott.

Rezept: Gesunde Lebkuchen mit Schokolade

nach einem Rezept von „Healthy On Green”*

Vorbereitung:  1 Stunde

Koch-/Backzeit:  10 Minuten

Portionen: 12-16 Stück

 Zutaten

400 g gemahlene Haselnüsse

11 EL Ahornsirup (z.B. von Alnatura*)

50 g flüssiges Kokosöl (z.B. von PureBio*)

2 EL Apfelmus

100 g Aprikosen, getrocknet und ungeschwefelt

Geriebene Schale von 1 bis 2 Orangen (unbehandelte)

Natürliches Orangenöl (optional)

2 TL Lebkuchengewürz

1 Prise Salz

Oblaten (z.B. 10 cm x 7 cm)

100 g Schokolade nach Wahl (z.B. Zartbitter Kuvertüre)

Mandelkerne zum Dekorieren

Zubereitung

1. Aprikosen in eine Schüssel geben und mit heißem Wasser übergießen und circa 15 Minuten einweichen.

2. In der Zwischenzeit gemahlene Haselnüsse, Ahornsirup, Kokosöl, Apfelmus, geriebene Orangenschale, Orangenöl, Lebkuchengewürz und Salz in eine separate Schüssel geben. Alles mit den Händen ein paar Minuten lang sehr gut verkneten.

3. Aprikosen in ein Sieb geben, abtropfen lassen und trocken tupfen. In kleine Stücke schneiden, zu den anderen Zutaten dazugeben und nochmals alles gut verkneten. Die Lebkuchenmasse sollte nicht zu trocken sein, eher klebrig, aber noch formbar. Sollte sie das nicht sein, mehr Apfelmus oder Ahornsirup hinzufügen.

ideas4parents-weihnachtsgewürz-Nelken4. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Oblaten darauf verteilen. Da ich die Lebkuchen gerne etwas dicker mag, habe ich die Masse zu insgesamt 16.

ideas4parents-weihnachtsgewürz-Nelken5. Kugeln geformt, diese dann jeweils auf die Oblaten gedrückt und mit den Händen geformt. Zwischendrin die Hände waschen und nach Bedarf zum Formen befeuchten.

6. Vegane Lebkuchen im vorgeheizten Backofen bei 175 Grad Ober- und Unterhitze circa 12 Minuten lang backen – nicht zu lange, da die Lebkuchen sonst nach dem Auskühlen zu hart werden. Die Lebkuchen sind noch extrem weich wenn ihr sie aus dem Backofen holt. Am besten das gesamte Backblech aus dem Backofen nehmen und die Lebkuchen komplett auskühlen lassen.

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7. In der Zwischenzeit die Mandelkerne häuten. Hierfür die Mandelkerne mit kochendem Wasser überbrühen und ein paar Minuten ziehen lassen. Nun kann die Haut der Mandelkerne entfernt werden.

ideas4parents-weihnachtsgewürz-Nelken8. Schokolade schmelzen und die Lebkuchen damit bestreichen. Mandelkerne darauf geben und leicht in die Lebkuchenmasse drücken. Vegane Lebkuchen komplett auskühlen lassen und anschließend in geeigneten Keksdosen aufbewahren.

Viel Spaß und ein frohes Fest! 🙂

Weitere weihnachtliche Gewürze:

Weihnachtsgewürz Zimt: Weihnachtliche Zimtsterne

Warum wir Stolz auf unser Alltagschaos sind! – Für mehr Realität auf Social Media

 

Eltern versinken ja gerne mal im Alltagschaos – ob sie es zugeben oder nicht. Ja, auf Instagram sieht das Leben von anderen manchmal so perfekt aus. Da kann es schon passieren, dass man anfängt an sich selbst zu zweifeln. Wie bekommen andere Eltern das alles so gut unter einen Hut? Wie schaffen sie es, dass die Wohnung immer so perfekt aufgeräumt ist? Und wie bekommen es manche Mütter hin, jeden Tag so gut auszusehen?

Ist alles Fake auf Social Media?

Tja, das sind gute Fragen. Die wichtigste aber ist: Ist das denn überhaupt alles echt? Bei manchen – vielleicht. Aber sicher nicht bei jedem. Ein Foto sagt vielleicht mehr als tausend Worte, aber es kann dir unmöglich das Leben dieser Person erklären. Du siehst nur einen kleinen Ausschnitt daraus. Und davon solltest du dich nicht zu sehr beeinflussen lassen.

Und auch wenn wir wissen, dass wir nicht alles glauben sollten, was wir auf den Social Media Plattformen sehen, ist es doch trotzdem immer schön, auch offene und authentische Posts zu entdecken, sich mit anderen ehrlich auszutauschen und vielleicht auch kleine Einblicke in das „nichtinstataugliche“ Alltagschaos der anderen zu bekommen.

Wir lieben unser Alltagschaos!

Und genau deshalb haben wir im November auch endlich unsere erste eigene #Instachallenge gestartet, die genau dieses Thema hatte. Nämlich der unbeschönigte,  unfotogene und manchmal sehr chaotische Elternalltag. Denn wir sind der Meinung, dass das Alltagschaos doch viel aufregender ist, als glattgebügelte und perfekt inszenierte Bilder.

Unter dem Hashtag #deralltagkannmirnixchallenge haben wir einen Monat lang jeden Tag ein Thema vorgegeben, zu welchem jeder der Lust hatte ein Bild posten konnte. Und tatsächlich waren einige Eltern mutig genug und haben uns an ihrem Alltag teilhaben lassen.

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Unter den mutigen waren unter anderem Anne von Meine Eltern-Zeit, Katharina von Küken&Nest, Iva von Jungemama, Ulrike von niedlich.es und andere. Wir haben uns wirklich sehr über so viel Offenheit gefreut und bedanken uns ganz herzlich bei allen die mitgemacht haben! <3
Wir werden die Challenge bestimmt bald mit neuen Themen wiederholen. Wenn du auch mitmachen möchtest, dann folge uns doch gerne auf Instagram.
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Wir freuen uns auf dich!
Fühlst du dich durch Social Media manchmal unter Druck gesetzt?
 

Lifehacks für Eltern: Klartext reden (+Video)

Bei ideas4parents geht es heute um das Thema Klartext reden. Ich erzähle euch in einem kleinen Video davon, wie ich mich manchmal dabei ertappe, meine Tochter Toto Dinge zu fragen, auch wenn es gar nichts zu entscheiden gibt.

Viel Spaß bei unserem Video 🙂

4 Schritte, um die Konzentration deines Kindes zu fördern

In unserem heutigen Beitrag geht es darum, wie du als Mama oder Papa die Konzentration deines Kindes fördern kannst. Und zwar in vier konkreten Schritten.
Hast du die bisherigen Beiträge der ideas4parents-Konzentrations-Challenge verpasst? Du findest den Start hier.

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1. Schritt für bessere Konzentration: Eine Stimmung zum Lernen schaffen

Ist Ärger in der Luft? Oder ist dein Kind traurig? Oder hat es viele spannende Ideen im Kopf? Ist verliebt und daher etwas zerstreut?
Wie schaffen wir eine gute Lern-Atmosphäre? Und wie kannst du damit die Konzentration deines Kindes fördern?

Nehmt euch zuerst einmal 5-10 Minuten Zeit, und gebt dem Gefühl von eurem Kind etwas Raum.

Denn, wenn dein Kind gerade traurig ist, möchte es vielleicht etwas malen, um diesem Gefühl erst Ausdruck verleihen zu können. Und wenn es sehr verärgert ist, täte es deinem Kind vielleicht gut, noch etwas Sport zu machen.
Oder hat es einfach Hunger, Durst oder braucht noch etwas Erholung?

Gib Deinem Kind 5-10 Minuten, damit überhaupt eine Stimmung zum Lernen entstehen kann.

2. Schritt für bessere Konzentration: Einen Übergang zum Lernen finden

Was hilft deinem Kind anzufangen? Was hat es zuvor gemacht und worum geht es jetzt? Das, was es zuvor gemacht hat, möchte es abschließen. Vielleicht kennt ihr die 5-3-1 Regel, in der ihr sagt „In 5 Minuten fängst du bitte an.“, dann sagt ihr „In 3 Minuten fängst du bitte an.“, dann „In 1 Minute fängst du bitte an.“ und dann: „Jetzt geht´s los.“ Das ist die 5-3-1 Regel. Diese ist dazu da, um den Übergang zu schaffen.

Dann hilft es deinem Kind für die Konzentration, dass die Aufgabe klar ist. Was ist das Ziel der Aufgabe, worum geht es? Geht es darum, sich ein Wissen anzueignen? Wir wissen selber aus unserer Schulzeit, dass manches Wissen sinnvoll ist und manches Wissen nur gelernt und dann wieder vergessen wird. Geht es darum, etwas zu tun? Oder geht es um eine bestimmte Eigenschaft? Vielleicht um etwas  bestimmtes zu sein, wie beispielsweise kreativ?

3. Schritt für besser Konzentration: Die Umgebung zum Lernen gestalten

Wie sieht der Arbeitsplatz meines Kindes aus? Kann es dort in Ruhe und entspannt arbeiten? Ist es dort laut? Wie sieht die Arbeitshöhe von meinem Kind aus? Ist sie kindgerecht oder muss mein Kind so ungemütlich am Arbeitsplatz sitzen, dass es nach einer Minute schon keine Lust mehr hat.

Wie kann ich den Arbeitsplatz gestalten? Vielleicht kann das Kind auch in einer anderen Position lernen. Ich habe sehr viel im Liegen und auf dem Boden gelernt. Deswegen – wenn es nicht schreiben muss, muss es immer ein Tisch sein? Darf es auch ein Sitzball sein? Darf es eben auch auf den Boden sitzen oder sich hinlegen? Wie schaffst du eine Umgebung, damit sich dein Kind konzentrieren kann?

Eine Hintergrundmusik ohne Text kann auch eine ganz gute Atmosphäre schaffen, in der eine Ruhe entsteht, die einen dazu einlädt sich zu konzentrieren. Die Musik sollte aber leise sein.

4. Schritt für bessere Konzentration: Gemeinsam eine Struktur zum Lernen erarbeiten

Wann braucht dein Kind eine Pause? Wann gibt es gute Zeitfenster, in denen es sich konzentrieren kann? Was ist ein guter Zeitpunkt? Du findest gemeinsam mit deinem Kind heraus, wann diese Zeiten sind und wann es z. B. ein viel größeres Bedürfnis nach Bewegung hat. Kinder, die selber mitbestimmen dürfen, sind einfach motivierter.

Konzentration deines Kindes fördern in 4 Schritten: Alles auf einen Blick

Hoffentlich hast du jetzt ein paar hilfreiche Tipps erhalten, wie du die Konzentration deines Kindes fördern kannst.

Hier noch einmal eine kurze Zusammenfassung auf einen Blick:

  1. Der innere Raum, oder die Stimmung deines Kindes
  2. Der Übergang zum Lernen
  3. Der äußere Raum, oder die Umgebung, der Arbeitsplatz deines Kindes
  4. Die Struktur, der Rhythmus deines Kindes

Auch wenn die Schule nicht immer individuelle Lernmöglichkeiten anbieten kann, könnt ihr Zuhause einen Raum schaffen, in dem sich euer Kind leichter konzentrieren kann.

Und spielerisch wird’s beim Schritt 3 der Konzentrations-Challenge!

Weitere Beiträge der Konzentrations-Challenge

Ihr wurdet hier nicht fündig? Vielleicht interessiert euch dann dieser Beitrag bei scoyo?

Wie wird mein Kind stark fürs Leben?

Ab heute macht ideas4parents Kinder stark!

Wer uns schon eine Weile kennt, fällt sicher auf, dass wir seit heute anders aussehen. 😮

Still und heimlich haben wir uns in den letzten Monaten Schritt für Schritt „neu erfunden“.
Und neben unserem veränderten Äußeren möchten wir uns auf einen Themenbereich konzentrieren, der uns allen besonders am Herzen liegt:

ideas4parents will dazu beitragen, Kinder stark zu machen für diese Welt!

Ihr findet hier zukünftig „Tipps und Lifehacks zum spielerischen Lernen“ – besonders ausgerichtet auf Vorschulkinder.
Und dabei ist uns das „Spielerische“ besonders wichtig. Unser Team möchte Ideen anregen, wie Kinder heute noch Kinder bleiben dürfen – und gerade dadurch stark werden fürs Leben!
Immer wieder hört man ja vom Förderwahn, der heute schon im Kita-Alter um sich greift. Und dagegen möchten wir gerne ideas4parents setzen. Eure Fundgrube für einen entspannten und spielerischen Einstieg in das Thema „Lernen“.
Auch anhand unserer neuen Kategorien „Bewegung“, „Begleitung“ und „Beziehung“ könnt ihr erahnen, dass wir das Thema „Lernen“ aus einem etwas anderes Blickwinkel angehen.

Lasst euch überraschen! Und wenn ihr Anregungen und Feedback habt, dann immer her damit!

Start der Blogreihe: „Wie wird mein Kind stark fürs Leben?

Ich starte mit dem heutigen Post eine neue Blogreihe, in der ich euch unseren persönlichen Familienweg vorstelle zum Thema „Wie wird mein Kind stark fürs Leben“.

Grundsätzlich möchten wir Eltern unsere Kinder ja bestmöglich vorbereitet wissen auf das Leben, das vor ihnen liegt. Wir möchten sie vorbereitet wissen, auch um sie zu schützen vor potentiellem Unheil. Möchten sie stark wissen, damit sie allen Herausforderungen und Problemen „gewachsen“ sind.

In der Blogreihe möchte ich ein paar Fragen zu diesem Thema aufwerfen:

  1. Worauf soll unsere Tochter eigentlich vorbereitet sein?
  2. Was wird ihr in ihrem Leben, das anders verlaufen wird als unser eigenes, wirklich weiterhelfen?
  3. Welche Grundlagen und Fähigkeiten braucht sie dafür?
  4. Welchen Beitrag können Gila und ich dazu leisten?
  5. Was dagegen übersteigt einfach unsere Möglichkeiten?

Ich glaube, dass jede Familie für jedes Kind andere Antworten auf solche Fragen finden wird.
Selbst wenn sich die Ziele ähneln, sind doch die Wege andere für jede Familie. Und noch einmal andere für jedes Kind.

Heute fange einfach mal ich an, und erzähle euch von unserem Blick und unserem Weg, den wir in unserer Familie gemeinsam mit Toto gehen.

Unser Familien-Blick in die Glaskugel

Ich würde unsere Familien-Erwartungen von dem, was die Zukunft bringen könnte, als vorsichtig optimistisch bezeichnen.

Gila und ich sprechen als Paar durchaus über Risiken, die unserer Welt heute und in den kommenden Jahrzehnten treffen könnten.
In der Wirtschaftskrise – noch vor Totos Geburt – haben wir zeitweise sogar unsere Nahrungsvorräte aufgefüllt.
Während des sich zuspitzenden Ukraine-Konflikts sprachen wir über die erneute Möglichkeit von Krieg in Europa.
Und als in mehreren Ländern Europas die Rechten bedrohliche Zustimmung gewonnen haben, hat uns das nicht kalt gelassen. Und zumindest im privaten Umfeld haben wir Stellung gegen fremdenfeindliche Äußerungen bezogen.
Auch für die Zukunft sehen wir ökologische und soziale Ungleichgewichte auf uns zukommen, die unser Leben und das Leben unser Tochter beeinflussen werden.

Doch insgesamt prägen diese Sorgen nicht unsere Stimmung in der Familie oder gar unseren „Erziehungsstil“. Wir glauben daran, dass die Kindheit eine kostbare, schützenswerte Phase ist, die geradezu durchtränkt sein sollte von einer aktiven Grundhaltung.

Was wird für unsere Kinder anders sein als für uns?

Auch wenn ich meinen Glaskugel-Blick zu schärfen versuche, sehe ich als Totos Papa für ihre hoffentlich lange Lebenszeit alles verschwommen. In den Jahrzehnten, die vor uns liegen, scheint irgendwie nichts ausgeschlossen. Allerdings vermute ich persönlich, dass sich manche Entwicklungen, die heute erkennbar scheinen, weiter fortsetzen werden.

Als ein Papa, der viel Berührungen mit neuen Technologien hat, denke ich zunächst an die zunehmende Dynamik dieser Entwicklung. Mit den verbundenen Chancen und Umbrüchen. Vor allem die Arbeitswelt wird sich wahrscheinlich durch die zunehmende Automatisierung in einer Weise umgestalten, die wir nur ansatzweise vorhersehen können.

Eng mit der technologischen Entwicklung verknüpft sind immer neue Fertigkeiten, die hinzukommen und ältere Formen von Wissen (ich denke insbesondere an Faktenkenntnisse) in den Hintergrund drängen werden. Hier frage ich mich, ob unser Schulsystem diesen Wandel schnell genug mitvollziehen kann?

Aus der Erfahrung der Wirtschaftskrise von 2008 bleibt bei mir ein nagender Zweifel zurück, ob sich die wirtschaftliche Entwicklung so positiv weiterentwickeln wird, wie es momentan den Anschein macht. Sind tatsächlich alle Warnungen zu bevorstehenden Wirtschafts-Kollaps-Szenarien völlig aus der Luft gegriffen?

Mit der wirtschaftlichen Entwicklung eng verbunden sehe ich auch die begrenzten Ressourcen unseres Planeten. Ich hoffe inständig, dass unsere Gesellschaften Wege finden, trotz begrenzter Ressourcen den Wohlstand zu erhalten und ihn rechtzeitig auch den Menschen in ärmeren Weltgegenden zuteilwerden zu lassen.

Auch wenn ich einige Entwicklungen skeptisch oder kritisch sehe, bin ich grundsätzlich eher ein positiv denkender Mensch, der hofft und glaubt, dass wir alle bevorstehenden Herausforderungen irgendwie meistern werden.
Ich rechne jedoch auch damit, dass wir möglicherweise in einer Übergangszeit leben, in der die Umbrüche für viele Menschen sehr schwer werden könnten. Und natürlich wünsche ich mir für meine Tochter, dass sie ein erfülltes und glückliches Leben führen kann.

Was also bedeutet es für unsere Kinder, was heißt es insbesondere für meine Tochter, wenn Teile meiner Glaskugel-Vorhersagen eintreffen? Welche Stärken braucht ein Mensch in einer möglichen Umbruchszeit, um gut durchs Leben zu steuern?

Was findet ihr in den weiteren Posts dieser Reihe?

In meinem nächsten Post erzähle ich euch, welche Stärken wir in unserer Familie besonders wichtig finden für unsere Tochter – und warum wir sie wichtig finden.
In den darauf folgenden Posts konzentriere ich mich auf einige dieser Stärken und plaudere ein bisschen darüber, was wir dazu denken und tun, damit Toto sie vielleicht leichter entwickeln kann.
Und in den abschließenden Posts möchte ich auf unsere gefühlten Grenzen als Eltern eingehen und euch fragen, welche Stärken ihr für eure Kinder wichtig findet, warum ihr sie wichtig findet, und was das für euer eigenes Familienleben bedeutet.

Bis dahin freue ich mich über alle Rückmeldungen, Gedanken, Einwände, Ideen und Tipps, die euch zum „Starkmachen“ einfallen.

Und euch wünsche ich schon mal ein wunderbares Wochenende!

Andreas

 
Schaut euch doch auch meine anderen Posts unserer Blogreihe  „Wie wird mein Kind stark fürs Leben?“ an:
Wie du die Kreativität und Anpassungsfähigkeit deines Kindes fördern kannst
4 Stärken, die Kinder von heute brauchen
3 Dinge, die Kinder brauchen, um Urvertrauen zu entwickeln

Bewegung macht glücklich! – Tipps für eine Fahrradtour an der Isar

Fahrrad fahren macht Spaß!

Kinder brauchen viel Bewegung und viel frische Luft. Und wie könnte man beides besser kombinieren als mit einer Fahrradtour? Fahrrad fahren ist gesund, denn es schult die Ausdauer, das Balancegefühl und die Koordinationsfähigkeit der Kinder. Außerdem verbessert es die motorischen und sensorischen Fähigkeiten. Und vor allem macht Fahrrad fahren einfach unglaublich viel Spaß. In München gibt es viele tolle Orte, die für eine Familien-Fahrradtour geeignet sind. Ganz besonders würde ich aber den Isar-Radweg empfehlen.

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Wo liegt der Isar-Radweg?

Der Isar-Radweg ist insgesamt circa 300 Kilometer lang und verläuft von der Landesgrenze bei Scharnitz entlang der Isar durch München, bis dorthin, wo die Isar schließlich in die Donau mündet. Für den Familienausflug wollen wir uns aber nur auf einen kleinen Teil der Strecke konzentrieren 🙂 Der Fahrradweg in München ist weitgehend flach und deshalb sehr gut für einen Familienausflug geeignet. Er verläuft meist flussnah, ist entweder gekiest oder asphaltiert und deshalb super befahrbar.

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Wo starten wir?

Gut starten kann man in Thalkirchen. Von der Thalkirchner Brücke aus geht es immer der Strömung entlang. Verfahren wird man sich so sicher nicht. Es geht Richtung Flaucher und durch die Frühlingsanlagen. Hier kann man die tolle Natur bestaunen. Man ist von viel Grün umgeben und hat dabei stets die Isar im Blick. Wenn die Kleinen eine Pause brauchen, kann man sich ganz gemütlich ans Ufer setzen, während die Kinder planschen gehen.

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Und weiter geht´s!

Weiter führt der Weg am Deutschen Museum vorbei. Es gibt viele Wegweiser, die einem anzeigen, wie weit das nächste Ziel entfernt ist. So hat man einen schönen Überblick und kann den nächsten Stopp gut timen. Das ist natürlich wichtig, wenn man mit Kindern unterwegs ist. Gerade wenn es warm ist, sind viele Pausen notwendig, um etwas zu trinken und sich ein bisschen auszuruhen. Es gibt viele Bänke, die zu einer kurzen Verschnaufpause einladen.

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Ziel erreicht!

Ein gutes Endziel für die Familienfahrradtour ist der englische Garten. Hier kann man die Tour gemütlich im Grünen ausklingen lassen. Vielleicht hat man eine Decke und ein paar Leckereien mitgebracht und macht ein kleines Picknick. Oder vielleicht haben die Kids immer noch Energie und Lust sich zu bewegen und wollen Federball oder Fußball spielen.

Wie auch immer man den Tag beendet, am Abend werden die Kleinen nach so viel Action und Bewegung ganz sicher schlafen, wie kleine Babys 🙂

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